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Wirtschaft Regional Wieder Streik bei Amazon in Leipzig – Internethändler will Weihnachtsgeld zahlen
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08:34 18.07.2013

Verdi fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Amazon kündigte unterdessen an, in diesem Jahr Weihnachtsgeld zahlen zu wollen. Sprecherin Ulrike Leikeb sagte, die Entscheidung habe nichts mit dem Streik zu tun. Diese sei „im Rahmen der jährlichen Gehaltsüberlegungen“ getroffen worden. Zur Höhe könne sie noch nichts sagen.

„Darüber freuen wir uns, die Streiks haben also Bewegung in die richtige Richtung gebracht“, sagte Lauenroth-Mago. Die Mitarbeiter seien am Mittwoch über das Angebot der Geschäftsführung informiert worden. Dennoch reiche das nicht aus. „Wir wollen Sicherheit, also einen Tarifvertrag.“

Leipzig. Die Situation scheint festgefahren. Der erste Streik beim deutschen Ableger des US-Giganten Amazon ist bisher scheinbar ins Leere gelaufen. Der geforderte Tarifvertrag ist nicht in Sicht, obwohl seit Monaten am größten Standort in Bad Hersfeld und in Leipzig immer wieder gestreikt wird. Die Gewerkschaft will trotzdem nicht aufgeben.

Zuletzt war Mitte Juni an beiden Amazon-Standorten in Leipzig und Bad Hersfeld gestreikt worden. Ein Tarifvertrag würde für die Mitarbeiter verlässlich höhere Löhne sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bringen. Das US-Unternehmen will sich dagegen an der Bezahlung in der Logistikbranche orientieren.

Amazon ist der weltgrößte Online-Versandhändler. Er hat in Deutschland acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter, in Leipzig sind es etwa 2000.

dpa