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Wirtschaftszeitung Emotionale Diskussion über Unternehmensnachfolge
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LVZ-Wirtschaftszeitung: Das Unternehmerblatt der Leipziger Volkszeitung
14:02 14.10.2019
Eine emotionale Debatte über Unternehmensnachfolge in der LVZ-Kuppel: Im Gespräch mit Moderator und LVZ-Redakteur Ulrich Milde sind Ralf Krippner (Prosoft), Claus Gröhn (Präsident der Handwerkskammer), Kristian Kirpal (Präsident der IHK) sowie Achim Oelgarth vom Ost-Bankenverband (v.l.). Quelle: Frank Schmiedel
Leipzig

Claus Gröhn legt den Finger in die Wunde. „In 1000 unserer 12 000 Mitgliedsbetriebe sind die Verantwortlichen älter als 65 Jahre.“ Weitere 14000 Handwerksunternehmen müssen sich in den nächsten fünf Jahren, „also zeitnah“ mit der Nachfolge beschäftigen, da die Inhaber zwischen 60 und 65 Jahre alt sind, skizzierte der Präsident der Handwerkskammer Leipzig am Donnerstagabend auf dem Netzwerktreffen der „LVZ-Wirtschaftszeitung“ im Medienhaus am Peterssteinweg.

Nur Minderheit der Eigentümer bereitet sich aktiv vor

Achim Oelgarth, Vorstandsmitglied des Ostdeutschen Bankenverbandes, wies vor den 100 Gästen in der LVZ-Kuppel darauf hin, dass Übergaben zwar vorhersehbar seien. Trotzdem „bereitet sich nur eine Minderheit aktiv auf die Nachfolge vor.“

Bei der Podiumsdiskussion in der LVZ-Kuppel mahnte der Leipziger Präsident der Handwerkskammer, das Unternehmer ihre Nachfolge rechtzeitig klären müssen. Auch andere Wirtschaftsleute aus der Region diskutierten mit.

In Sachsen stehen 6000 Übergaben an

Kristian Kirpal, der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig (mit etwa 67 000 Mitgliedsunternehmen), ergänzte: „Alarmierend ist, dass nur ein geringer Teil der Betroffenen schon eine konkrete Nachfolgeregelung ins Auge gefasst hat.“ Dabei stünden allein in Sachsen bis zum Jahr 2022 mehr als 6000 Übergaben an. Kirpal hatte vor sechs Jahren selbst den väterlichen Betrieb in Wermsdorf (Landkreis Nordsachsen) übernommen.

Der Lehrling führte die Firma – mit Erfolg

Erfolgreich geregelt hat hat den Übergang Ralf Krippner, der Chef des IT-Unternehmens Prosoft in Delitzsch. Als der heute 58-jährige Krippner im März 2017 schwer erkrankte, beförderte er kurzerhand seinen Lehrling Richard Wohlfeld in den Chefsessel. Der bewährte sich, blieb auf dem Posten –und übernimmt nun die Firma. Die 50 Arbeitsplätze sind gesichert.

Von Ulrich Milde

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