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LVZ-Wirtschaftszeitung: Das Unternehmerblatt der Leipziger Volkszeitung
18:09 05.02.2020
Iven Kurz, der Gründer des Leipziger Fintechs Evergreen.
Iven Kurz, der Gründer des Leipziger Fintechs Evergreen. Quelle: PR evergreen
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Leipzig

Die Vorbereitungsphase ist abgeschlossen: Seit Januar können kostenbewusste Anleger die professionelle Geldanlage des Leipziger Fintech-Unternehmens Evergreen nutzen. „Kunden können online binnen weniger Minuten ein Depot eröffnen“, so Iven Kurz, der Gründer und Geschäftsführer von Evergreen. Geld ein- und auszuzahlen sei für die Kunden stets möglich. Eine Investition sei bereits ab einem Euro möglich, einmalig oder im Sparplan.

In den vergangenen Wochen hatte das Fintech seine Online-Plattform nach und nach freigeschalten. Laut eigenen Angaben haben bereits erste Kunden Depots eröffnet. „Besonders am Herzen lag uns ein unkomplizierter Anmeldeprozess, eine leicht verständliche Depotübersicht und eine nutzerfreundliche Bedienung“, sagt Iven Kurz, Gründer und Geschäftsführer von Evergreen. „Jetzt werden wir beweisen, dass unsere Wertsicherungsstrategie die Verlustrisiken in schwierigen Marktlagen minimiert und gleichzeitig an positiven Marktentwicklungen partizipiert.“

Die BNP Paribas ist operativer Partner

Die Einhaltung eines erhöhten Risikoprofils werde laut Unternehmen auf täglicher Basis überwacht. Nicht ohne Grund, denn Marktturbulenzen führen zu einer konsequenten Reduzierung risikoreicher Anlageklassen im Portfolio. Die Umsetzung erfolge nahezu zeitgleich mit der Marktentwicklung, sodass komplett auf Prognosen verzichtet werde. Diese sicherheitsorientierte Kapitalanlage eigne sich damit für die private Altersvorsorge, so eine Erklärung von Evergreen. Der online-basierte Service des Startups reiche von der Anmeldung, über die Depoteröffnung bei der DAB BNP Paribas, die als Partner für die Konto- und Depotführung fungiert, bis hin zur detaillierten Depotübersicht mit den aktuellen Daten eines Anlegers.

Bislang zwei eigene Fonds aufgelegt

Die beiden von der Firma aufgelegten Fonds kosten laut Mitteilung 0,59 % pro Jahr. Für Evergreen-Kunden entstünden darüber hinaus keine zusätzlichen Kosten für die Depot- und Kontoführung. Ebenso enthalten seien sämtliche Transaktionskosten im Depot. Auf Servicegebühren, Ausgabeaufschläge oder Performancegebühren wird komplett verzichtet, erklärt das Unternehmen. Die beiden Fonds sind auch außerhalb der Plattform ohne Ausgabeaufschlag über weitere Anbieter erwerbbar.

Sicherheit habe „höchste Priorität“

Als regulierter Finanzdienstleister stehe Evergreen unter der Aufsicht der BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, so eine Firmen-Sprecherin. Das angelegte Kapital, welches in die Fonds fließe, werde als Sondervermögen bei einer unabhängigen Depotbank, der DAB BNP Paribas, gelagert. Damit werde sichergestellt, dass das Kapital nicht nur vor Insolvenzen, sondern auch gegenüber Betrug oder Veruntreuung geschützt sei. Als Teil einer großen europäischen Bankengruppe ist DAB BNP Paribas an das europäische Einlagensicherungssystem angeschlossen. Somit sind alle Anlagen auf dem Verrechnungskonto bis zu 100.000 Euro pro Kunde komplett abgesichert. Darüber hinaus ist DAB BNP Paribas als deutsche Niederlassung der BNP Paribas freiwilliges Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB). Hierüber ist das angelegte Vermögen bis zu einer Höhe von 90 Millionen Euro pro Kunde geschützt.

Finanzierungsrunde abgeschlossen

Zeitgleich zum Markteintritt informierte Evergreen über den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde. Größter externer Investor ist die US-amerikanische ZAIS Group. Neben ZAIS haben sich drei weitere Investoren an der Finanzierungsrunde beteiligt, die über zwei Millionen Euro einbrachte. Darüber hinaus besteht eine Entwicklungs-Kooperation mit dem Frankfurter FinTech-Softwareunternehmen Fincite.

Mehr über Evergreen

Evergreen bezeichnet sich als unabhängiger Finanzdienstleister im Bereich der digitalen Vermögensverwaltung und hat seinen Sitz in Leipzig. Das Unternehmen erstellt und verwaltet für seine Kunden „risikogerechte und global diversifizierte Portfolios zum systematischen Vermögensaufbau“. Die dazu eingesetzten beiden hauseigenen Fonds werden mittels dynamischer Wertsicherungsstrategie ‚Passive Dynamic Investing‘ (PDI) mit jeweils unterschiedlichen Risikobudgets gemanagt, so das Unternehmen. Das FinTech-Unternehmen wurde 2018 von Iven Kurz gegründet. Zuvor hatte er den Bereich Wertsicherungsstrategien für die Asset Management-Töchter der Bankhäuser Metzler und Lampe mit aufgebaut und geleitet. Evergreen ist ein reguliertes Finanzdienstleistungsinstitut nach §32 Kreditwesengesetz (KWG).

Von LVZ-Wirtschaftszeitung / frs