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00:55 21.10.2019
Der "Retail Hackathon" fand am zurückliegenden Wochenende in den Höfen am Brühl in Leipzig statt.
Der "Retail Hackathon" fand am zurückliegenden Wochenende in den Höfen am Brühl in Leipzig statt. Quelle: Frank Schmiedel
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Leipzig

Der stationäre Handel steht seit einigen Jahren vor enormen Herausforderungen. Vor allem die großen Onlineshopping-Plattformen sichern sich Jahr für Jahr immer größer werdende Teile des Umsatzes. Der digitale Wandel bringt dem Handel aber auch neue Chancen, kreative und unkonventionelle Ideen zu entwickeln. Der Handel bemüht sich aktiv um clevere Auswege aus der angespannten Situation – so mit dem „Retail Hackathon“ in den Leipziger Höfen am Brühl.

Die zu lösende Aufgabenstellung für die Designer, Kreative, Software-Entwickler und Studierende war am zurückliegenden Wochenende klar: Wie sehen die Einkaufszentren der Zukunft aus, wie die Geschäfte - und wie werden wir dort shoppen?

Drei internationale und interdisziplinären Teams erdachten am Freitag und Sonnabend verschiedene Lösungen, die das stationäre Shoppen in Einkaufszentren und Ladengeschäften modern und unterhaltsam für die Kunden gestalten.

Das Kollektiv „Zyüo“ erläuterten, wie ein schneller Lieferdienst kurzfristig Produkte wie Bekleidung oder Schuhe aus einem Lager nach Hause bringt, deren Farben oder Größen im Geschäft in der Mall schon vergriffen sind.

„X-Cousine“ zeigten ihr Konzept für eine intelligente Roboterlösung, die vor den Augen der Kunden verschiedene Pasta-Gerichte mit frischen Zutaten zubereitet.

Das Team „AI see“ präsentierte die Idee eines digitalen Spiegels, in dem der Kunde mit der Unterstützung einer künstlichen Intelligenz virtuell unterschiedlichste Bekleidung und Accessoires anprobieren kann.

Die Ideen vom Team „AI see“ fanden beim „Retail Hackathon“ den stärksten Anklang bei den Juroren. Quelle: Frank Schmiedel

Veranstaltet wurde der „Retail Hackathon“ von den Höfen am Brühl, mit Unterstützung vom Code Camp Leipzig, dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig und dem Basislager Coworking. Dessen Chef, Marco Weicholdt, zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir hatten 30 motivierte Teilnehmer an den beiden Tagen des Hackathons, alle haben wirklich sehr aktiv in den Teams gearbeitet und die einzigartige Möglichkeit genutzt, direkte Kontakte zum Handel und weiteren Interessenten zu knüpfen.“

Die vierköpfige Jury aus Gwendolyn Schröter (Startup-Investor der Golzern Holding), Nicole Steege (Marketing-Managerin, Höfe am Brühl), Martin Menz (CEO der Relaxdays GmbH) und Franz Steuer (Steuerberater, PwC Deutschland) machte sich die Entscheidung über das beste Konzept nicht einfach. Nach einer beherzt geführten Diskussion einigte sich das Juroren-Quartett dann am späten Sonnabendnachmittag auf den Sieger: Das Rennen machte das internationale Team von „AI See“ das Rennen.

Veranstalter Robin Spanke, Geschäftsführer der Höfe am Brühl, zeigte sich begeistert von allen Teilnehmern und dem Sieger-Team: „Die Idee von AI see wurde in nur 48 Stunden kreiert. Gerne möchten wir den Hackathon-Gewinnern mit unserer Expertise beiseite stehen, um ein vollwertiges Business-Konzept zu entwickeln. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit - und werden diese auch aktiv forcieren.“

Von Frank Schmiedel