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Wissen Alarmierende Studie: In Wäldern leben nur noch halb so viele Tiere
Nachrichten Wissen Alarmierende Studie: In Wäldern leben nur noch halb so viele Tiere
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10:25 13.08.2019
Der Tapanuli-Orang-Utan, der erst 2017 als eigene Art beschrieben wurde, ist mit nur noch 800 Tieren auf Sumatra die seltenste Menschenaffen-Art der Erde. Plantagen, Goldminen und ein geplanter Mega-Staudamm nagen am verbliebenen Lebensraum.
Berlin

Seit 1970 sind die Bestände der im Wald lebenden Tiere im Schnitt um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Umweltverband WWF am Dienstag veröffentlicht und dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorab vorlag. Es sei die erste Erhebung, die sich speziell der Entwicklung der globalen Tierpopulationen in Wäldern widmet. „Der Rückgang der Artenvielfalt in den Wäldern der Welt ist erschreckend und ein deutliches Alarmzeichen“, sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF.

Lesen Sie auch: Amazonas-Regenwald schrumpft stark

Besonders betroffen sind demnach Amphibien wie Frösche, aber auch Säugetiere wie Affen oder Waldelefanten. Hauptursache für den Rückgang sind laut WWF die Abholzung und Umnutzung von Wäldern für die Landwirtschaft. Am dramatischsten ist die Entwicklung laut WWF in den Tropen, wie etwa dem Amazonas-Regenwald.

Auch Bäume sind auf intakte Tierwelt angewiesen

Insgesamt wurden die Daten von 268 Wirbeltierarten und 455 Populationen untersucht, die in Wäldern leben und von ihnen abhängig sind. Auch umgekehrt seien die Baumbestände auf eine intakte Tierwelt angewiesen. „Verlieren wir die Tiere, schwindet auch die Fähigkeit der Wälder, Klimagase zu speichern“, so Heinrich. Gerade die für den Klimaschutz wichtigen Baumarten drohten ohne Tiere verloren zu gehen. „Wenn wir den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt umkehren und die Klimakrise verhindern wollen, müssen wir die Wälder und die dort lebenden Arten schützen."

Von Sonja Fröhlich/RND

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