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Wissen Alexander von Humboldt: Ein Name, viele Patenschaften
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12:49 14.09.2019
Ein Denkmal für Alexander von Humboldt steht vor dem Eingang der nach ihm benannten Humboldt-Universität in Berlin. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
Berlin

Sein Name hat Weltruf. Alexander von Humboldt (1769-1859) diente immer wieder als Namensgeber - etwa für Städte, Landkreise, Naturparks und Gebirge. Auf dem Mond ist eine Tiefebene nach ihm benannt - das Mare Humboldtianum - und auch ein Asteroid trägt seinen Namen. Am 14. September jährt sich sein 250. Geburtstag. Ein würdiger Anlass, um sich einen Überblick über die zahlreichen Namenspatenschaften des Naturforschers zu verschaffen.

Tiere und Pflanzen, die nach Alexander von Humboldt benannt sind

Auf den Spuren Alexander von Humboldts bereiste der junge Biologe Franz Julius Ferdinand Meyen in den 1830er Jahren den Südpazifik. Als erster beschrieb er einen von Humboldt selbst nur kurz erwähnten Vogel. Der vor der peruanischen Küste heimische Brillenpinguin bekam den Namen Spheniscus humboldti - Humboldt-Pinguin. Auch Fledermaus-, Meeresschnecken- und Blutparasitenarten tragen den Namen Humboldts.

Lilien, Orchideen, Veilchen - auch mindestens ein Dutzend Pflanzen und Pilze tragen den Beinamen "humboldtii". Jetzt ist eine Neuzüchtung hinzugekommen: Die rot blühende Kleinstrauchrose gilt als insektenfreundlich und erhielt im Sommer 2018 offiziell den Namen "Alexander-von-Humboldt-Rose".

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Vom Forschungs- bis zum Restaurantschiff

Container-Pötte, Kreuzfahrtriesen, Forschungsschiffe - der Weltreisende Humboldt war immer wieder Namenspate. Die vor allem aus der Werbung bekannte Drei-Mast-Bark "Alexander von Humboldt" hatte schon 80 Jahre als Feuerschiff auf dem Buckel, als sie in den 1980er Jahren als Segelschulschiff mit markant grünen Segeln ein zweites Leben auf den Weltmeeren begann. Inzwischen liegt sie dauerhaft als Restaurantschiff in Bremen.

Ehrung für Wissenschaftler

Wissenschaftliche Einrichtungen beziehen sich mit ihren Auszeichnungen gern auf den Naturforscher Alexander von Humboldt. Die Humboldt-Gesellschaft, gegründet 1962 in Mannheim, will im Gedenken an beide Brüder Brücken schlagen zwischen Wissenschaften, Künsten und Bildung. Ihre "Goldene Medaille" wird in unregelmäßigen Abständen für "hervorragende wissenschaftliche Leistungen oder ein herausragendes Lebenswerk" vergeben. Die letzten Preisträger: Klaus-Dieter Lehmann, der Präsident des Goethe-Instituts (2017) und der Theologe und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer (2014).

Humboldt-Hochschulen, und ein Schloss

Erdacht hat die Berliner Universität mit ihrer engen Verbindung von Forschung und Lehre einst der Diplomat und Sprachwissenschaftler Wilhelm von Humboldt - aber ihren heutigen Namen Humboldt-Universität (HU) erhielt sie erst 1949. Dabei wurde auf beide Humboldt-Brüder verwiesen, den preußischen Bildungsreformer Wilhelm und den Forschungsreisenden Alexander. Dutzende Schulen und Universitäten in aller Welt berufen sich auf die gleichen Traditionen.

Im Norden Berlins steht das Schloss Tegel - die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt sind dort aufgewachsen. Der Ältere ließ das Haus Anfang des 19. Jahrhunderts vom preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel klassizistisch umbauen. Heute beherbergt es ein Humboldt-Museum. Ein deutlich größerer Bau entsteht gerade in der Mitte der deutschen Hauptstadt: Hinter teils historisch nachgebildeter, teils in moderner Schlichtheit gehaltener Fassade entsteht das moderne "Humboldt-Forum im Berliner Schloss". Es soll Platz für Museen und Ausstellungen schaffen.

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RND/dpa

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