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Wissen Ein Apfel enthält mehr als 100 Millionen Bakterien – und das ist gut so
Nachrichten Wissen Ein Apfel enthält mehr als 100 Millionen Bakterien – und das ist gut so
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12:27 29.07.2019
Forscher untersuchen Äpfel der Sorte „Arlet“. Quelle: picture alliance / DUMONT BildarArlet
Graz

Es klingt vielleicht erst mal unappetitlich: Ein typischer Apfel enthält mehr als 100 Millionen Bakterien. Tatsächlich sind sie allerdings ziemlich wichtig für die Darmgesundheit. Das fanden nun Forscher der Technischen Universität Graz heraus. Das Team untersuchte Äpfel der Sorte „Arlet“ auf ihren deren Bakteriengehalt. Die eine Hälfte waren Bio-Äpfel, die andere konventionelle Supermarkt-Äpfel. Die Ergebnisse wurden im Journal „Frontiers in Microbiology“ veröffentlicht.

Das Ergebnis: Hotspots der Bakterien waren die Samen und das Fruchtfleisch. „Die Bakterien, Pilze und Viren in unserer Nahrung besiedeln vorübergehend unseren Darm“, erklärt Biologin Gabriele Berg, die die Studie mitbetreut hat. Die Mikroorganismen seien wichtig für eine gesunde Darmflora. „Das Kochen tötet die meisten davon ab, deshalb ist rohes Obst und Gemüse eine besonders wichtige Quelle für Mikroorganismen im Darm“, so Berg.

Unterschied: Bio und Supermarkt-Äpfel

Im Vergleich zwischen Bio-Äpfeln und konventionellen Supermarkt-Äpfel, wiesen frisch geerntete, biologisch bewirtschaftete deutlich vielfältigere Bakteriengemeinschaften auf, erklärt die Wissenschaftlerin. Bio-Äpfel beherbergen demnach einen anderen Mikrobenmix als konventionell angebaute Früchte. Damit sei der Bio-Apfel besser – zumindest für den Darm.

In konventionellen Äpfeln stießen die Forscher unter anderem – wenn auch in geringen Mengen – auf Bakterien der Gattung Shigella, die teilweise Durchfall verursachen können. In den untersuchten Bio-Äpfeln fanden sie solche Bakterien nicht. Dass Bio-Äpfel weniger krankheitserregende Bakterien enthielten, führten die Wissenschaftler auf die größere Mikrobenvielfalt zurück: Sie stechen sie einfach aus.

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Von RND/ame/dpa

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