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Nachrichten Wissen Falschgeld erkennen: So prüfen Sie Scheine und Münzen richtig
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19:46 21.05.2019
Falschgeld sieht echtem Geld auf dem ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Mit einigen Ticks kann man Fälschungen aber leicht erkennen. Quelle: Robert Michael/ZB/dpa
Berlin

Ab dem 28. Mai werden in den Euroländern druckfrische 100- und 200-Euro-Scheine ausgegeben. Neue Sicherheitsmerkmale auf den Noten sollen für eine bessere Fälschungssicherheit sorgen, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Denn noch wird immer wieder Falschgeld in den Umlauf gebracht. Doch wie lässt sich überprüfen, ob es sich um echte Banknoten handelt?

3,4 Millionen Euro Falschgeld 2018 festgestellt

Im Jahr 2018 hat die Deutsche Bundesbank rund 58.000 falsche Banknoten im Wert von rund 3,4 Millionen Euro festgestellt. Damit war zwar 20 Prozent weniger Falschgeld als noch im Jahr zuvor im Umlauf, jedoch wollen Europas Währungshüter mit den neuen 100- und 200-Euro-Scheinen den Fälschungsschutz weiter verbessern. Stück für Stück wurden die alten Euro-Banknoten durch eine zweite Serie ersetzt. Die neue Generation ist mit der Einführung der 100- und 200-Euro-Scheine komplett.

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Falsche Banknoten erkennen: Bargeld zunächst fühlen

Um Falschgeld zu erkennen, sollte man die Banknote zunächst abtasten. Die Banknote sollte sich griffig und fest anfühlen, so wie andere Banknoten auch, erklärt der Bankenverband. Einfache Fälschungen können schon allein so recht schnell erkannt werden. Auf der Vorderseite sollten bei echten Banknoten die hervorgehobenen Teile des Druckbildes zudem als Relief zu fühlen sein. Auch auf die Schraffuren an den rechten und linken Rändern sollte man achten.

Im Gegenlicht auf Wasserzeichen achten

Im nächsten Schritt sollte man die Banknote am besten gegen ein Licht halten. Im Gegenlicht sind Sicherheitsfaden und Wasserzeichen sichtbar. Das Wasserzeichen besteht aus drei Teilen: der mythologischen Gestalt Europa, dem Hauptmotiv und der Wertzahl. Im silbernen Hologrammstreifen befindet sich ab dem 20-Euro Schein ein transparentes Fenster, in dem das Europa-Portrait zu sehen ist.

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Smaragdzahl verändert beim Kippen der Banknote die Farbe

Zuletzt kann die Banknote mit einer Kippbewegung aus dem Handgelenk überprüft werden. Dabei verändert die Smaragdzahl auf der Vorderseite ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Sie erzeugt dabei den Effekt, dass sich ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Bei den neuen 100- und 200-Euro-Scheinen sind in der Smaragdzahl kleine Euro-Symbole zu sehen. Ebenfalls neu: Das Satellitenhologramm oben im silbernen Streifen zeigt kleine Euro-Symbole, die sich um die Wertzahl bewegen.

Münzen auf Echtheit prüfen

Falsche Münzen sind zwar seltener, jedoch konnten laut der Deutschen Bundesbank 2018 rund 33.000 festgestellt werden. Daher lohnt es sich auch, bei Verdacht Münzen zu überprüfen. Dazu kann man zunächst auf das Münzbild achten: Bei echtem Geld tritt es deutlich abgegrenzt hervor. Fälschungen wirken hingegen eher verschwommen und weisen oft Unebenheiten auf, informiert die Deutsche Bundesbank auf ihrer Homepage.

Zudem weicht die Tönung meist von echten Münzen ab. Die Randprägungen sind bei falschen Münzen häufig unvollständig oder unregelmäßig, wohingegen sie bei echten Exemplaren gestochen scharf sind. Zur Sicherheit kann man die Echtheit mit einem Magneten prüfen: Fälschungen haften meist entweder gar nicht oder sehr fest am Magneten. Echte Münzen erkennt man daran, dass sie schwach magnetisch sind.

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Polizei warnt: Falschgeld nicht weiterverbreiten

Wer Falschgeld bekommen hat, sollte es der Polizei übergeben. Die polizeiliche Kriminalprävention warnt davor, falsches Bargeld an andere Personen weiterzugeben: In dem Fall setzt man sich dem Risiko aus, wegen Falschgeldverbreitung bestraft zu werden. Das gilt auch, wenn man die Banknoten oder die Münzen wieder an den Menschen zurückgeben möchte, von dem man es bekommen hat. Damit die Fingerabdrücke des Täters nicht vernichtet werden und keine weiteren Menschen das Geld anfassen, rät die polizeiliche Kriminalprävention auf ihrer Website, die falschen Scheine oder Münzen in einen Briefumschlag zu packen.

Von RND/bk

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