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Wissen Gartenmonat September: Diese Arbeiten im Garten sind jetzt wichtig
Nachrichten Wissen Gartenmonat September: Diese Arbeiten im Garten sind jetzt wichtig
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11:59 08.09.2019
Für Tierfreunde: Im September machen sich Igel auf die Suche nach Winterquartieren. Diese können vom Gartenbesitzer angelegt werden.
Hannover

Nach der Hitze des Sommers kündigen die ersten kühlen Nächte den beginnenden Herbst an. Und auch im grünen Reich vollzieht sich wieder einmal eine beeindruckende Verwandlung: Allmählich tauchen an Blättern von Bäumen und Blumen leuchtende Gelb-, Orange- und Rottöne auf. Im morgendlichen Tau verzaubern filigrane Spinnweben den Betrachter. Spätblühende Stauden wie Herbstastern, Dahlien und Herbstanemonen geben in den Blumenbeeten den Ton an. Zu tun gibt es für Hobbygärtner zu dieser Jahreszeit im Ziergarten eine ganze Menge – vor allem „zukunftsweisende Maßnahmen“ stehen jetzt an: Nicht nur lässt sich mit den reichlich anfallenden Gartenabfällen der Kompost „füttern“ und damit der Grundstein für eine üppige Blütenpracht im nächsten Jahr legen. Auch sollten jetzt beispielsweise zweijährige Sommerblumen wie Tausendschön, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht ausgesät werden. Zwiebel- und Knollengewächse wie Schneeglöckchen, Lilien, Krokusse wandern im September ebenfalls in den Boden.

Staudenpflege: Verjüngen und teilen für den nächsten Auftritt

Vor allem aber ist jetzt die Zeit, im Frühjahr blühende Stauden wie Tränendes Herz oder Blaukissen in den Blick zu nehmen. Sie sollten nun geteilt werden. Das bringt gleich zwei Vorteile mit sich: Einerseits können Gartenfreunde so ihre Pflanzen kostengünstig vermehren. Andererseits sorgt das Teilen dafür, dass die Stauden verjüngt und somit blühfreudiger werden. Hobbygärtner, die Insekten und Vögeln in der kommenden kalten Jahreszeit Rückzugsmöglichkeiten und Nahrung bieten wollen, verzichten jetzt übrigens auf einen Rückschnitt der Stauden. Lediglich kranke und unansehnliche Pflanzenteile werden entfernt. Wie immer gibt es auch hier Ausnahmen: So werden beispielsweise die einst so prächtigen Stauden-Pfingstrosen dicht über dem Boden abgeschnitten, sobald Stängel und Blätter braun werden und sich ab Ende des Monats in den Boden zurückziehen. Das verhindert eine mögliche Ausbreitung von Pilzen.

Auch interessant: Krokusse und Herbstzeitlose für den Herbst pflanzen

Immergrüne: Kein Problem beim Umpflanzen

Immergrüne Pflanzen wie Rhododendron, Ilex oder Koniferen haben im September ihr Wachstum eingestellt, können bei Bedarf problemlos umgesetzt werden. Besonders gut geeignet ist dieser Zeitpunkt, weil ihre Wurzeln noch vor dem ersten Bodenfrost wachsen und die Pflanze schon im Winter mit Wasser und Nährstoffen versorgen können. Trotzdem sollten Hobbygärtner beim Ausbuddeln darauf achten, so viele feine Wurzeln wie möglich an der Pflanze zu belassen.

Zum Thema: Immergrüne auch im Herbst und Winter einpflanzen

Igel-Quartiere aufbauen: Kleine Gartenbesucher suchen Bleibe für Winter

Mit ein bisschen Glück bekommen Gartenbesitzer in diesen Tagen einen ziemlich scheuen, dafür umso nützlicheren kleinen Besucher in ihrem grünen Paradies zu sehen: Ab September nämlich machen sich Igel auf die Suche nach einem geeigneten Quartier für die kalten Tage. Außerdem sorgen sie sich nun darum, noch einmal kräftig die Fettreserven aufzustocken. Wer möchte, dass die stacheligen und nachtaktiven Jäger auch im kommenden Jahr Nacktschnecken, gefräßige Raupen und Käfern den Garaus machen, sollte den Nützlingen an einer geschützten Stelle unter Sträuchern einen Unterschlupf aus einer mit trockenem Laub gefüllten, umgedrehten Obstkiste zur Verfügung stellen.

Nicht nur in den Blumenbeeten steht im September Arbeit an. Alle Hände voll zu tun bekommen jetzt auch die Gemüse- und Obstgärtner: Äpfel, Birnen, Herbsthimbeeren, Brombeeren, Walnüsse und Haselnüsse können geerntet werden. Auch die saftigen, vitaminreichen Holunderbeeren sind nun reif. Gefüllt werden können die Vorratskammern zudem mit Spätkartoffeln, Möhren, Bohnen und Herbstkohl. Knackfrisch auf den Tisch kommen außerdem Salate, Radieschen und Lauch.

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Rhabarber pflanzen: Grundstock für das nächste Gartenjahr legen

Wer im nächsten Jahr leckeren Kompott oder Kuchen aus Rhabarber zaubern möchte, sollte das pflegeleichte Stangengemüse jetzt pflanzen. Rhabarber benötigt einen halbsonnigen bis sonnigen Standort und tiefgründigen Gartenboden. Erfahrene Gärtner graben vor dem Pflanzen den Boden etwa 70 Zentimeter tief um, füllen das Pflanzloch dann mit einem Mix aus Gartenerde, Kompost und Hornspänen auf. Und sie wissen: Rhabarber braucht relativ viel Platz, mindestens ein Quadratmeter Fläche sollte also eingeplant werden. Übrigens: Spätestens alle zehn Jahre muss Rhabarber umgesetzt und bei der Gelegenheit geteilt werden – auch dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

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Kräuter ernten: Ätherische Öle in frühen Morgenstunden

Mit dem langsamen Einzug des Herbstes wird es für Hobbygärtner Zeit, vor dem endgültigen Verwelken noch einmal einjährige Kräuter wie Petersilie und Pfefferminze zu ernten. Erfahrene Gärtner ernten übrigens in den frühen Morgenstunden, sobald der Morgentau abgetrocknet ist. Dann nämlich enthalten die würzigen Pflanzen mehr ätherische Öle. Geeignet sind scharfe Küchenmesser oder Bypass-Scheren mit schmalen, geraden Klingen, mit denen ganze Triebe einige Zentimeter über dem Boden abgeschnitten werden können. Anschließend werden die Blätter abgestriffen und getrocknet.

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Beerensträucher: Herbst ist perfekter Pflanzzeitpunkt

Für die meisten Beerensträucher wie Brombeeren und rote Johannisbeeren ist der Herbst der perfekte Pflanzzeitpunkt. Dabei freuen sich die Gewächse über einen humosen, tiefgründigen Boden. Gartenexperten stellen die Sträucher übrigens vor dem Einpflanzen für einige Stunden in Wasser. Und verpassen der Pflanze zudem einen so genannten Pflanzschnitt, bei dem die Triebe mit einer sauberen und scharfen Schere um etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden.

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Neuen Rasen anlegen: Schnelles Keimen der Samen

Wer seinem grünen Reich einen neuen Rasen verpassen möchte, sollte dies gleich zu Beginn des Monats machen: Meist gehören jetzt nämlich tropische Temperaturen und Trockenheit der Vergangenheit an. Dennoch ist der Boden noch warm genug, damit Gräsersamen schnell keimen können. Aber auch sonst ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Rasenpflege: Beim Mähen sollte darauf geachtet werden, dass die Halme etwa fünf Zentimeter lang bleiben – so haben die Wurzeln einerseits einen natürlichen Kälteschutz bei eventuell sinkenden Temperaturen. Andererseits kann der Rasen nicht faulen. Zudem sollten Hobbygärtner staunasse Bereiche im Rasen mit einer Grabgabel lüften. Das sorgt für eine optimale Zufuhr der empfindlichen Graswurzeln mit Sauerstoff, Wasser und Nährstoffen.

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Im Pflanz- und Saatkalender sehen Sie, was wann in den Boden kann.

Von Julia-Marie Meisenburg/RND

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