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12:04 14.11.2018
Süßigkeiten wie Macarons mit lustigen und gruseligen Gesichtern sind zu Halloween sehr beliebt. Quelle: dpa
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Hannover

Es ist noch nicht lange her, da war der 31. Oktober hierzulande vor allem als Reformationstag bekannt. Seit Anfang der Neunziger aber kennen viele den letzten Tag im Oktober nur noch unter dem Namen „Halloween“. Die Geschichte dieses „Feiertags“ ist bekannt: Die katholischen Iren brachten das Brauchtum um „All Hallows’ Eve“, den Abend vor Allerheiligen, als Einwanderer in die USA, wo es zu einem religionsübergreifenden Happening weiterentwickelt wurde, um später als kommerzielles Kinderfest nach Europa reimportiert zu werden. Inzwischen ist es auch bei uns üblich, dass am 31. Oktober kleine Monster und lustige Geister durch die Straßen huschen und von Tür zu Tür gehen und um „Süßes oder Saures“ betteln. Dabei prägt Halloween nicht nur den Inhalt von Verkleidungskisten und die herbstliche Deko (kaum eine Tür mehr ohne ausgehöhlten Kürbis davor), sondern auch die Küche. Besonders beim Süßkram geht es dieser Tage möglichst gruselig, klebrig, bunt und ungesund zu, wie uns drei Foodbloggerinnen mit ihren schaurig-schönsten Halloween-Rezepten verraten.

Halloween-Rezept für Oreo-Grabstein-Dessert

Das Halloween-Dessert aus Oreo-Keksen erinnert an einen Friedhof. Quelle: privat

So geht’s: Die gefrorenen Himbeeren kurz in der Mikrowelle auftauen lassen. Anschließend gründlich durch ein Sieb streichen. Die Himbeermasse mit Speisestärke, Zucker, Vanille und Wasser in einen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen und eindicken lassen. Den Topf vom Herd nehmen und bei gelegentlichem Rühren abkühlen lassen. Die Zartbitterschokolade zerkleinern und über einem Wasserbad langsam zum Schmelzen bringen. Anschließend etwas abkühlen lassen. Ein bis zwei Esslöffel der geschmolzenen Schokolade in einen Gefrierbeutel geben. Eine ganz kleine Ecke des Gefrierbeutels abschneiden und damit die Kekse („Grabsteine“) mit „RIP“ (übersetzt: Ruhe in Frieden) beschreiben und anschließend trocknen lassen.

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Für die Creme wird das Innere von 100 Gramm Oreo-Keksen herausgelöst. Dazu die Kekse auseinanderdrehen, die weiße Füllung mit einem Messer abkratzen, zusammen mit dem Joghurt und dem Frischkäse in eine Rührschüssel geben und glatt rühren. Die reinen Kekse in einem Mixer fein zerkleinern und beiseitestellen. In einer weiteren Rührschüssel die Sahne zusammen mit Sahnesteif, Puderzucker und Vanille steif schlagen. Den Rest der geschmolzenen Schokolade unterrühren. Die Schokosahne vorsichtig unter die Frischkäse-Joghurt-Creme heben. Danach die restlichen 50 Gramm Oreo-Kekse mit einem Messer grob zerkleinern und ebenfalls unterheben. Die Creme auf Dessertgläser aufteilen, die Himbeermasse darauf verteilen und mit Oreo-Krümeln toppen. Zuletzt das Dessert mit je einem Grabstein und ein paar Zuckerblumen verzieren. Bis zum Verzehr kühl stellen, mindestens jedoch zwei Stunden.

das wird für 4 Portionen gebraucht: für den Fruchtspiegel: 150 g Himbeeren, tiefgekühlt, 10 g Speisestärke, 10 g Zucker, 1 Prise gemahlene Vanille, 50 ml Wasser; für die Creme: 100 g Zartbitterschokolade, 150 g Oreo-Kekse, 100 g Frischkäse, 150 g Joghurt, 200 g Sahne, 1 Päckchen Sahnesteif, 10 g Puderzucker, 1 Prise gemahlene Vanille; für die Deko: 4 Kekse nach Wahl, Zuckerblumen

Über die Autorin

„Halloween spielt sich bei mir vor allem in der Küche ab: Ich liebe es, gruselige Snacks oder angsteinflößenden Süßkram zu kreieren – und damit Familie und Freunden eine Freude zu machen.“ Quelle: privat

Für Sarah Böhme sind Backen und Kochen pure Entschleunigung: „Es gibt nichts, wo ich besser abschalten und herunterkommen kann“, sagt die 27-Jährige aus Ludwigsburg. Ob neue Kreationen oder bewährte Klassiker, ob herzhaft oder süß: Damit mehr als nur Kaffeegäste und Familienmitglieder in den Genuss ihres Hobbys kommen, hat Böhme die Seite www.ofenliebe-blog.de gegründet. Hier präsentiert die Zweifachmama ihre gesammelten Rezepte und Küchenerfahrungen.

Halloween-Rezept für Baiser-Geister

Die süßen Halloween-Geister aus Baiser schmecken kleinen und großen Naschkatzen. Quelle: privat

So geht’s: Den Backofen auf 100 °C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß zusammen mit Salz und Zitronensaft steif schlagen, bis es schnittfest ist und Spitzen zieht. Anschließend den gesiebten Puderzucker nach und nach unter den Eischnee rühren, bis alles vermischt ist und die Masse schön glänzt. Die Masse nun in einen Spritzbeutel mit relativ großer Lochtülle geben und auf das Backblech jeweils erst einen großen, darauf einen mittleren und obenauf einen kleinen Klecks spritzen und den Spritzbeutel nach oben abziehen, sodass ein kleiner Zipfel entsteht. Danach die Gespenster im vorgeheizten Ofen bei 100 °C etwa 85 Minuten trocknen und anschließend abkühlen lassen. Die Baiser-Geister waren lang genug im Ofen, wenn die Oberfläche nicht mehr klebt und es sich hohl anhört, wenn man leicht darauf klopft. Aber Achtung: Sie dürfen nicht zu lange im Ofen bleiben und braun werden, sondern sollen gespensterweiß bleiben.

Zuletzt mithilfe eines dünnen Pinsels mit schwarzer Lebensmittelfarbe oder geschmolzener dunkler Schokolade vorsichtig verschiedene Gesichter auf die Geister malen.

das wird gebraucht für etwa 12 Stück: 1 kaltes Eiweiß (etwa 30 g), 50 g Puderzucker (fein gesiebt), 1 Prise Salz, 1 Spritzer Zitronensaft, schwarze Lebensmittelfarbe (oder dunkle Schokolade), ein feiner, sauberer Pinsel

Über die Autorin

„Um ehrlich zu sein: Ich feiere lieber Karneval als Halloween. Das ist hier im Rheinland einfach die größere Nummer. Aber ich mag es, zu bestimmten Anlässen kreativ zu werden, so auch zu Halloween: Da werden bei mir aus normalen Keksen schaurige Mumien-Cookies oder aus einfachen Baisers ein paar gruselige Baiser-Geister.“ Quelle: privat

„Warum tolle Rezepte für mich behalten, wenn man auch anderen damit das Leben versüßen kann?“ Die Antwort auf diese Frage gab sich Janine Strelow 2012 mit ihrem Blog www.schninskitchen.de selbst. Seither hüpfe jedes Mal ihr Bloggerherz, wenn jemand eine ihrer Kreationen nachbacke, erklärt die 38-Jährige aus Ratingen bei Düsseldorf. Backen ist für sie wie Yoga: „Es entspannt mich.“ Außerdem hätte sie sich schon als Kind am liebsten nur von Kuchen ernährt.

Halloween-Rezept für Rice Creepy Treats

Marshmallows und Rice Krispies bilden die Grundlage für diese schaurig-schönen Halloween-Süßigkeiten. Quelle: PicasaPicasa

So geht’s: Die Butter wird bei mittlerer Hitze in einem beschichteten Topf geschmolzen. Dann gibt man unter Rühren die Marshmallows und das Vanillearoma hinzu. Wenn die Marshmallows zu schmelzen beginnen, kann auch die Lebensmittelfarbe untergerührt werden. Zuletzt gibt man die Rice Krispies hinzu. Nun den Topf vom Herd ziehen und rühren, bis die Rice Krispies komplett von der Marshmallow-Masse bedeckt sind. Die Masse ist in diesem Stadium sehr klebrig und zieht Fäden – deshalb nimmt man am besten zwei eingefettete Löffel, um kleine Portionen auf ein Backpapier zu setzen. Sobald die Treats abgekühlt sind, kann man sie mit den Händen nachformen und mit bunten Streuseln und Zuckeraugen verzieren. Wie viele Augen die Monster haben sollen (ob eins, drei oder fünf), ist dabei jedem selbst überlassen.

das wird gebraucht: 20 g Butter, 100 g Marshmallows, etwas Vanillearoma, 75 g Rice Krispies (oder gepufften Vollkornreis), Lebensmittelfarbe (z. B. Lila), Streusel (z. B. grüne), Zuckeraugen

Über die Autorin

„Halloween steht bei mir nicht ganz oben auf der Agenda, aber in Gesellschaft der richtigen Freunde macht es durchaus Spaß, sich zu verkleiden und einen lustigen Abend zu verbringen. Gemeinsam gruselt es sich schließlich am besten. Wenn Halloween gefeiert wird, sollten allerdings auch die Snacks dem Anlass entsprechend sein – also möglichst schaurig bunt, klebrig, sauer oder süß. Meine Rice Creepy Treats passen da genau ins Schema.“ Quelle: privat

Früher dachte Katharina Karpenkiel-Brill, die Küche sei nicht ihr Territorium – bis sie ihre Leidenschaft fürs Backen entdeckte. Ob raffinierte Cookies oder feine Torten: Dass sie sich in Sachen Backwerk auskennt, beweist die 28-Jährige seit 2012 auf ihrem Blog www.missblueberrymuffin.de. Das Schwierigste, das die Kielerin je gebacken hat, war eine zweistöckige, blumenreiche Fondanttorte für den 50. Geburtstag ihrer Mutter. „Da saß ich ein ganzes Wochenende dran.“

Von Sophie Hilgenstock