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Wissen Reisen mit dem Wohnmobil: So viel Zuladung ist erlaubt
Nachrichten Wissen Reisen mit dem Wohnmobil: So viel Zuladung ist erlaubt
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10:36 19.06.2019
Auch für längere Reisen sollte man sein Wohnmobil nicht überladen. In vielen Ländern droht sonst ein hohes Bußgeld. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Für den Urlaub mit dem Wohnmobil möchte jeder genügend Proviant und Ausstattung mitnehmen. Das praktische am Reisemobil ist ja, dass Reisende viel Gepäck mit in die Ferienzeit nehmen können. Allerdings kann es auch schnell zu viel werden: Ein überladener Camper kann die Fahrstabilität negativ beeinträchtigen und in vielen europäischen Ländern hohe Busgelder nach sich ziehen. Deswegen heißt es auch beim Packen für den Urlaub mit Wohnmobil: Manchmal ist weniger mehr.

Reisen mit dem Wohnmobil: Viele Gefahren durch zu hohes Gewicht

Nur die wenigsten Besitzer eines Reisemobils sind sich bewusst, wie viel Zuladung ihr Wohnmobil überhaupt mitmacht. Denn dazu muss man auch das Gewicht der Küchenutensilien oder der Campingstühle kennen. „Laut einer Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer sind mehr als die Hälfte aller Camper mit zu hohem Gewicht unterwegs“, schreibt der ADAC in Nordrhein-Westfalen. Das kann schwerwiegende Folgen haben, denn ein überladenes Wohnmobil kann die Reifen überlasten oder gar zum Platzen bringen. Das zu hohe Gewicht kann den Bremsweg enorm verlängern, wodurch es zu schweren Unfällen kommen kann. Zudem nimmt die Fahrstabilität ab.

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Hohe Bußgelder für überladene Wohnmobile

„Wer sein Wohnmobil überlädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit“, heißt es vom ADAC. Je nachdem, wie sehr die Zuladung des maximal erlaubte Gewicht übersteigt, drohen in Deutschland Bußgelder von bis zu 235 Euro und ein Punkt in Flensburg. Zudem kann die Polizei die Entladung des Wohnmobils anordnen, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet ist. In Europa können für überladene Reisemobile sogar Strafen im vierstelligen Bereich anfallen.

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Informationen zum Leergewicht in Zulassungsbescheinigung

Der zulässige Gesamtgewicht für Wohnmobile liegt für gewöhnlich bei 3,5 Tonnen. Wer genau wissen will, wie viel Zuladung im Camper erlaubt ist, muss zunächst das Gewicht des leeren Fahrzeugs kennen: Im Wohnmobil steht das Leergewicht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 im Feld G, so der ADAC. Diese Gewichtsangabe berücksichtigt nur das Fahrzeug selbst, Bordwerkzeug, Wagenheber, Warndreieck und ein zu 90 Prozent gefüllter Tank. Zudem wird im Leergewicht noch 75 Kilogramm als Gewicht des Fahrers darauf gerechnet. Im Feld F1 oder F2 steht auch das zulässige Gesamtgewicht.

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Zuladung des Wohnmobils berechnen

Der ADAC bietet auf seinem Camping-Blog einen Beladungsrechner für Camper an. Dort gibt man unter anderem das Leergewicht des Fahrzeugs, sowie die Beladung und das Gewicht der Mitfahrer ein. Der Rechner orientiert sich an der Europäischen Norm 1646-2, die die maximale Zuladung anhand einer Faustregel festlegt. Einen allgemeingültigen Wert für die Zuladung gibt es nicht. Damit man das Wohnmobil nicht überlädt und Bußgelder riskiert, sollte man also individuell nachrechnen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich aber nicht nur auf die Rechnung verlassen und das voll beladene Fahrzeug vor der Reise wiegen lassen. Das Gewicht lässt sich auf einer speziellen Waage in einer Mülldeponie oder einer Prüforganisation messen, informiert der ADAC.

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Tipps zur Beladung von Wohnmobilen

Nicht nur das Gewicht, sondern auch die Verteilung der Beladung im Wohnmobil ist wichtig, damit es auf der Fahrt keine Probleme gibt. Grundsätzlich gibt der Grundriss vom Wohnmobil die Staumöglichkeiten an. Leichtes Gepäck kann unter dem Dach verstaut werden, schwerere Ladung sollte hingegen möglichst in Achsnähe legen, so dass der Schwerpunkt im Wohnmobil stimmt, sagt der ADAC. Zudem könne man für viele Wohnmobile die Achslasten auflasten, damit das zulässige Gesamtgewicht erhöht wird. Wenn das Wohnmobil dennoch überladen ist, muss man das Fahrzeug wohl oder übel von Ballast befreien.

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Von RND/bk

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