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Nachrichten Wissen Stiftung Warentest: Ketchup von Heinz nur „befriedigend“
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13:42 24.04.2019
Die Stiftung Warentest hat 19 Ketchup-Sorten getestet. Quelle: stockphoto-graf - stock.adobe.com
Berlin

Ketchup besteht häufig aus Tomatenmark, in vielen Produkten ist aber auch Zucker die zweitwichtigste Zutat. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest („test“, 5/2019). Von 19 getesteten Produkten schnitten insgesamt 14 Ketchups gut ab. Neben dem Geschmack prüften die Tester die Produkte auch auf Schadstoffe, Pestizide und Schimmelpilze. Und sie achteten auf den Zuckergehalt. Dabei variierte die Zuckermenge deutlich – zwischen 14 und 27 Gramm pro 100 Milliliter. Da Ketchup aber meist nur in geringen Mengen auf den Teller kommt, ist der Zuckergehalt nicht so ausschlaggebend.

Kinder-Ketchup: Auch herkömmlicher Ketchup ist geeignet

Nach Angaben der Tester wirken sich gezuckerte Getränke oder fettiges Essen viel mehr auf den eigenen Zucker- und Kalorienverbrauch aus. Ein Beispiel: Fünf Rostbratwürstchen haben im Schnitt rund 360 Kilokalorien. Wer einen halben Liter fertige Apfelsaftschorle trinkt, nimmt etwa 30 Gramm Zucker auf. Mit zwei Esslöffeln vom süßesten Ketchup kamen die Tester auf 36 Kilokalorien und 8,1 Gramm Zucker.

Spezielle Kinder-Ketchups, die teils Agavendicksaft statt Zucker enthalten, müssen Familien nach Auffassung der Warentester nicht kaufen. Die Produkte für die Kleinen enthalten kaum weniger Kalorien, waren aber häufig teurer als herkömmlicher Ketchup, der für Kinder genauso gut geeignet ist.

Pflanzenstoff Lykopin macht Tomaten gesund

Tomaten sind ein Allround-Talent. Sie enthalten viel Vitamin C, A und B, sowie Magnesium, Kalium und Folsäure. Der enthaltene Pflanzenstoff Lykopin, der zu der Klasse der Karotinoide zählt, macht die Tomaten rot und sehr gesund. Lykopin schützt die Haut vor UV-Licht und vor freien Radikalen. Optimal nutzbar ist das Lykopin, wenn es leicht erwärmt mit Öl gegessen wird. Auch Tomatenscheiben, die auf die Haut aufgelegt werden, sollen eine wohltuende Wirkung haben und gegen Hautalterung schützen.

Die europäischen Ketchup-Hersteller haben sich übrigens selbst Qualitätsanforderungen auferlegt. Diese schreibt mindestens 6 Prozent Tomatentrockensubstanz vor, das alle von der Stiftung Warentest geprüften Produkte enthielten. Diese Substanz kann aus Parametern wie dem Lykopin-Gehalt ermittelt werden.

Testsieger: Bio-Ketchup von Alnatura

Der Bio-Ketchup von Alnatura überzeugte die Tester vor allen anderen getesteten Ketchup-Sorten. Der Ketchup der Marke Werder Feinkost aus Brandenburg oder die Eigenmarken von Rewe und Lidl schnitten mit der Note gut ab, wie auch weitere neun Produkte anderer Marken Die Produkte der Marke Heinz erhielten im Durchschnitt lediglich die Note „befriedigend“.

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Ketchup ganz einfach selbst machen

Wer Ketchup ohne bedenkliche Zusatzstoffe will, macht ihn am besten selbst: Ein Kilogramm Tomaten waschen, in Würfel schneiden und bei niedriger Hitze eine halbe Stunde köcheln lassen. Anschließend durch ein Sieb in einen zweiten Topf streichen. 100 g Zucker, 200 ml Obstessig, 1 TL Salz und ½ TL Paprikapulver dazugeben und umrühren. Die Masse weitere zwei Stunden köcheln lassen. Wenn der Brei zähflüssig ist, in eine saubere Glasflasche füllen und fest verschließen.

Von RND/dpa

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