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Wissen Studium oder Ausbildung: So treffen Sie die richtige Wahl
Nachrichten Wissen Studium oder Ausbildung: So treffen Sie die richtige Wahl
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18:00 01.07.2019
Keine leichte Entscheidung: Manche Berufswünsche lassen sich mit einem Studium, einer Ausbildung oder einem dualen Studium erfüllen. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Berlin/Bonn

Wer seinen Berufswunsch erfüllen möchte, braucht den richtigen Abschluss. Ärzte haben nur eine Wahl: Sie müssen studieren. Andere Berufe, wie beispielsweise Bankkauffrau oder Krankenpfleger erfordern meist eine Ausbildung. Doch wer etwa in der Tourismusbranche landen möchte, hat mehrere Ausbildungswege zur Auswahl: Studium, Ausbildung oder duales Studium. Welcher Weg ist der beste?

Eine Ausbildung gibt einen guten Überblick in den Betreib

Sandra Warden, Geschäftsführerin vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), würde jungen Menschen zuerst zu einer Lehre raten: „Wer nicht schon praktische Erfahrungen in diesem Bereich hat, zum Beispiel durch längere Praktika oder regelmäßige Ferienjobs, dem empfehlen wir, sich in einer Ausbildung mit der Branche auseinanderzusetzen.“ Auszubildende durchlaufen alle Abteilungen und erhalten einen guten Überblick in die betrieblichen und operativen Abläufe. Betten machen und Bäder putzen - das gehört da genauso dazu wie kaufmännische Tätigkeiten im Büro.

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Die enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis ist für Warden ein Vorteil einer dualen Berufsausbildung. Die Stundenpläne sind ihrer Ansicht nach besser aufeinander abgestimmt als im Studium, wo unter Umständen Inhalte im ersten Studienjahr gelehrt werden, die erst im dritten Jahr der Ausbildung zur Anwendung kommen. Unter Umständen ist auch der Zugang zur Ausbildung leichter. Für die meisten dualen Berufsausbildungen wird formal kein Schulabschluss vorgeschrieben. Dennoch erwarten viele Betriebe mindestens einen Hauptschul- oder Realschulabschluss - oder das Abitur.

Studium wird immer beliebter – aber ist es noch die beste Qualifikation?

Tief in Themen eintauchen zu wollen - das ist laut der Bundesagentur für Arbeit mitunter ein Grund, der für ein Studium spricht. Daneben sollte man für ein Studium ein großes Maß an Disziplin und Selbstorganisation mitbringen. Generell gibt es einen Trend zur Akademisierung. Die Zahl der Studienanfänger ist im letzten Jahrzehnt gestiegen - von rund 1,9 Millionen im Jahr 2007 auf 2,8 Millionen im Jahr 2017, erklärt Hannelore Mottweiler vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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Entsprechend ist ein Hochschulabschluss heute manchmal weniger Wert als früher. Zwar ist er formal die bessere Qualifikation, gerade für leitende Positionen. „Gemäß des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen werden Hochschulabsolventen in eine höhere Stufe eingeordnet“, sagt Mottweiler. Das muss aber nicht zwingend bedeuten, dass jemand mit Hochschulabschluss andere Tätigkeiten ausübt als jemand mit einer Ausbildung. In Branchen wie der Mediengestaltung gebe es mittlerweile so viele Absolventen aus Medien- und Grafikstudiengängen, dass diese immer häufiger Facharbeitertätigkeiten übernehmen. Wer sich für ein Studium entscheidet, sollte vorher zumindest immer ein längeres Praktikum absolviert haben.

Hochschulen für Auslandsaufenthalte die bessere Wahl

Einen wichtigen Unterschied zwischen der Ausbildung und dem Studium gibt es noch: Gerade wer sich für Auslandsaufenthalte während der Ausbildung interessiert, ist an der Hochschule womöglich besser aufgehoben. Dort sind sie oftmals üblicher und besser mit dem Curriculum vereinbar als in einer Ausbildung. Einige Studenten etwa wechseln in der Praxisphase nicht nur den Betrieb, sondern gleich das Land: In großen Hotelketten ist das meist kein Problem. Auch wenn es oft noch mehr Stress bedeutet.

Gerade im Hotelfach sei ein Studium allerdings keine unbedingte Voraussetzung für einen leitenden Posten, sagt Sandra Warden. Wenn man sich die Karrieren der heutigen Hoteldirektoren anschaue, sei es sehr verbreitet, dass sie mit einer Ausbildung zu Hotelfachleuten oder zu Hotelkaufleuten gestartet haben.

Von RND/dpa

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