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Altenburg 16 junge Frauen und Männer erneuern in Altenburg ihr Glaubensbekenntnis
Region Altenburg 16 junge Frauen und Männer erneuern in Altenburg ihr Glaubensbekenntnis
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13:20 12.06.2019
Im schicken Kleid oder schmucken Anzug feierten in der Altenburger Agneskirche 16 junge Leute ihre Konfirmation. Quelle: Jörg Reuter
Altenburg

Die Erneuerung des Glaubensbekenntnisses, das einst der Taufpate für den Säugling abgegeben hat, darum geht es bei der Konfirmation. Und natürlich ist damit auch der Abschied von der Kindheit hin ins Erwachsenenleben verbunden, was seit jeher im Kreise der Familie groß gefeiert wird.

Sinnsuche mit Gottes Hilfe

So auch am Pfingstwochenende, als 16 Schülerinnen und Schüler feierlich konfirmiert wurden. Beinahe bis auf den letzten Platz war die Agneskirche mit Eltern, Großeltern, Onkels und Tanten sowie Geschwistern gefüllt, als gegen 13 Uhr die Konfirmanden im schicken Kleid oder schmucken Anzug eintraten. „Unsere Tochter ist getauft, heute wird sie ihr Glaubensbekenntnis ablegen“, sagte Mutter Mandy Richter-Schönreich vor dem Gottesdienst. Ihre Tochter Leni-Sophie war da noch etwas unsicher, was genau ihr die Konfirmation selbst bedeutet. „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich bin vor allem hier, weil wir uns als Gruppe im Konfirmandenunterricht gefunden haben“, schilderte sie.

Schwanken, zweifeln, hin- und hergerissen sein, das gehört zum Erwachsenwerden, das gehört überhaupt zum Leben. „Es ist eine Kunst, den Lebensweg zu finden“, predigte Jugendpfarrer Andreas Gießler. Wegweiser gebe es heute viele, sagte Gießler zu den jungen Leuten. Nicht zuletzt deswegen sei die Konfirmation nicht aus der Zeit gefallen und mehr als Familienfest und Geschenke, erklärte der Pfarrer später im OVZ-Gespräch. Auf die Jugendlichen stürme heutzutage ein wahres Wirrwarr an Information aus allen Richtungen ein. Dabei den richtigen Weg für das eigene Leben zu finden, sei nicht einfach. „Ich denke, da ist eine christliche Orientierung sinnstiftend“, argumentierte Gießler.

Das Gebot der Liebe als Wegweiser

Darum gehe es ihm auch in den anderthalb Jahren Christenlehre, die vor der Konfirmation liegen und auf den großen Moment vorbereiten. Sein Anliegen sei es, die Heranwachsenden zu mündigen, selbst denkenden jungen Leuten zu erziehen, die ihre eigene Meinung auch zum Glauben entwickeln. Das sei natürlich nicht mit der Konfirmation abgeschlossen. „Ich weiß, Ihr seid noch nicht fertig, aber wer ist schon fertig mit seinem Glauben?“, sagte Andreas Gießler in seiner Predigt zum festlichen Konfirmationsgottesdienst.

Für Karin Pohle, die als Mutter zum dritten Mal die Konfirmation eines Kindes miterlebte, sind die zehn Gebote in jedem Fall eine gute Orientierungshilfe, die sie ihren Kindern gern mitgeben möchte. „Außerdem sind wir eine gläubige Familie, und da gehören Taufen und Konfirmationen einfach dazu“, findet sie und denkt auch an die Feste. Auch das sei bei ihnen Tradition: solche Anlässe groß zu feiern und die Familienbande zu pflegen.

Weniger Konfirmanden als vor zehn Jahren

Dennoch seien es im Vergleich zu vor zehn Jahren weniger Jugendliche, die Konfirmation feiern, so Gießler. „Das ist schon ein Trend. Andererseits sind die Jugendlichen heute sehr eingespannt in Vereinen und Schule. Zusätzlich noch in die Christenlehre zu gehen, das schaffen viele einfach nicht“, weiß der Pfarrer aus seiner Zeit am Spalatin-Gymnasium.

Von Jörg Reuter

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