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Altenburg 2014: Älteste Sparte Thüringens holt das lang ersehnte Gold
Region Altenburg 2014: Älteste Sparte Thüringens holt das lang ersehnte Gold
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10:00 13.12.2017
Dieter Seifert jubelt im Jahr 2014: Die Gartenanlage Bauhof I aus Altenburg erhielt beim Bundeswettbewerb die Goldmedaille. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

An jenen 22. November 2014 erinnert sich nicht nur Dieter Seifert noch, als wäre es erst gestern gewesen. In einem eigens gecharterten Reisebus machte sich vor drei Jahren der heute 74-jährige Vorsitzende der Kleingartensparte „Bauhof I“ mit vielen weiteren Mitstreitern auf den Weg gen Berlin. Dort stand das Finale des 23. Bundeswettbewerbs der Kleingärtner an. Und Seifert wie auch seine ebenfalls ziemlich aufgeregten Mitstreiter waren auf der Mission Gold. „Für uns war diese Qualifikation für das Bundesfinale schon eine riesige Sache. Gerade, weil jeder weiß, wie erfolgreich sich Altenburger Kleingartensparten bei diesem nur aller vier Jahre stattfindenden Bundeswettbewerb und auf den anderen Ebenen im Land schlagen“, sagt Seifert.

So schrieben die Kleingärtner aus der Skatstadt 2014 Wettbewerbsgeschichte. Und nicht nur die Bauhöfler mit ihrer 130-jährigen und damit ältesten Thüringer Anlage, sondern auch die Sparte „Tagessonne“, die sich die ebenfalls bei dem aller zwei Jahre stattfindenden Landeswettbewerb für die Bundesebene qualifizieren konnte. „Und dann wurde das ein voller Erfolg für uns alle“, erinnert sich Dieter Seifert weiter. In ihren historischen Kostümen, die sie anlässlich der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Spartenbestehen bereits getragen hatten, waren die Bauhöfler die Hingucker schlechthin. Und sie holten umjubeltes Gold. Dazu als Krönung: Silber für die „Tagessonne“.

Kleingarten-Regionalverbandschef Wolfgang Preuß merkt man bis zum heutigen Tag die Genugtuung darüber an. „Immerhin wurde 2014 beim Bundeswettbewerb eine Lücke geschlossen“, sagt er. Denn in Sachen Erfolg legen die Altenburger Kleingärtner auch eine erstaunliche Kontinuität hin: „Bei den bislang ausgetragenen zehn Landeswettbewerben holten Altenburger Sparten sieben Siege sowie je einmal Silber, Bronze und einen Sonderpreis“, zählt der 72-Jährige mit sichtlichem Stolz auf. Da sich die Landessieger automatisch fürs große Finale qualifizieren, heißt das, dass bei allen seit 1998 ausgetragenen Bundesfinals Altenburger Kleingärtner dabei waren. „Es ist ja schon ein Riesenerfolg, überhaupt unter die besten 23 von bundesweit insgesamt 16 000 Anlagen zu kommen. Aber dann auch niemals leer auszugehen, ist noch gewaltiger“, sagt Preuß. 1998 holte die „Tagessonne“ einen Sonderpreis und 2002 Silber. 2006 freuten sich die Mitglieder aus dem „Immergrün“ über Bronze, 2010 konnte in der Sparte „Ost“ über Silber sowie einen Sonderpreis gejubelt werden. Und 2014 strahlte gleich Gold und Silber über den Kleingärtnern aus der Skatstadt.

Auch im kommenden Jahr, wenn erneut im Dezember in der Bundeshauptstadt ein Bundeswettbewerb stattfindet, ist Altenburg zum sechsten Mal in Folge vertreten. Denn diesjähriger Landesmeister wurde die Sparte „Glück Auf“. „Man kann sicher viel weniger Schönes über Altenburg sagen. Aber in Sachen Kleingärten ist die Stadt bundesweit Spitze“, meint Preuß. Auf dem zweiten Platz rangiert in dieser Hitliste übrigens Gelsenkirchen mit gerade drei Bundesteilnahmen.

Der „Bauhof I“ bleibt auf der Erfolgswelle. „Mehrfach konnten wir Fernsehteams in unserer Anlage begrüßen. Und unsere 130-Jahr-Feier in diesem Sommer war sogar Ministerpräsident Bodo Ramelow einen Besuch wert“, erinnert sich Dieter Seifert stolz. Ausgeruht haben sich die Pächter in den 55 Parzellen auf ihren Lorbeeren keineswegs. „Ohne die engagierten Mitglieder würde bei uns gar nichts gehen“, ist sich Seifert sicher.

Der Hauptweg mitten durch die Anlage ist das neueste Schmuckstück, das es zum Titelgewinn in Berlin 2014 noch nicht gab. Auch da packten alle Spartenmitglieder entschlossen und freiwillig mit an, als es galt, die Ränder mit Blumen und anderem zu begrünen.

Kommendes Jahr kämpft im Dezember nun die Sparte „Glück Auf“ in Berlin. Nochmals Gold würde Altenburgs Kleingärtnern gut zu Gesicht stehen.

Von Jörg Wolf

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