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Altenburg 75 652 Wahlberechtigte am Sonntag im Landkreis zum Urnengang aufgerufen
Region Altenburg 75 652 Wahlberechtigte am Sonntag im Landkreis zum Urnengang aufgerufen
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19:09 25.10.2019
So sehen die Stimmzettel zur Landtagswahl am Sonntag im Altenburger Land für den Wahlkreis 43 (r.) und 44 (l.) aus. Quelle: Jörg Reuter
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Altenburg

Am Sonntag schaut Deutschland auf Thüringen. Nicht allein deshalb, weil ein neuer Landtag gewählt wird, sondern weil sich angesichts der Umfragen eine äußerst schwierige Regierungsbildung abzeichnet und die Frage beantwortet wird, ob die einzige von einem Linken-Ministerpräsidenten geführte Landesregierung in der Bundesrepublik weitermachen kann oder abgewählt wird. Dabei wird zum siebten Mal ein neuer Landtag seit der Neugründung des Freistaates 1990 gewählt. Es gibt rund 1,73 Millionen Wahlberechtigte, davon rund 75 000 Erstwähler.

Im Altenburger Land sind 75 652 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Dies sind weniger als zur Kommunalwahl im Mai, als 78 195 Bürger an die Urnen gerufen wurden. Dies liegt zum einen daran, dass die 16- bis 18-Jährigen bei der Landtagswahl noch nicht zugelassen sind. Dies trifft auch auf Unionsbürger zu, die aus EU-Staaten stammen und ihren Wohnsitz im Altenburger Land haben.

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753 Wahlhelfer sind in 99 Wahllokalen aktiv

Jeder Wähler hat zwei Stimmen: eine Wahlkreisstimme für die direkte Wahl eines Wahlkreisabgeordneten und eine Landesstimme für die Wahl einer Partei. Der Urnengang wird von 753 Wahlhelfern in 99 Wahllokalen und elf Briefwahlbezirken unterstützt.

Das Altenburger Land ist dabei in zwei Wahlkreise aufgeteilt. Der Wahlkreis 43 umfasst in etwa den Süden und die Westhälfte des Altenburger Landes mit Lucka, Meuselwitz, Verwaltungsgemeinschaft Rositz, Schmölln und Gößnitz. Zum Wahlkreis 44 gehören Altenburg, Nobitz und die Pleißenaue

Zwei Wahlkreise mit 13 Direktkandidaten

Durch die Wahlkreisstimme, die Erststimme auf der linke Seite auf dem Stimmzettel, wird in jedem Wahlkreis ein Abgeordneter direkt gewählt. Als gewählt gilt der Bewerber, der die meisten Stimmen auf sich vereint. Im Wahlkreis 43 gehen Ute Lukasch (Linke), Simone Schulze (CDU), Nick Purand (Grüne), Hartmut Schubert (SPD), Thomas Rudy (AfD), Udo Pick (FDP) und Steffen Heinke (Internationalistisches Bündnis) ins Rennen. Im Wahlkreis 44 sind dies Ralf Plötner (Linke), Christoph Zippel (CDU), Bernhard Stengele (Grüne), Norman Müller (SPD), Marco Thiele (FDP) und Ursula Krause (Menschliche Welt).

Im Landkreis treten 18 Parteien oder Bündnisse an

Die Landesstimme, auch Zweitstimme, wird auf der rechten Stimmzettelhälfte – in grüner Schrift gehalten – abgegeben. Mit dieser Stimme entscheidet sich der Wähler für eine bestimmte Partei oder ein Bündnis. Unter dem jeweiligen Parteinamen sind die ersten fünf Bewerber der Landesliste aufgeführt. Die Landesstimme ist die maßgebende Stimme für die Verteilung der Sitze insgesamt auf die einzelnen Parteien. Insgesamt stehen in den Wahlkreisen 43 und 44 des Altenburger Landes 18 verschiedene Parteien oder Bündnisse zur Wahl.

Alle Ergebnisse ab 21 Uhr

In Altenburg sind 26 429 Wähler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In der Skatstadt gibt es 20 Wahllokale und vier Briefwahlvorstände. Wahlleiter Volker Weise rechnet damit, dass alle Ergebnisse am Sonntag gegen 21 Uhr feststehen, so wie vor fünf Jahren. Die Zeitdauer begründet Weise damit, dass jeder Stimmzettel zweimal ausgewertet werden muss, da sich die Erststimme von der Zweitstimme unterscheiden kann.

Die Wahllokale werden von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wahlberechtigte müssen im Wahllokal ihre Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis vorlegen.

Von Jens Rosenkranz