Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Abschied und Neubeginn: Historischer Moment für Katholiken im Altenburger Land
Region Altenburg Abschied und Neubeginn: Historischer Moment für Katholiken im Altenburger Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:26 13.01.2020
Bischof Heinrich Timmerevers kam nach Altenburg, um die neue Pfarrei zu gründen. Zahlreiche Gemeindeglieder wohnten dem Festgottesdienst bei. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es ist vollbracht. Seit Sonntag sind die beiden Pfarreien des Altenburger Landes offiziell miteinander verschmolzen. Während des Festgottesdienstes in der Katholischen Kirche Altenburg gründete Bischof Heinrich Timmerevers die neue Pfarrei „Erscheinung des Herrn Altenburg“. In ihr gehen die ehemals eigenständigen katholischen Gemeinden Rositz und Altenburg-Schmölln auf. Der liturgischen Neugründung in voll besetzter Kirche mit musikalischer Umrahmung durch den Kirchenchor wohnten auch etliche Vertreter der Politik bei, darunter Altenburgs Bürgermeister Frank Rosenfeld (SPD) und Landrat Uwe Melzer (CDU).

Pfarrer Konrad Köst (l.) erhält ein neues Siegel und neue Kirchenbücher aus den Händen von Bischof Heinrich Timmerevers. Quelle: Mario Jahn

Den Altarbereich zierten Gaben der fünf Hauptorte der neuen Pfarrei, wie ein symbolischer Korb mit Rosen und Brot von der Kirche Sankt Elisabeth Meuselwitz und die Rositzer Grubenlampe. Kirchenmitglieder der Kommunen sprachen Fürbitten für den gemeinsamen zukünftigen Weg. Auch die sakralen Gegenstände der Abendmahlshandlung stammten aus allen Kirchgemeinden.

Neues Siegel, neue Bücher

Pfarrer Konrad Köst erhielt aus den Händen Bischof Timmerevers für die Gesamtpfarrei sowohl ein neues Siegel als auch neue Kirchenbücher für Taufen, Trauungen, Erstkommunionen und Todesfälle. Da seine bisherige Gemeinde aufhörte zu existieren, verlor Pfarrer Köst am vergangenen Samstag um 24.00 Uhr die Anstellung. Und ebenso wie sein seelsorgerisches Team stellte die Kirche ihn am Sonntag darauf um 0 Uhr in der neuen Pfarrei wieder ein. Dem Pastoralteam gehören der Rositzer Pfarrer Sebastian Brier, Gemeindereferentin Gabriele Scholler und Pfarrer Stefan Thiel an.

Gelassene Senioren

Nach den religiösen Handlungen warteten kulinarische Stärkung und gemeinsames Feiern im Festzelt auf die Gemeindemitglieder und ihre Gäste. Ein Grüppchen älterer Damen unterhielt sich angeregt auf dem Kirchenvorplatz. „Es geht uns ja kein Pfarrer verloren“, sahen sie dem Kommenden gelassen entgegen. „Wir haben ein gutes Miteinander in den Gemeinden“, erklärte eine Rositzerin. Und eine Dame aus Meuselwitz bestätigte: „Wir haben junge Leute, die uns zu den Gottesdiensten mitnehmen.“

Stichtag 2025

Für den Rositzer Pfarrer Sebastian Brier bleibt nach der Neugründung erst mal alles beim Alten: „Schon seit Mitte 2017 wechseln wir immer mal zwischen den Pfarreien.“ Gottesdienstausfall müsse niemand befürchten. Für Pfarrer Brier gibt es demnächst kein Mehr an Arbeit, aber ein Mehr an Fahrerei. Glücklicherweise liegen die meisten Pfarrkirchen an einer Bundesstraße.

Auch für Pfarrer Stefan Thiel ergibt sich vorerst keine Änderung in seinem Betätigungsfeld. Die große Stunde der Entscheidung schlägt allerdings 2025. Zu diesem Zeitpunkt soll geprüft werden, ob die katholische Gemeinschaft noch groß genug ist für ein Pastoralteam. Wenn nicht, wird es in der Gemeinde nur noch Pfarrer Köst geben.

Von Dana Weber

Heiko Weber kündigt seinen Abschied an: Der 54-jährige Übungsleiter des ZFC Meuselwitz stand über fünf Jahre an der Seitenlinie des Regionalligisten und sucht nun eine neue sportliche Herausforderung.

12.01.2020

In Altenburg sollen keine Schweine mehr geschlachtet werden. Das ist ein herber Verlust, der scharf zu kritisieren ist. Schließlich führt das zu Nachteilen für die Landwirtschaft, unter denen letztlich auch die Verbraucher leiden, findet unser Autor.

12.01.2020

Wenn Hunderte Tanzsportfans den Goldenen Pflug bis in die letzten Winkel füllen, wird die Halle zum Tollhaus. Erst recht, wenn die Altenburger Formationstänzer durch die Bank starke Leistungen zeigen. Was für ein Jubel! Auch die Bilder sprechen für sich.

12.01.2020