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Altenburg AfD-Demo bekommt Gegenveranstaltungen auf Altenburger Markt
Region Altenburg AfD-Demo bekommt Gegenveranstaltungen auf Altenburger Markt
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20:11 12.05.2019
Die Alternative für Deutschland bekommt bei ihrer am Montag in Altenburg geplanten Veranstaltung mächtig Gegenwind. Quelle: Pr
Altenburg

Die von der AfD am heutigen Montag auf dem Altenburger Markt geplante Kundgebung bekommt Gegenwind. Wie die Partei Die Linke und ihre Nachwuchsorganisation Linksjugend Solid auf Nachfrage mitteilte, haben sie zeitgleich beim Landratsamt einen Informationsstand angemeldet. Ebenfalls Präsenz zeigen will auf dem ganztägig für den Verkehr gesperrten Markt nach OVZ-Informationen die Schülerinitiative „Fridays For Future“.

Antifa-Aufruf zu Gegenaktion in sozialen Medien

Außer dem Info-Stand schließen die Linken auch weitere Aktionen nicht aus. Welcher Art diese sein könnten, wurde auch auf Nachfrage nicht mitgeteilt. Fakt ist aber, dass es bei Twitter unter dem Account „Jugend gegen Rechts“ (@JgR_LE) ein Aufruf der Antifa für eine Demonstration gibt, an der auch Leipziger und andere Auswärtige teilnehmen werden. „Am Montag (13.Mai) veranstaltet die AfD in #Altenburg eine Wahlkampfveranstaltung, mit Stephan Brandner und anderen“, heißt es in dem sozialen Netzwerk. „Von 14-16 Uhr ist die #Demo „Kein Vergessen! - Gegen altrechtes und neurechtes Gedankengut“ angemeldet. Fahrt mit uns in die Provinz! #noAfd #antifableibtlandarbeit“

In einem weiteren Tweet gibt man sogar Details zur geplanten Demo bekannt. „Gemeinsamer Treffpunkt für Anreise mit der S5 aus Leipzig ist: 12.45 Uhr am Gleis 1“, heißt es. „Dann gehen wir zusammen zum Markt in Altenburg.“ Zudem gibt es einen Hinweis auf eine parallel bei Facebook gepostete Veranstaltung der Gegendemonstranten. Hier wie da gibt es jedenfalls bereits etliche Zusagen, so dass es aufgrund der räumlichen Nähe durchaus brenzlich werden könnte.

AfD bittet Stadtverwaltung um Hilfe

Letzteres befürchtet wegen des Antifa-Aufrufs auch die AfD selbst. Deswegen beantragte ihr Spitzenkandidat für die Kreistagswahl, Uwe Rückert, bei der Stadt Altenburg Hilfe. Demnach mehrten sich „die Zeichen, dass unseren Positionen ablehnend gegenüberstehende Menschen in möglicherweise größerer Zahl anwesend sein werden“. Man habe „natürlich keine Einwände“ gegen eine Gegendemo, möchte aber sicherstellen, dass diese „auf adäquate Distanz gehalten wird“. Schließlich wollen „wir als AfD ungestört und friedlich unsere eigene Veranstaltung durchführen können, weder durch physische Gewalt und Randale, noch durch akustische Beeinträchtigungen“ gestört werden.

Um das zu untermauern, verweist Rückert auf die ordnungswidrige Demo „gegenüber unserem Bürgerbüro in der Kesselgasse in Altenburg am 4. Mai 2019“. Dabei sei es „rechtswidrig“ zu „einer Menschenblockade“ des Zugangs gekommen, die durch die Polizei aufgehoben werden musste. Zudem sei man als „Nazis“ beschimpft worden, so Rückert. „Somit sehe ich meine vorgebrachten Bedenken durchaus gut begründet und leider sehr realistisch.“

Von Jörg Wolf und Thomas Haegeler

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