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07:16 06.04.2018
Von 55 Mitgliedern des Tierschutzvereins Altenburg und Umgebung kamen 15 zur Jahreshauptversammlung in den Ratskeller. Quelle: Wolfgang Riedel
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Altenburg

Von den 55 Mitgliedern des Tierschutzvereins Altenburg und Umgebung nahmen am Mittwoch im Ratskeller 15 an der Jahreshauptversammlung teil. Die Vereinsvorsitzende Sibylle Börngen stellte im Jahresbericht einige beachtliche Fakten in den Fokus.

„Im Zeitraum Januar bis Dezember 2017 wurden im Tierheim 159 Katzen betreut. Davon 128 Fundtiere“, so Börngen. Im gleichen Zeitraum fanden im Tierheim zudem 124 Hunde ein Zuhause, darunter acht gefundene. Sieben von ihnen wurden von ihren Besitzern wieder abgeholt. Von Vorteil für die Feststellung des jeweiligen Hundebesitzers ist, wenn die Vierbeiner einen implantierten Chip tragen.

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Ebenso fanden 23 Kleintiere eine Bleibe. „Wir nahmen sogar schon Frettchen und ein lustiges Minischwein unter unsere Fittiche“, berichtete Tierheimangestellte Jennifer Rabsahl. Den von Sibylle Börngen vorgetragenen Jahresbericht untermauerte auch Vereinsmitglied Olaf Lummer mittels Lichtbildern, mit denen er unter anderem das Versammlungspublikum zwischenzeitlich mit echt amüsanten Tierfotos erfreute.

Der Verein erarbeitete schon 2013/14 ein Konzept für den Neubau eines weiteren Gebäudes neben dem Tierheim in Am Poschwitzer Park 3. Das Projekt wurde unter Federführung der Vereinsvorsitzenden und deren Stellvertreterin Manuela Hemmann erfolgreich vorangebracht.

2015 starteten die bis 2018 andauernden Bauarbeiten mit dem Ziel, der Errichtung eines funktionellen Flachbaus. Eingeplant sind zwölf Hundezwinger, Räumlichkeiten für Hundequarantäne, die Futterküche, Haustechnik, Büro, Empfang, Werkstatt und Lager. Die Gesamtkosten betragen 225 600 Euro. Davon trägt der Tierschutzbund 68 000 Euro. Der Tierschutzverein Altenburg und Umgebung steuert weitere 60 900 Euro Eigenmittel bei.

Darüber hinaus wird das Projekt mit Fördermitteln des Landes Thüringen und Spenden realisiert. Übrigens: Im Neubau werden sich zukünftig die Hunde tierisch wohlfühlen. Denn entsprechend aktueller Tierschutzverordnung bekommt jeder Hund einen zwölf Quadratmeter großen Raum mit Fußbodenheizung und Zugang zum Freigehege.

Erwähnung fand auch die gute Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt. Insbesondere mit Sicht auf die Katzenkastration. „Ziel ist, entsprechend des Schwerpunktes der angestrebten Katzenschutzverordnung, die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen zu bremsen“, so Sibylle Börngen. 2017 konnten 57 Katzen kastriert werden.

Die Bilanz des Jahresberichtes informiert auch darüber, dass sich die Vermittlung von Tieren die Waage mit Tieraufnahmen hält. Es komme zwar auch vor, dass sich ein zusätzlicher Vierbeiner aus dem Tierheim mit dem bereits heimischen Tieren im neuen Zuhause nicht vertrage. „Trotzdem ist die Rückgabequote gering“, so Börngen mit Blick auf einen ehemaligen Tierheimbewohner, den Husky-Schäferhundmischling von Vereinsfreundin Kathrin Ohme aus Münsa.

Schließlich fanden auch die Kassenprüferinnen keine Unregelmäßigkeiten am Rechenschaftsbericht von Schatzmeisterin Annelies Schmoz, die trotz ihrer 84 Jahre das Amt hervorragend erledigt. Nun hoffen alle Mitglieder auf regen Besuch beim Tierheimfest am 16. Juni.

Von Wolfgang Riedel

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