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Altenburg Altenburg und Landkreis bauen gemeinsames Lager für Katastrophenschutz
Region Altenburg

Altenburg und Landkreis bauen gemeinsames Lager für Katastrophenschutz

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09:03 12.12.2020
Die Bauarbeiten für das gemeinsame Lager von Landkreis und Stadt Altenburg haben bereits begonnen.
Die Bauarbeiten für das gemeinsame Lager von Landkreis und Stadt Altenburg haben bereits begonnen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der Landkreis und die Stadt Altenburg machen gemeinsame Sache und errichten zusammen ein Lager für Katastrophen- und Brandschutzausrüstung. Die 780 Quadratmeter große Halle soll auf einem Gelände nahe der Altenburger Feuerwache an der Remsaer Straße entstehen. Die Kosten belaufen sich auf 390 000 Euro, wovon die Stadt 200 000 Euro und der Kreis 190 000 Euro übernehmen.

„Durch die Errichtung des Lagers soll sich die Einsatzbereitschaft bei sogenannten Großschadenslagen, also etwa bei Großbränden oder Hochwasser, nachhaltig verbessern“, heißt es zum Projekt in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Die Betreuung des Lagers soll von der Altenburger Feuerwehr übernommen werden. „Die im Notfalllager vorgehaltene Technik kann im Rahmen des 24-Stunden-Dienstes der Wachmannschaften gewartet und gegebenenfalls instandgesetzt werden.“ Zudem werde die Bündelung von Ressourcen ermöglicht und sei eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr gewährleistet.

Bauauftrag geht nach Windischleuba

Der Landkreis werde die Halle vor allem für die Lagerung von für den Katastrophenschutz notwendigen Materialien nutzen. „Durch das gemeinsame Vorgehen ergibt sich eine Reduzierung der für den Notfall- und Katastrophenschutz anfallenden Kosten“, wird beteuert.

Das Lager soll im kommenden Frühjahr in Betrieb gehen. Bis dahin wird noch gebaut. Nach Angaben des Landkreises sollen die Arbeiten bis in den Mai andauern und am Monatsanfang abgeschlossen sein. Der Bauauftrag wurde in die Region vergeben und ging an die Hans Fuchs Bauunternehmen Altenburg GmbH & Co KG mit Sitz in Windischleuba.

Bisher nutzt der Landkreis nach eigenen Angaben ein inzwischen stark sanierungsbedürftiges, schlecht erreichbares und nicht mehr zeitgemäßes Lager im Nobitzer Ortsteil Priefel.

Engere Zusammenarbeit von Stadt und Kreis

Das neue Lager ist nicht die erste engere Zusammenarbeit der beiden Verwaltungen in der jüngeren Geschichte. So nahm Anfang Oktober die Arbeitsgemeinschaft „Altenburger Museen“ ihre Arbeit auf (LVZ berichtete). Deren Sinn ist, das dem Kreis gehörende Lindenau-Museum und das in Besitz der Stadt befindliche Schloss mit Marstall mittelfristig zu „einer gemeinsamen Verwaltungsstruktur“ zu führen und eventuell in eine Länder-Stiftung zu überführen, um von über 200 Millionen Euro Förderung des Bundes zu profitieren. Die dafür neu eingerichtete Geschäftsstelle im Kreis hat Ronald Krischke, Direktor des Lindenau-Museums, übernommen. Der Fachmann zeichnete bereits für die Entwicklung des Projekts verantwortlich.

Von André Pitz