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Altenburg Altenburger Brauerei geht in die Offensive und will 50 Jobs sichern
Region Altenburg Altenburger Brauerei geht in die Offensive und will 50 Jobs sichern
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05:00 13.01.2017
Brauerei-Chef Bastian Leikeim mit Altenburger-Flaschen, die ein neues Logo und neue Etiketten haben und in seitlich offenen Kisten stehen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Es ist das größte Kompliment, das die Altenburger Brauerei an diesem Abend bekommen konnte. Landrätin Michaele Sojka (Linke), eigentlich keine Bierfreundin, erzählte Bastian Leikeim beim Abschied vom Neujahrsempfang, dass sie nur Gerstensaft getrunken habe. „Es hat geschmeckt“, so Sojka mit Verweis auf die Verkostung mit einem Biersommelier. Das freute den geschäftsführenden Gesellschafter.

Zuvor hatte Leikeim am Mittwochabend rund 50 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Medien im Sudhaus den überarbeiteten Markenauftritt der Brauerei serviert. Dieser beinhaltet ein neues Logo, einen neuen Schriftzug, neue Etiketten und eine an den Seiten offene Kiste. „Wir wollen das Produkt und seine Vorteile in den Vordergrund stellen – das Bier mit Bügelverschluss“, begründete der Brauerei-Chef den Schritt. „Wir signalisieren damit zugleich, dass wir ein handwerkliches Produkt mit Qualität, aber ohne Stillstand haben.“ Deshalb gibt es auch neue Namen: Das „Lager“ heißt nun „Hell“.

Die Strategie gipfelt in einer Werbe-Offensive, mit der man vor allem in den Regionen Leipzig, Chemnitz, Dresden und Altenburg, aber auch im übrigen Bundesgebiet punkten will und wiederum seine Herkunft betont. Damit verlässt man den von Ex-Chefin Petra Haase beschrittenen Weg teilweise: Die nackten Tatsachen, die Altenburger bundesweit bekannt machten und Rügen des Werberats einbrachten, sind verschwunden. Freche Sprüche aber bleiben. „Der Osten macht Bock“ ist einer, neben dem ein Starkbier mit Geweih zu sehen ist. „Im Osten die Norm! 26,2 Zentimeter“ ein anderer, der die Flaschengröße mit der eines anderen Organs verbindet.

„Das ist ein Augenzwinkern, aber auf das Produkt fokussiert“, so Leikeim, der zudem die Verankerung in der Region und den Stolz auf das Geschaffte unterstrich. So sei die 1871 in der Skatstadt gegründete Brauerei 1914 mit 100 000 Hektolitern Absatz die größte in Thüringen gewesen und habe sich seit der Übernahme durch seine Familie 1992 kontinuierlich gewandelt. „Innerhalb der letzten fünf Jahre haben wir ein beständiges Umsatzwachstum von drei Prozent geschafft. Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einem rückgängigen Markt.“ Zudem beziehe man den Großteil des Hopfens aus der Elbe-Saale-Region – und damit auch aus dem benachbarten Monstab. „Unser Ziel ist eine stabile Ertragentwicklung und die über 50 Arbeitsplätze zu erhalten.“

Von Thomas Haegeler

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