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Altenburg Altenburger Denkmalpreis fällt fast Formulierungen zum Opfer
Region Altenburg Altenburger Denkmalpreis fällt fast Formulierungen zum Opfer
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16:29 07.07.2019
Die Jury des Altenburger Denkmalpreises um den Vorsitzenden Peter Müller (Mitte), den städtischen Denkmalschützer Jürgen Fröhlich (mit Mappe) und Stadträtin Jutta Penndorf (rechts) darf die Auszeichnung in den nächsten Wochen noch einmal vergeben. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Um ein Haar wäre die Verleihung des Altenburger Denkmalpreises dieses Jahr ins Wasser gefallen. Grund des Fast-Ausfalls der 22. Ausgabe der nach dem früheren Stadtbaumeister Johann Georg Hellbrunn benannten Auszeichnung war eine Formulierung in den neuen, erst Ende des Vorjahres geänderten Vergaberichtlinien. „Wir haben seinerzeit nicht bedacht, dass die Jury-Mitglieder, die den Preisträger auswählen, erst entsandt werden können, wenn die Preisverleihung längst vorbei ist“, begründete Bürgermeister Frank Rosenfeld, warum der Text nun erneut zu ändern und vom Stadtrat zu beschließen war. „Deshalb dürfen die jetzigen Jury-Mitglieder noch mal.“

Stadtrat verlängert Amtszeit der Jury-Mitglieder

Hintergrund von Rosenfelds Aussagen ist der Fakt, dass neben den Sponsoren, der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt, der Kreishandwerkerschaft auch der Bau- und Stadtentwicklungsausschuss sowie der Sozial- und Kulturausschuss je einen Vertreter in die Vergabe-Jury entsenden können. Allerdings sahen die neuen Richtlinien vor, dass die beiden Ausschussvertreter zu Beginn der neuen Wahlperiode erst von den konstituierten Gremien bestimmt werden sollten. Zu diesen Sitzungen kommen die Ausschüsse aber erst am 20. August und 5. September zusammen. Viel zu spät, um den Denkmalpreis am 6. September, dem Freitag vor dem Tag des offenen Denkmals, verleihen zu können.

Also änderte die Stadtverwaltung den entsprechenden Passus so, „dass die bisherige Mitgliedschaft insbesondere der von den Ausschüssen des Stadtrats entsandten Juroren“ erst endet, wenn beide Gremien „neue Mitglieder bestimmt haben“. Das segnete der Stadtrat auch einstimmig ab. Dadurch steht dem Treffen der Jury zur Besichtigung der eingereichten Vorschläge am Abend des 8. August nun nichts mehr im Wege.

Immer wieder sorgt Denkmalpreis für Diskussionen

Mit dem Fast-Ausfall gerät der Altenburger Denkmalpreis allerdings wiederholt in den Fokus. Zuvor hatte der Stadtrat nach längeren Diskussionen erst im November neue Vergaberichtlinien beschlossen, durch die das Preisgeld von einst 2500 auf nun 3000 Euro gestiegen war und die Vergabe der Auszeichnung künftig auch in einen für Teil- und einen für Gesamtleistung gesplittet oder ganz ausgesetzt werden kann. Das geschah auf Initiative von Jury-Chef Peter Müller und seiner Bürgerbewegung Pro Altenburg. Damit trug man dem Fakt Rechnung, dass die Vorschläge in den vergangenen Jahren immer spärlicher eingingen und oft nur aus sanierten Fassaden bestanden.

Bei der Vergabe im Vorjahr hatte sich zudem ein Skandal angebahnt. Denn der 21. Hellbrunn-Preis sollte ursprünglich an die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde für die Restaurierung der Apsis der Agnes-Kirche gehen. Die damals gültigen Richtlinien schlossen aber eine Vergabe an Körperschaften des öffentlichen Rechts – und die Kirche ist eine – aus. Es folgten die Rücknahme der Entscheidung, viele Vorwürfe, verbale Scharmützel und eine Neuvergabe an Maria und Kurt Schlenker aus Ingolstadt für die sanierte Fassade des Jugendstilhauses Meißnerstraße 11.

Von Thomas Haegeler

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