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Altenburg Altenburger Kleingärtner suchen händeringend junge Macher
Region Altenburg Altenburger Kleingärtner suchen händeringend junge Macher
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04:13 29.04.2019
Mit einem neuen Outfit, Logo und Internetauftritt wirbt der Regionalverband der Kleingärtner. Geschäftsstellenleiterin Ina Rutsch präsentiert das neue Verbands-Outfit.  Quelle: Jörg Wolf
Altenburg

Mit einem neu kreierten Verbandslogo, Werbematerial und einem Imagevideo stellt sich der Regionalverband Altenburger Land der Kleingärtner den Herausforderungen in der Zukunft. Die allerdings bleiben die seit Jahren bekannten, wie auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung in der Destille am Sonnabend deutlich wurde: Wachsende Leerstände in den Anlagen – vor allem durch den demografischen Wandel – erfordern ein beharrliches Fortschreiben des Altenburger Entwicklungskonzepts für die Kleingärten.

„Das erfordert auch eine personell gut aufgestellte und professionell funktionierende Führungsebene in den jeweiligen Anlagen“, legte Regionalverbandschef Wolfgang Preuß den Anwesenden dar. Da liege in etlichen Anlagen der berühmte Hase im Pfeffer: „Die langjährigen und gut eingearbeiteten Vorstände scheiden altersbedingt aus. Aber oft sind jüngere Nachfolger für diese so wichtigen Ämter nicht in Sicht.“

Personelle Engpässe gefährden Zukunft der Sparten

Die Folgen sind für Preuß absehbar: Das pulsierende Vereinsleben in den Sparten erlahmt, neuen Herausforderungen wird sich nicht mehr oder nur unzureichend gestellt. „Das kann auch die Zukunft der betroffenen Anlage gefährden“, so der Verbandschef.

Lag die ernüchternde Resonanz der Spartenchefs am Sonnabend an diesen stellenweise auftretenden personellen Engpässen, dem mit Ende April für eine eigentlich zum Beginn einer Gartensaison liegenden Sitzungstermin, oder doch an einer um sich greifenden Resignation vor den anstehenden Herausforderungen? Dass von 68 Mitgliedssparten zu dieser wichtigsten Sitzung in jedem Jahr neben fünf entschuldigten auch noch gleich 22 und damit rund ein Drittel unentschuldigt fehlten, sorgte schon für einen faden Beigeschmack.

Leerstand bei Parzellen nimmt weiter zu

Eine gezielte Nachwuchsgewinnung sei auch deshalb eine der größten Herausforderungen. Unterstützung dafür stellte der Verband in Aussicht. Dem gehören aktuell 68 Vereine in Altenburg und Umgebung an. Das sind insgesamt 3174 zahlungspflichtige Parzellen, die auch verpachtet sind. Dem stehen aber 671 leere oder anderweitig genutzte Parzellen gegenüber, was einem Leerstand von 13,8 Prozent entspricht. Zahlen, die unterlegen, wie dringend Handeln nach wie vor ist. Denn nur im Verlauf eines Jahres hat sich zwischen 1. Januar 2018 und 1. Januar 2019 der Leerstand um 50 Parzellen erhöht.

In Altenburg selber, wo sich die meisten der Gartenanlagen des Verbandes befinden, hält seit 2008 ein Entwicklungskonzept zwischen Rathaus und Regionalverband diesen Prozess in möglichst geordneten Bahnen. So soll es nach den Worten von Bürgermeister Frank Rosenfeld auch weitergehen. Wie auch mit der jährlichen finanziellen Unterstützung der Kleingärtner, wo in Summe seitdem rund 730 000 Euro geflossen sind. „Bei allen finanziellen Problemen, die die Stadt hat, stehen alle zu diesem Programm. Diese gute Zusammenarbeit wird es auch weiter geben“, versprach Rosenfeld.

Entwicklungskonzepte auch für Umlandkommunen nötig

Der Bürgermeister bekam vom Kleingartenchef Preuß auch noch gleich eine Bitte für Oberbürgermeister André Neumann mit auf den Weg: Während das Entwicklungskonzept in der Skatstadt seit Jahren schon erfolgreich umgesetzt wird, fehlt ein solches in den Umlandkommunen noch völlig. „Unser Oberbürgermeister möge sich bei Konsultationen mit seinen Kollegen aus dem Umland dafür einsetzen, dass auch in Lucka, Meuselwitz, Rositz, Langenleuba-Niederhain und Nobitz solche Konzepte für die dortigen Sparten erstellt werden“, so Preuß. Vor allem mit den Kommunen in der Nordregion verlaufe dieser Prozess leider nur sehr schleppend. „Gespräche in diesen Städten und kommunalen Verwaltungen haben zwar stattgefunden, allerdings bislang ohne Veränderungen“, wird im Geschäftsbericht des Verbandes kritisch angemerkt.

Von Jörg Wolf

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