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Altenburg Altenburger Land hat wieder genug Ärzte für Feuerwehrleute
Region Altenburg Altenburger Land hat wieder genug Ärzte für Feuerwehrleute
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18:14 31.07.2017
Atemschutzgeräteträger müssen regelmäßig untersucht werden.
Atemschutzgeräteträger müssen regelmäßig untersucht werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Wenn Feuerwehren zu einem Brand ausrücken, sind Atemschutzgeräteträger unverzichtbar. Um diese Geräte problemlos und ohne gesundheitliche Risiken tragen zu können, muss jeder Feuerwehrmann regelmäßig bei einem dafür geschulten Mediziner seine Tauglichkeit nachweisen. G26/3 heißt diese Untersuchung.

Aber die Anzahl der Ärzte, die für diese Untersuchungen ausgebildet sind, sank im Kreis rapide. Das Problem: Die Tests sind für bis zu 50-jährige Feuerwehrleute aller drei und über 50 jährlich gesetzlich vorgeschriebenen. „Schon 2016 sind einige Ärzte in den Ruhestand gekommen, die für G26/3 qualifiziert waren. Letztendlich gab es im Kreis nur noch vier Praxen für diese Untersuchungen, die neue Patienten aus Kapazitätsgründen nicht mehr annahmen. Deshalb mussten etliche Wehren in Praxen außerhalb des Landkreises bis nach Gera, Leipzig oder Zwickau ausweichen“, so Kreisbrandinspektor Uwe Engert. Im Kreis sind unter den aktiven rund 1300 Feuerwehrmännern sowie Feuerwehrfrauen derzeit 450, die Atemschutzgeräte tragen dürfen. „Weniger dürften es nicht mehr werden, um einsatzbereit zu sein.“

Engert machte sich auf die Suche nach Medizinern im Kreis, die diese zusätzliche Untersuchung übernehmen könnten und die Ausbildungen absolvieren. „Weil es kein Zustand sein kann, dass die Kameraden nach Sachsen müssen.“ Im Verbindungsarzt der kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Kupka aus Altenburg, fand Engert einen Verbündeten, der mit gutem Vorbild voran ging. Drei Ärzte seiner Praxis wurden in die Liste der zugelassenen Mediziner in Thüringen aufgenommen, ein weiterer in Schmölln soll noch folgen.

Von jörg wolf