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Altenburg Altenburger Land kommt digitaler Verwaltung näher
Region Altenburg Altenburger Land kommt digitaler Verwaltung näher
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08:14 03.05.2019
Ein Beschluss des Kreistags hat dem Landratsamt Altenburger Land die elektronischen Verwaltung ein Stück näher gebracht. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Das Altenburger Land ist der elektronischen Verwaltung ein Stück näher gekommen. Geschehen ist das durch den Beitritt des Landkreises zum Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA), den der Kreistag jüngst einstimmig gebilligt hat. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich nichts weiter als ein Zusammenschluss von derzeit knapp 270 Gemeinden, Städten und Kreisen verschiedener Bundesländer, die das Ziel verbindet, möglichst günstig und schnell an Soft- und Hardware zu kommen, mit deren Hilfe sich die Verwaltung und ihre Dienste für den Bürger digitalisieren lässt.

Mitgliedschaft kostenlos, Finanzierung nach Bedarf

„Generell ist die KISA-Mitgliedschaft kostenfrei“, erklärte Geschäftsführer Andreas Bitter zum 2004 gegründeten Zusammenschluss, der nach eigenen Angaben aktuell rund 700 Kunden hat. „Alles, was wir beschaffen und ausrollen, wird über den Preis der Produkte gedeckt.“ Dies geschehe entweder auftragsbezogen oder aber über eine Umlage. Diese liegt für das aus Sicht des Altenburger Landes zeitlich dringlichste Problem – die Einführung eines Datenmanagementsystems (DMS) – bei 25 Cent je Einwohner.

Das DMS, das die Grundlage für digitale Zugänge in die Verwaltung darstellt, weil damit unter anderem elektronische Rechnungen angenommen und weiterverarbeitet werden können, muss in Thüringen bis 27. November dieses Jahres eingeführt werden. Laut KISA ist das für den Kreis machbar. Ohne die Dienste des sächsischen Zweckverbands wäre es unter anderem wegen der Gründung eines eigenen Thüringer Zweckverbands und der für das DMS nötigen EU-weiten Ausschreibung laut Einschätzung des Landratsamtes nicht vor 2021 machbar gewesen.

Bis Ende 2022 müssen alle Dienste digital angeboten werden

Jegliche Hard- und Software-Beschaffung könne das Altenburger Land über den KISA laufen lassen, benannte Bitter weitere Vorteile der Mitgliedschaft. „Zudem gibt es Inhouse-Preise, die zehn Prozent unter den normalen Marktpreisen liegen. Wir beschaffen und übernehmen auch die Ausschreibung.“ Folglich wäre der Kreis gewappnet, um die von der Thüringer Landesregierung per Onlinezugangsgesetz gesetzte Frist bis 31. Dezember 2022 zu halten. Bis dahin müssen alle Verwaltungen den Bürgern ihre Dienste auch digital anbieten.

Wie Landrat Uwe Melzer (CDU) unterstrich, sei die Software der sächsischen Zweckverbands kompatibel mit dem Thüringer System. Alle anderen Alternativen, wie etwa ein eigener Zweckverband oder eine separate eigene Ausschreibung und Anschaffung, fielen wegen der knappen Zeitschiene oder folgender hoher Anpassungsaufwendungen weg. Ein Einstieg ins Thüringer System sei zudem wegen rechtlicher Probleme unmöglich.

Der Kontakt zu KISA kam übrigens über den Fachdienst Organisation/IT zustande. Zudem gibt es laut Geschäftsführer Bitter eine weitere Verbindung. Denn ein Fachbereichsleiter des Zweckverbands ist Altenburger.

Von Thomas Haegeler

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