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Altenburg Altenburger Land schreibt Nahverkehrsplan bis 2020 fort – Probleme bei Barrierefreiheit
Region Altenburg Altenburger Land schreibt Nahverkehrsplan bis 2020 fort – Probleme bei Barrierefreiheit
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16:43 03.05.2019
Der Nahverkehrsplan und damit auch die Angebote der Bus- und S-Bahn-Linien bleiben im Altenburger Land bis 2020 unverändert. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der Nahverkehrsplan des Altenburger Landes und damit auch die Bedarfe für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreisgebiet werden bis Ende 2020 unverändert fortgeschrieben. Das beschloss der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Nötig war die Entscheidung aus zwei Gründen geworden: Zum einen war der 2014 beschlossene aktuelle Nahverkehrsplan Ende 2018 abgelaufen und zum anderen konnte dem Gremium die neue Version „nicht fristgerecht zum Beschluss vorgelegt werden“, wie es in der Begründung des Landratsamts hieß.

MDV will im Mai mit Arbeit an neuem Plan beginnen

Zwar ist ein solcher Plan laut Thüringer ÖPNV-Gesetz zwingende Voraussetzung für Finanzhilfen des Landes, aber er „kann auch verlängert werden, da die Festlegungen im gegenwärtig gültigen Nahverkehrsplan weiterhin bestehen können“, wie das Landratsamt dazu erklärte. „Änderungen sind zurzeit keine erforderlich.“ Allerdings laufen im Hintergrund bereits die Vorbereitungen für den folgenden Nahverkehrsplan, den der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) in Zusammenarbeit mit allen im MDV-Gebiet liegenden Kreisen erstellt. Demnach soll die Arbeit für den ÖPNV-Plan im Altenburger Land bereits im Mai beginnen. „Dort sollen auch die im Projekt ,Schmölln macht mobil‘ gewonnenen Erkenntnisse und mögliche Veränderungen im Straßenpersonennahverkehr im Landkreis Altenburger Land aufgenommen werden“, heißt es dazu aus der Kreisbehörde.

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Fachbereichsleiter: Barrierefreihit bis Anfang 2022 nicht machbar

In diesem Zusammenhang bat die Linke-Fraktion zudem um Information darüber, wie es um die Barrierefreiheit im ÖPNV im Kreis bestellt ist und bis wann diese hergestellt werden könne. Derzeit seien nur wenige Haltestellen behindertengerecht, erklärte der im Landratsamt zuständige Fachbereichsleiter Ronny Thieme dazu. „Darauf haben wir auch wenig Einfluss, weil die Kommunen dafür zuständig sind und wenig umsetzen.“

Nicht zuletzt deswegen sei der gesetzte Termin zur flächendeckenden Barrierefreiheit zum 1. Januar 2022 nicht haltbar. „Wir gehen davon aus, dass wir den Termin 1. Januar 2022 mit den Fahrzeugen halten werden und bis dahin alle barrierefrei sein werden.“ Aber das Zusammenspiel zwischen Haltestelle und Bus werde bis dahin nicht überall funktionieren.

Von Thomas Haegeler

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