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Altenburg Altenburger Markenzeichen soll neue Impulse bekommen
Region Altenburg Altenburger Markenzeichen soll neue Impulse bekommen
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07:18 20.05.2019
Dass sich die Jugend durchaus fürs Skatspiel interessiert, zeigten die Nachwuchs-Landesmeisterschaften im März dieses am Altenburger Lerchenberggymnasium – hier mit Finn, Lara und Linus (v.l.). Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Als Heimat des Skatspiels ist Altenburg weltweit ein Begriff. In der Skatstadt selber sind die Angebote, die sich rund um das beliebteste Kartenspiel der Deutschen und immaterielles Kulturerbe drehen, eher überschaubar. Auch eine gezielte Kinder- und Jugendarbeit wird nur sporadisch an einzelnen Schulen geleistet, um dem Nachwuchs den Zauber der 32 Karten näher zu bringen. Die in den Skatvereinen organisierten und vorwiegend schon älteren aktiven Skatspieler wollen lieber unter sich bleiben – so zumindest der oftmals gewonnene Eindruck.

Skat zu wenig präsent

Das soll sich aber nicht nur nach Meinung von Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ändern. Er hat für den 5. Juni Vertreter aller in der Stadt und der Region ansässigen Vereine sowie vom ebenfalls in Altenburg heimischen Deutschen Skatverband in den Goldenen Pflug zu einem runden Tisch eingeladen. „Ich will mit diesem ersten Schritt vor allem ausloten, wie die Situation in den Vereinen ist und was gehen würde, dieses einzigartige Kulturgut Skat, was ja ein Altenburger Alleinstellungsmerkmal ist, noch präsenter in der Stadt zu machen“, begründet Neumann seinen Vorstoß. Ziel sei es auch, mit gezielten Aktionen wieder mehr Kinder und Jugendliche für dieses Spiel zu begeistern. Dass das Thema Skat ausgerechnet in Altenburg auch in Sachen Außendarstellung nach wie vor arg verbesserungswürdig ist, verhehlt Neumann in diesem Zusammenhang nicht.

Zustimmung vom DSkV

Mit seinem Vorstoß scheint das Stadtoberhaupt an höherer Stelle im DSkV regelrecht offene Türen einzurennen. „Ich begrüße das Anliegen ausdrücklich“, sagte Verbandspräsident Hans-Jürgen Homilius gegenüber der OVZ. Zum runden Tisch könne er zwar nicht persönlich erscheinen, schickt aber Schatzmeister Andreas Schürz. „Wir brauchen ja die Akteure vor Ort, um solche Pläne umzusetzen. Es gibt sicher schon eine Reihe sehr engagierte Leute, aber eben zu wenige. Dort liegen noch Reserven“, betonte Homilius schon kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten im vergangenen Jahr.

Skat an Altenburger Schulen

Auch Mike Hettfleisch brennt das Thema unter den Nägeln. Der Werdauer ist Thüringer Landesjugendwart des Skatverbandes und will besonders der Jugendarbeit neue Impulse geben. „Deshalb besuche ich jetzt Altenburger Schulen, um zu sehen, was dort in Sachen Skat beispielsweise in Arbeitsgemeinschaften im Angebot ist“, sagt er.

Einiges gibt es durchaus, beispielsweise am Friedrich- und am Lerchenberggymnasium oder an der Nobitzer Schule. „Aber hier ist noch viel Potenzial nach oben da, wozu wir aber die Leute brauchen, die sich ehrenamtlich in den AGs engagieren“, legt er sich fest. Dazu gehören auch sportliche Höhepunkte, wie Turniere für Kinder und Jugendliche. Deshalb plant Hettfleisch konkret mit dem Friedrichgymnasium so ein Turnier zu Beginn des neuen Schuljahres auszurichten.

Turnier zum Stadtmensch-Festival

Und es gibt durchaus auch schon weitere Ideen, um das Thema Skat wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Unter der Schirmherrschaft von OB Neumann könnte im kommenden Jahr ein überregionales Kinder- und Jugendskatturnier in Altenburg aus der Taufe gehoben und etabliert werden. Als Termin böte sich dafür der 14. bis 17. Mai 2020 an, wenn in Altenburg das zweite Stadtmensch-Festival stattfindet. Ohnehin böte die Stadtmensch-Initiative reichlich kreativen Spielraum, um auch Aktionen rund um das Skatspiel umzusetzen, die dem mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Von Jörg Wolf

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