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Altenburg Altenburger Museumsdirektoren spielen Politikern den Konzept-Ball zu
Region Altenburg Altenburger Museumsdirektoren spielen Politikern den Konzept-Ball zu
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17:03 19.06.2018
Im Altenburger Schlosspark ist ein Museumsquartier geplant. So sieht es die Kulturkonzeption vor. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Einen „Arbeitsstand“ der Kulturkonzeption für Altenburg haben Christian Horn, Schloss- und Kulturdirektor, Roland Krischke, Direktor des Lindenau-Museums, und Mike Jessat, Direktor des Naturkundlichen Museums, am Montag präsentiert. Bei der ersten gemeinsamen Sitzung der Kulturausschüsse von Stadtrat und Kreistag stellten sie die Ergebnisse aus der Arbeitsgemeinschaft, die Horn moderiert hatte, vor. „Die Konzeption ist ein Arbeitsstand“, betonte Jessat gleich zu Beginn.

In zehn Workshop-Sitzungen während eineinhalb Jahren erarbeiteten Vertreter aus Kultureinrichtungen, Politik und Tourismus Schritte, um kulturelle Angebote in Stadt und Kreis miteinander zu verknüpfen: Einige Maßnahmen wie das geplante Museumsquartier und der derzeit laufende Kultursommer würden schon „beschritten“, sagte Horn. Die Angebote sollen weiter ausgeführt werden. Nach dem Umbau des Lindenau-Museums, wollen die Kulturplaner die Spielewelt im Prinzenpalais realisieren. „Skat ist ein Kind der Salonkultur“, erklärte Horn. Diese wehe ohnehin von der Burg Posterstein herüber. „Hier kann man mit einer starken Klammer arbeiten“, führte er aus. Über die Vermarktung der örtlichen Kultur solle auch der Wirtschaftsstandort Altenburg gestärkt werden.

Linke fordert Mehrwert für Altenburger Bürger

Ausstellungskooperationen zum Humboldt-Jahr und über die Gärten in Altenburg seien geplant, fügte Krischke hinzu. Mit museumspädagogischen Angeboten und wissenschaftlichen Tagungen wollen die Museen Altenburger Bürger ebenso wie Kulturschaffende ansprechen. „Das Projekt muss einen Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger in der Region haben“, gab Ina Plöttner (Linke) vom städtischen Kulturausschuss zu Bedenken. Im Fokus sollen die Menschen aus der Region stehen, nicht die „Großkopferten, die dann doch nicht kommen“.

Wolfgang Böhm, beratendes Mitglied des Kulturausschusses des Kreistages, forderte einen stärkeren Fokus der Museen auf die Geschichte des Landkreises. „Wir sind hier so historisch, dass wir uns bemühen müssen, zeitgemäß zu sein“, entgegnete Krischke.

Schloss- und Kulturdirektor wünscht sich „Switch“

Für die Weiterarbeit wünschen sich die Museumsdirektoren eine klare Anweisung von Stadt und Landkreis. „Wir brauchen eine Arbeitsstruktur“, sagte Horn. Er sei zu weiteren Schritten in seiner Rolle als Schloss- und Kulturdirektor nicht autorisiert. Es müsse ein „Switch“ erfolgen. Konkret wünschen sie sich, dass sich Stadt und Landkreis über einen für die Arbeitsgemeinschaft Verantwortlichen und gegebenenfalls über die Finanzierung der Planungen verständigen.

André Neumann (CDU), designierter Oberbürgermeister, befürwortete während der Diskussion über das vorgestellte Konzept ein gemeinsames Herangehen von Landkreis und Stadt. „Ich möchte anregen, dass eine Person die Verantwortung trägt“, bekräftigte er die Forderung der Direktoren. Irritiert zeigte er sich über die Wortwahl Horns. Der erklärte, er wolle schon während des Erarbeitungsprozesses in Kontakt mit „Kunden“ – das seien Politiker – treten. „Ich empfinde uns als Auftraggeber“, entgegnete Neumann.

Horn begründete die missverständliche Ausdrucksweise damit, dass auf der politischen Ebene die Finanzierung der Vorhaben stattfindet. Er fügte hinzu, dass die Arbeit in den Workshops gewöhnlich von einer Agentur erledigt werde. Zehn solcher Sitzungen könnten durchaus Beträge im fünfstelligen Bereich kosten. Er habe das Konzept mit der Arbeitsgemeinschaft dennoch gern erarbeitet, nun benötige diese aber einen Auftrag der Politik.

Von Theresa Held

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