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Altenburg Altenburger Musikfestival bringt brasilianische Leidenschaft und neu definierte Klassik
Region Altenburg Altenburger Musikfestival bringt brasilianische Leidenschaft und neu definierte Klassik
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06:11 17.05.2019
Das Feuerbach-Quartett bestreitet das Eröffnungskonzert des Altenburger Musikfestivals 2019 Quelle: Archiv Altenburger Musikfestival
Altenburg

Die Altenburger Musikfestivalsaison 2019 ist eröffnet. Seit vergangenem Sonntag gibt es Eintrittskarten für die 14 Veranstaltungen in der Zeit vom 8. bis 18. August in der Stadt Altenburg und im Altenburger Land. Und just zu dieser Zeit stellte der Musikallrounder Felix Reuter im Bachsaal des Residenzschlosses vor einem erwartungsvollen Publikum das Gesamtprogramm vor. Der dafür Verantwortliche Rolf Olischer war schon ganz äppelig wegen des guten Besuchs und wertete dies als gutes Omen für die Veranstaltungen im August.

Vorschau mit Schmankerl und viel Musik

Felix Reuter stand genau 40 Minuten weniger vor dem Publikum als ein Jahr bevor. Sicherlich nicht, „weil er weniger Bock aufs Publikum hatte“ – man glaubt schon, dass er Tag und Nacht bereit wäre, das Publikum mit seinen musikalischen Späßen zu veralbern – , sondern weil sein Konzept ein anderes war und das Festivalprogramm auch. 2018 bündelten sich drei Konzerte mit großen Orchestern in der Sommerzeit und innerhalb des Festivals noch ein gewichtiges in der Schlosskirche für den Rundfunk. Da gab es viel Musik zu hören und zu besprechen.

Das diesjährige ist kleingewichtiger und dennoch nicht weniger interessant. Felix Reuter nahm sich das Programm vor und arbeitete jede Veranstaltung ab, spielte Stücke des betreffenden Komponisten oder einer Gruppe und deklarierte diese sehr großzügig als solche, die dann auch im Programm zu hören wären. Dabei erzählte er manches Schmankerl und erwies sich als munterer und geistreicher Erzähler wie gleichermaßen auch als ganz versierter Pianist, der vollkommen notenfrei auf dem Piano agierte, immer auf der Suche nach ähnlichen oder gleichen Musiken, um zu beweisen: „Nanu, das gab es doch schon!“

Brasilianisches im Quellenhof

Und was gab es in den vergangenen Musikfestivals noch nicht?

Man kann sagen „vieles“, und einiges davon ist dieses Jahres zu erleben. So das Feuerbach Quartett zur Festivaleröffnung im Festsaal des Schlosses, das „Klassik“ neu definiert und nach seiner eigenen besonderen Art spielt, oder das Trio Vavoloso, das auf italienisch „traumhaft“ bedeutet und im Schloss Ponitz auch so aufspielen wird. Im Quellenhof Garbisdorf geht es musikalisch brasilianisch leidenschaftlich zu mit dem Trio „Choro dos Tres“ und im Teehaussaal in Altenburg tummeln sich „Die Nixen“, vier junge Damen als Streichquartett in Musik zwischen Klassik und Pop.

ABBA im Rittergut

Und was ist in Treben los? Dort gibt es Europas erfolgreichste Abba-Show und „Harmo Novus“ beehrt Meuselwitz im Stile und mit Liedern der Comedian Harmonists. Die exzellente Bigband der Musikschule Leipzig zieht es an die Bockwindmühle in Lumpzig. In der Schlosskirche Altenburg duellieren sich musikalisch Orgel und Cembalo und im Lindenaumuseum erklingt Klaviermusik mit zwei hoffnungsvollen Pianisten.

Auch die Operetten- und Operngala ist wieder Bestandteil des Programms.

„70 Jahre Amiga“ in der Tenne

Um auf den Anfang zurückzukommen: Die erste Veranstaltung lockt das Publikum in die Tenne der Brauerei. Der Einheimische Manuel Schmidt bringt mit seinen Kollegen von der„Stern-Combo Meißen“ unter dem Titel „Deine Liebe und mein Lied“ Songs aus 70 Jahre „Amiga“. Alles weitere erfährt man aus dem Festival-Flyer.

Die Vorfreude auf das Altenburger Musikfestival währt lange und ist deshalb um so schöner.

Von Manfred Hainich

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