Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburger Schüler erinnern mit Flugblättern an die „Weiße Rose“
Region Altenburg Altenburger Schüler erinnern mit Flugblättern an die „Weiße Rose“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:47 06.02.2019
Schüler werfen gemeinsam mit dem Schauspieler Markus Lingstädt und Geschichtslehrer Knut Kielmann Flugblätter auf den Markt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

„Die Geschwister Hans und Sophie Scholl haben den Widerstand gegen das NS-Regime gewagt. Sie haben Flugblätter verteilt und das am 22. Februar 1943 mit ihrem Leben bezahlt“, so erklingt die Stimme des Schauspielers Markus Lingstädt um Punkt 14 Uhr am Mittwoch durch ein Megafon am Altenburger Markt. „Wir werfen heute Flugblätter ab und riskieren nichts, weil wir von der Meinungsfreiheit geschützt sind.“

Flugblattgestaltung nach historischem Vorbild

Um an diese wertvolle Freiheit zu erinnern, lassen Schülerinnen und Schülern der Dietrich-Bonhoeffer und der Erich-Mäder-Schule weiße Flugblätter von dem Balkon des Hauses am Markt 10 auf Altenburg regnen. Kurz tanzt das Papier durch den Wind, dann landet es auf dem Kopfsteinpflaster vor der Tourismus-Information. „Gleiche Rechte für alle“ steht darauf gedruckt oder: „Reichen wir denen die Hand, die Hilfe brauchen“. Die Blätter haben die Schüler und Schülerinnen selbst gestaltet und gedruckt – so, wie damals die Studenten um die Geschwister Scholl, erläutert Theaterpädagogin Anna Borcherding. Sie betreute die Aktion, die als Nachbereitung zu Oper „Weiße Rose“ gedacht war.

Diskussion über Widerstand und Meinungsfreiheit

Die Schüler waren im November im Landestheater Altenburg zu Besuch, hatten im Anschluss daran gemeinsam mit Borcherding über Widerstand und Meinungsfreiheit gesprochen und schließlich im Lindenau-Museum eigene Flugblätter gestaltet.

Die Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ hatte sich 1942 unter der Führung von Hans und Sophie Scholl formiert. In der Ludwig-Maximilians-Universität in München hatten die Studenten mit Flugblättern zum Widerstand gegen das NS-Regime aufgerufen. Bei einem übermütigen Abwurf der Blätter von einer Balustrade waren sie beobachtet und schließlich verraten worden. Hans und Sophie Scholl wurden am 22. Februar 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Von Anna Flora Schade

Mit etwas Augenzwinkern hat Hans-Reiner Kasel heute zu seinem 66. minus einen Geburtstag geladen. Der Chef des 1. Aus- und Weiterbildungsverbunds Altenburg (AWA) wird 65. Und sieht beruhigt in die Zukunft: Seine Nachfolge ist geregelt, sein erfolgreiches Lebenswerk wird fortgeführt.

06.02.2019

Der Spatz ist der Sieger bei der diesjährigen Zählung „Stunde der Wintervögel“, deren Ergebnisse der Nabu Thüringen jetzt bekanntgab. Besorgt zeigen sich die Naturschützer über den Rückgang der Amseln im Freistaat.

06.02.2019

Das halbe Jahrhundert macht heute der Meuselwitzer Unternehmer Hubert Wolf, der Begründer der Bluechip AG, voll. Sein Unternehmen gehört mit knapp 300 Angestellten nicht nur zu den größten Arbeitgebern in Meuselwitz. Wolf führte auch den Fußballverein ZFC in den zurückliegenden Jahren aus den Niederungen der Kreisebene bis in die Regionalliga.

06.02.2019