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Altenburg Altenburger Spalatiner zeigen Angebot und Können
Region Altenburg Altenburger Spalatiner zeigen Angebot und Können
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14:49 06.12.2015
Die zur Aula umfunktionierte Turnhalle des Spalatin-Gymnasiums platzte bereits zur Eröffnung aus allen Nähten.
Die zur Aula umfunktionierte Turnhalle des Spalatin-Gymnasiums platzte bereits zur Eröffnung aus allen Nähten. Quelle: Jörg Reuter
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Altenburg

Die Turnhalle des Christlichen Spalatin-Gymnasiums in Altenburg platzte beinahe aus allen Nähten. Selbst im Zugang standen am Sonnabend um 14 Uhr die Menschen dicht an dicht, um wenigstens einen flüchtigen Blick auf die Eröffnung des Tags der offenen Tür der Bildungsstätte zu werfen. Seit Gründung der Schule 2001 gehört die Veranstaltung zu den Höhepunkten in jedem Schuljahr, erklärt Leiterin Birgit Kriesche. Schließlich sei auch für eine Schule in freier Trägerschaft die Schülerzahl von entscheidender Bedeutung. Und eine hervorragende Möglichkeit, den Lernalltag zu präsentieren, sei, die Öffentlichkeit einzuladen.

Zum Tag der offenen Tür wurde dann nicht gekleckert, sondern ordentlich geklotzt. Auf drei Etagen jagte ein Angebot das nächste. Vereine, Schüler und Lehrer warfen sich bei der Leistungsschau ihrer Bildungsstätte wieder kräftig ins Zeug. Dazu gab es von 14 bis etwa 18 Uhr zahlreiche Programmpunkte. Unangefochtenes Highlight dabei war zum Abschluss das traditionelle Adventskonzert mit dem Schulchor in der zur Aula umfunktionierten Turnhalle.

Seit einigen Jahren kämpft der Förderverein des Gymnasiums für den Bau einer neuen Aula/Mensa. „Diesbezüglich gibt es positive Signale aus Erfurt“, sagte Vorstandsvorsitzender Johannes Schaefner. In den nächsten Tagen werde eine neue Richtlinie beschlossen, nach der solche Projekte mit 60 Prozent gefördert würden. Und weil der Verein bereits in Vorleistung gegangen ist, gibt es eine fertige Projektierung des Neubaus und Baurecht wird aller Voraussicht nach auch noch in diesem Jahr geschaffen, hofft man das Vorhaben 2016 umsetzen zu können.

Was sich hinter der Abkürzung SMV verbirgt, erläuterte derweil Marie-Therese Hofmann bei einer Schulhausführung. „Sie steht für Schülermitverwaltung“, so die Neuntklässlerin. In diesem Gremium werden die Kinder und Jugendlichen an Entscheidungen mit beteiligt. „Zum Beispiel haben wir zuletzt darüber diskutiert, ob die Mülleimer in den Gängen oder Klassenzimmern stehen sollen“, erläuterte Hofmann, während sie die Gäste zum Raum 003 führte.

Dort hatte der Verein „Hilfe für Menschen im Kongo“ sein Informationsmaterial ausgebreitet. Seit September besteht die Schulpartnerschaft zwischen der École primaire Elikya na biso Maluku und dem Spalatin-Gymnasium Altenburg. „Die Grundschule haben wir vor einem Jahr gebaut. Ohne sie hätten die Kinder dort nie eine Chance auf Bildung“, sagte Jürgen Hauskeller vom Verein. Mit dem Gymnasium und dem Förderverein sei die Kooperation geschlossen worden, um den Altenburger Schülern eine lebhafte Vorstellung zu vermitteln, wie das Leben im Kongo für Gleichaltrige aussieht.

Die Möglichkeit, Klassenkammeraden und ehemalige Lehrer wiederzutreffen, wollte sich Josefine Diersch nicht entgehen lassen. „Außerdem war der Tag der offenen Tür immer schön und ist es wieder“, meinte sie im Kreis ihrer Freunde, die 2014 gemeinsam das Abitur abgelegt haben.

Vor allem wegen ihres Sohnes, der die siebente Klasse am Spalatin-Gymnasium besucht, war Kathleen Mahler da. „Es ist erstaunlich, was die Schüler so alles auf die Beine stellen. Das können wir Eltern uns ruhig einmal ansehen“, fand die Mutter. Der Tag der offenen Tür sei für sie jedes Jahr eine schöne Gelegenheit, andere Schüler und Klassen erleben zu können.

Von Jörg Reuter