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Altenburg Altenburger Stadtmauer offenbart neue Geheimnisse
Region Altenburg Altenburger Stadtmauer offenbart neue Geheimnisse
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04:39 04.01.2019
Ausgrabungen am Johannisgraben bringen neue Erkenntnisse über die Entwicklungen im mittelalterlichen Altenburg. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Der Altenburger Geschichts- und Hauskalender hat dieses Jahr ein Hauptthema: die Altenburger Stadtmauer. Sie birgt viele Geschichten, einige davon werden in der diesjährigen Ausgabe des Altenburger Kalenders erzählt. Da geht es zum Beispiel um die rechtlichen Unterschiede zwischen jenen, die innerhalb und jenen, die außerhalb der Stadt gelebt haben. Sie mussten zur Passage der Stadttore ein unterschiedliches Geleitgeld zahlen, wie Günter Keil in seinem Aufsatz beschreibt. Dass die Stadt Altenburg früher als bisher angenommen begann, über die Grenzen ihrer Mauern hinweg zu wachsen begann, das legen Ausgrabungsfunde der Archäologin Ines Spazier und ihren Kollegen Thomas Queck und Gustav Wolf nahe.

Erfolge und Rückschritte

Mittelalterlicher Brennschutt, den sie bei ihrer Arbeit freilegten, wurden zur Laboranalyse über den Ozean nach Miami geschickt. Das Ergebnis: Altenburg erlebt wohl bereits im 12. Jahrhundert einen Entwicklungsschub und ein Wachstum über die damalige Stadtmauer hinaus. Altenburg gedieh, doch Kriege und Krankheiten sorgten immer wieder auch für Rückschläge, wie Gustav Wolf in einer weiteren Abhandlung beschreibt. Mehr ins Detail geht außerdem Susanne Hauptmann mit ihrer Analyse über die Auswirkungen der Pestepidemien auf die Bevölkerung im Jahre 1633.

Neben diesem historischen Schwerpunkt beschäftigt sich der Altenburger Hauskalender außerdem mit naturwissenschaftlichen Themen, wie etwa einer Wetteranalyse aus Lehma oder mit zeitgenössischer Kultur, so wie die Hommage an die verstorbene Meuselwitzer Mundartdichterin Luise Perchner. Der Hauskalender 2019 bietet natürlich auch aktuelles: eine Bevölkerungsstatistik des letzten Jahres findet sich dort ebenso, wie die alljährliche Chronik –und natürlich, wie der Name es verspricht, ein Kalendarium des Jahres 2019.

Heimatkalender mit Tradition

Der Altenburger Geschichts- und Hauskalender erscheint zum 28. Mal in Folge beim E. Reinhold-Verlag. Seine Tradition beginnt in der Zeit des Fürstentums, die erste Ausgabe wird auf das Jahr 1646 datiert. Nachdem 1941 die Produktion des Kalenders aufgrund von Papiermangel eingestellt wurde, erscheint der Heimatkalender unter wesentlicher Mitgestaltung des verstorbenen Altenburger Verlegers Eckhart Reinhold seit 1991 wieder jährlich. Er ist nach Angaben des Verlages der einzige erfolgreich wiederbelebte Heimatkalender in ganz Thüringen.

Den Hauskalender kann zum Preis von 12,90 Euro auf der Internetseite des Verlages bestellt und in der Schnuphase´schen Buchhandlung gekauft werden. Die OVZ verlost zwei Exemplare unter den ersten zehn Anrufern der Nummer 03447 574913. Die Verlosung beginnt am Freitag um 14 Uhr.

Von Anna Flora Schade

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