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Altenburg Altenburger Stadtmensch-Projekt startet offiziell mit Spielaktion am Sonnabend
Region Altenburg Altenburger Stadtmensch-Projekt startet offiziell mit Spielaktion am Sonnabend
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04:20 30.04.2019
Anfang April sind die Stadtmensch-Bewegten ins neue Quartier in der Moritzstraße gezogen und starten mit vollem Programm durch. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Kommende Woche werden in das große Ladengeschäft in der Altenburger Moritzstraße 6 wieder die Bauarbeiter einziehen. Sie werden der derzeit rohbaufertigen künftigen Zentrale der Initiative „Stadtmensch“ ihr endgültiges und arbeitsfähiges Aussehen verleihen. Zentrale ist bei dieser bislang in der Skatstadt einzigartigen Aktion aber eigentlich der falsche Begriff.

Jeder ist eingeladen

Denn im Prinzip ist das gesamte Stadtterritorium in den kommenden Jahren das Arbeitsgebiet der schon aktiven und hoffentlich bald zahlreichen Stadtmenschen, zu denen nach den Plänen der Initiatoren jeder Einwohner Altenburgs zählen kann oder zählen soll.

Nur eine von vier Zentralen

Und die Moritzstraße ist nur einer von vier über das Stadtterritorium verteilten Quartiersanker, wie solche Anlaufpunkte in Neudeutsch heißen. Hinzu kommen noch die Geschichtswerkstatt auf dem Schloss, die Farbküche sowie das Paul-Gustavus-Haus, wie die neue Projektkoordinatorin Anja Fehre am Montag auf einer Pressekonferenz erörterte. Geladen war sozusagen zum offiziellen Startschuss für das auf drei Jahre bis 2021 befristete und mit rund 660 000 Euro vom Bundesinnenministerium geförderte Projekt.

Am Sonnabend sind nun ab 11 Uhr in allen vier Quartiersankern plus dem Rathaus alle interessierten Altenburger herzlich zum Stadtspiel eingeladen. „Dort sollen an den einzelnen Spieltischen mit bis zu fünf Mitspielern auf ganz lockere Art Bilder entwickelt werden, wie man sich eine gut funktionierende Stadt vorstellt, die einem alles bietet, was man sich wünscht“, erklärte Fehre.

Ein Brettspiel zur Stadtentwicklung

Entwickelt hat dieses Brettspiel, dass man getrost als eine Art Monopoly ohne den Gegenüber zerstörendes Potenzial umschreiben kann, der Spieleentwickler und Stadtmanager Georg Pohl aus Hamburg, also ein Mann vom Fach. Pohl wird am Sonnabend auch persönlich in Altenburg zugegen sein.

Großer Fan der Stadtmensch-Initiative ist auch Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU), der am Montag auch beim Startschuss zugegen war. „Wertvoll wird diese Initiative vor allem, da sie jedermann mit eigenen kreativen Ideen zur Entwicklung von Stadtleben offen steht. In den zurückliegenden Jahren hat man schon bemerkt, dass sich angesichts sich auftürmender privater und anderer Probleme immer mehr eine Art Mantel von Resignation und Frustration über viele Stadtbewohner gelegt hat. Stadtmensch soll helfen, diese Verkrustungen wieder ein Stück weit zu durchbrechen um die Kreativität, die in jedem liegt, ans Licht zu fördern“, sagte er.

Erkenntnisse fließen in Initiative ein

Weshalb auch die am Samstag aus dem Stadtspiel gewonnen Erkenntnisse mit in die Gesamtschau des Projektes einfließen sollen. Hinzu kommen Ideen von Jedermann, für die 2020 insgesamt 133 000 Euro und 2021 noch einmmal 102 000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung stehen. „Im zweiten Halbjahr 2019 werden wir alle eingegangenen Projektideen auf einen Prüfstand stellen. Dann hat aber erneut jedermann die Gelegenheit,darüber abzustimmen, was realisiert wird und was nicht“, erklärte die Projektkoordinatorin.

Einen Zwischenstand wird es dann vom 14. bis 17. Mai 2020 geben, wenn das Stadtmensch-Festival seine zweite Auflage erlebt.

Von Jörg Wolf

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