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Altenburg Altenburger Streetfood-Festival lockt Massen auf den Markt
Region Altenburg Altenburger Streetfood-Festival lockt Massen auf den Markt
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09:33 08.07.2019
Die Altenburger und ihre Gäste nutzen am Wochenende die Möglichkeit, auf dem Markt Ausgefallenes kosten zu können. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

„Man hört davon so viel und will es dann endlich mal ausprobieren.“ Michelle Geier schaut am Samstagmittag auf dem 1. Altenburger Streetfood-Festival dennoch skeptisch in ihr Probiertütchen am Insektenstand. Es kostet die junge Frau sichtlich Überwindung hineinzugreifen, denn Teile der frittierten Insektenmischung blicken sie an. Jemand der Umstehenden weiß guten Rat: „Das Geheimnis ist - man muss den Kopf abdecken bevor man sie isst.“

Die ganze Stadt ist auf den Beinen

Am Wochenende sorgen 30 Händler zwei Tage lang auf dem Markt für internationales kulinarisches Flair der Extraklasse. Und die Altenburger nehmen die Möglichkeit begeistert wahr, Ausgefallenes kosten zu können. Die fahrbaren Verkaufsstände sind beinahe durchgehend dicht belagert. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Die Rechnung von Organisator Marco Müller und seinem Team ist aufgegangen: Altenburgs Innenstadt lebt.

Seit Februar laufen die Vorbereitungen für dieses Groß-Event. „Wir wurden mit offenen Armen von der Stadt empfangen.“, freut es den Geschäftsführer von AP Event Marketing. Viel Recherche und Mundpropaganda war notwendig, um diese breite Vielfalt an Spezialitäten nach Altenburg zu holen. Und den Veranstaltern ist es wichtig, das Festival familienfreundlich zu gestalten: „Wir haben uns von vornherein für freien Eintritt entschieden. Es soll eine runde Sache sein.“ Und die ist es auch. Wer von den Kindern genug hat von Schokoladenfrüchten und selber gefüllten belgischen Eiswaffeln voll Süßigkeiten, erstürmt den Klassiker Hüpfburg oder lässt am Stand der Farbküche seiner Kreativität freien Lauf.

Russische Teigwaren aus dem Ami-Bus

Die zu Verkaufsständen umgebauten Fahrzeuge sind zum Teil richtige Hingucker: aus einem Citroen-Transporter, der manchem noch aus den Olsenbanden-Filmen bekannt sein dürfte, werden gefüllte kubanische Ciabatta verkauft. Am amerikanischen GMC Kleinbus gibt es knusprige russische Teigwaren mit vielsagenden Namen wie Gorbatschow und Jelzin und die Highland-Burger gehen in einem beeindruckenden einstigen Pakettransporter über den Tresen.

Fast alles wird vor Ort zubereitet

Der Biber- und Elchsalami-Händler Jürgen Marek aus Fulda hat sich ganz spontan zwei Tage vor Beginn des Altenburger Streetfood-Festivals angemeldet und ist sehr zufrieden: „Hier ist richtig was los.“ Fast alle Spezialitäten werden direkt vor Ort zubereitet. Die Vielfalt ist enorm: von Flammlachs über Wiener Apfelstrudel und japanische Teigtaschen bis zu kenianischem Krokodil- und Zebragulasch ist viel Extravagantes dabei. Lucienne Hoffmann und Lena Arnold aus Altenburg müssen erst mal eine Pause einlegen: „Die afrikanischen Teigtaschen waren am leckersten. Aber wir haben entschieden zu viel gegessen. Kleinere Portionen wären schön, dass man mehr ausprobieren kann.“

Musikalisch runden vier Bands das Wochenende ab. Von Latino-Klängen über Rock bis Reggae ist alles vertreten. Organisator Marco Müller freut sich: „Die Händler sind alle super zufrieden. Es war ein rundum voller Erfolg.“ Im nächsten Jahr ist die Fortsetzung des Altenburger Street Food Festivals geplant.

Von Dana Weber

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