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Altenburg Altenburger Tanzschule Schaller feiert mit Gala-Ball im Landestheater ihr Jubiläum
Region Altenburg Altenburger Tanzschule Schaller feiert mit Gala-Ball im Landestheater ihr Jubiläum
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17:48 13.01.2019
Die Bühne wird zur Tanzfläche, der Theater- zum Ballsaal: Die Gäste nutzen das ungewöhnliche Ambiente redlich, um das Tanzbein zu schwingen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Schon im Eingangsfoyer Stehtische und ansprechende Dekorationen, eine Band spielt und macht den Ankömmlingen gute Laune. Ein Gläschen Sekt wird gereicht. In den Gängen und sogar hinter den Sitzen im ersten und zweiten Rang fein eingedeckte Tische. Ja, das Altenburger Landestheater hat sich herausgeputzt am Samstagabend. Und die Gäste nicht minder. Die Herren im Smoking oder dunklen Anzug, die Damen bis auf wenige Ausnahmen im langen Abendkleid. Es ist die passende Atmosphäre zum herausragenden Ereignis – dem Jubiläumsball der Tanzschule Schaller. Denn Deutschlands älteste Tanzschule in Familienhand wird in diesem Jahr 180 Jahre alt.

Dem Anlass entsprechend haben sich Schallers für das Theater als Veranstaltungsort entschieden. Wie schon zum 170. Gründungsjubiläum, als Ulrich und Birgit Schaller die Tanzschul-Führung in die Hände ihrer Töchter legten. „Wir standen hier an gleicher Stelle und erhielten vom Papa die Tanzmeistergeige unseres Ururgroßvaters. Ein unvergessener Moment“, erinnert sich Therese Schaller zur Balleröffnung sichtlich gerührt. Ihrer damaligen Verpflichtung, die Tanzschule erfolgreich weiterzuführen, sind die beiden Schwestern mehr als gerecht geworden. „Doch das geht nicht ohne unser treues Publikum. Ohne Sie gäbe es uns nicht“, bedankt sich Henriette bei den Gästen im voll besetzten Theatersaal.

Auftakt mit dem Maskerade-Walzer

Als besonderes Dankeschön bieten Schallers an diesem Abend ein hochkarätiges Programm, das – moderiert von Mama Birgit – 19 Uhr mit dem Maskerade-Walzer beginnt. Zu sehen gibt es einen Querschnitt aus vielen Bereichen des Unterrichtsprogramms. Da sind die Kinderballettgruppen, die sich mit Sätzen aus der Orchestersuite „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns und später Tschaikowskis „Nussknacker“ in die Herzen des Publikums tanzen. Nicht fehlen dürfen auch die A-Teams der Standard- und der Lateinformation des 1. Tanzsportclubs Schwarz-Gold Altenburg. Als Tanzkreis 1949 sozusagen als „Ableger“ der Tanzschule gegründet, ist auch der 1993 entstandene Sportverein ohne die Tanzschule undenkbar.

Kinderballettgruppe in Aktion: So schön kann ein Aquarium aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns aussehen. Quelle: Mario Jahn

Bei den Formationen ist die Aufregung am Sonnabend besonders groß, denn sie starten in wenigen Tagen in ihre jeweiligen Turniere. Der Auftritt auf der Theaterbühne ist nicht nur durch deren Format eine Herausforderung, sondern quasi zugleich die Generalprobe. Beifall, begeisterte Pfiffe und Jubel nach der Präsentation der neuen Choreografien sollten Ansporn genug sein.

Hochkarätige Gäste

Selbstverständlich dürfen zu einem Jubiläumsprogramm hochkarätige Gäste nicht fehlen. So sorgen Caroline Scheiblich und Jan Herlitzius vom Tanzstudio Dresden mit ihrem Charleston und Lindy Hop für ausgelassene Stimmung. Jan fasziniert das Publikum zudem mit einem Solo, bei man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, in seinen orangefarbenen Karohosen stecken Gummi-Beine. Beeindruckt zeigen sich die Gäste nicht minder von den extra aus Debrecen eingeflogenen siebenfachen ungarischen Meistern und WM-Finalisten der Profis, Lilla Barna und Attila Budai, und ihrer WM-Finalkür, die angesichts des Könnens der beiden Tänzer viel zu schnell vorbei ist.

Doch nach einer Stunde ruft Birgit Schaller das legendäre „Alles Walzer“: Die Theaterbühne wandelt sich zur Tanzfläche. Und das Publikum lässt sich nicht lange bitten und erobert sie schon bei den ersten Takten von „Chim-Chim-Cheri“, intoniert vom Berliner Delphi-Tanzorchester, das den ganzen Abend für den passenden Sound sorgt. Wer Lust auf etwas andere Musik hat, ist beim „Gurilly-Trio“ im zweiten Rang gut aufgehoben. Ohnehin wird an diesem Abend im schönsten Wortsinn gelustwandelt, um beim Tanzen zuzuschauen, Leute zu treffen oder sich an den verschiedenen, diesmal von der Firma Matzke als Caterer betreuten Essens- und Getränkeständen zu bedienen.

Die Versorgung, auch wenn sie diesmal Selbstbedienung ist, bleibt in einem Theater dennoch eine Herausforderung, genauso wie das Aufstellen von Tischen und Stühlen, wo einige Formationstänzer kräftig mit Hand anlegten. „Ich habe große Hochachtung vor der logistischen Leistung“, sagt beispielsweise mit dem Altenburger Hotelier Roland Mielisch einer, der das besonders einzuschätzen vermag.

Das Altenburger Landestheater hat sich am Samstagabend herausgeputzt – und die Gäste nicht minder. Das ehrwürdige Haus erlebte eine Gala, die es so schon lange nicht mehr gesehen hatte. Der Anlass war eine große Zahl und ein großer Name: Die Altenburger Tanzschule Schaller feierte ihren 180. – mit hochkarätigen Darbietungen und einem gut aufgelegten Publikum.

OB André Neumann will sich für Tanzschule anmelden

Das sieht auch Oberbürgermeister André Neumann so. Mit dem CDU-Politiker ist seit Langem wieder das Stadtoberhaupt auf dem Schaller-Ball vertreten. „Ich war aber schon vor meiner Amtsübernahme ständig Gast“, sagt der 41-Jährige. Denn: „Wir können stolz auf die Tanzschule sein und sollten als Stadt alles tun, was möglich ist, um sie zu unterstützen.“

Neumann selbst hat hier wie fast jeder Skatstädter als Schüler den A-Kurs belegt, doch er brauche dringend eine Auffrischung. „Meine Frau tanzt hervorragend, die Schwachstelle bin ich“, bekennt der OB und signalisiert noch an diesem Abend Therese Schaller, sich trotz seiner vielen terminlichen Verpflichtungen anmelden zu wollen.

Positives Feedback

„Das lässt sich einrichten“, lacht eine sichtlich gelöste Tanzschul-Chefin. „Wir waren anfangs schon sehr ehrfürchtig. Aber das Programm ist ohne Probleme gelaufen, nicht zuletzt durch die Unterstützung der Theatermitarbeiter. Jetzt sind wir locker und können mit unseren Gästen die tolle Atmosphäre genießen“, sagt die 29-Jährige. Und Henriette Schaller zieht gestern gegenüber der OVZ ein ähnliches Fazit: „Es hat allen richtig gut gefallen. Wir hatten ein durchweg positives Feedback. Um 2 Uhr wurde als sanfter Nachdruck das Licht langsam ausgedreht, sonst wäre es vermutlich noch länger gegangen.“

Von Ellen Paul

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