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Altenburg Altenburger Volkshochschule: Ansturm gleich am ersten Tag
Region Altenburg Altenburger Volkshochschule: Ansturm gleich am ersten Tag
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06:28 04.11.2019
1VHS-Leiterin Gudrun Pfeiffer wandte sich ans Publikum, das Klarinettenorchester Da Capo begleitete den Abend. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Zu großen Geburtstagen kommt die Familie zusammen. Das gilt auch für die Töchter des Altenburger Landes. Wenn die eine, die Grande Dame der Erwachsenenbildung, ihren 100. feiert, kommt die andere, die Tonangebende im Klangbild des Kreises, zum Ständchen vorbei. So geschehen am Freitagabend am Altenburger Hospitalplatz, wo die Volkshochschule mit geladenen Gästen ihr Jubiläum zelebrierte – und die Musikschule mit ihrem Klarinettenorchester Da Capo schwungvoll aufspielte.

Das Ensemble Da Capo gab dem Festabend den musikalischen Rahmen. Quelle: Mario Jahn

100 Jahre – das gibt es schließlich nicht alle Tage zu feiern. Als die Volkshochschule (VHS) am 2. November 1919 in Altenburg gegründet wurde, steckte Thüringen im Aufbruch. „Nach dem Sturz der sieben Fürstenhäuser war Thüringen auf der Suche nach einem geeigneten Bildungswesen“, schilderte Historiker Hans-Joachim Kessler. Nachdem im März 1919 die überhaupt erste Volkshochschule in Jena eröffnet worden war, erfasste die Gründungswelle schnell ganz Thüringen und dann weite Teile der Weimarer Republik.

Die Eröffnung in Altenburg – rund zwei Wochen nach der VHS-Gründung in Schmölln – war auf Anhieb ein Publikumserfolg. „500 Gäste nahmen an der Feier am 2. November 1919 teil, rund 1000 besuchten die Lehrveranstaltungen im ersten Semester“, berichtete Kessler. Damals noch im Karolinum auf der anderen Seite des Hospitalplatzes.

Das Jubiläum wurde mit geladenen Gästen zelebriert. Quelle: Mario Jahn

Zur Feier 100 Jahre später kamen vor allem jene, die den Schulbetrieb unterstützen und gestalten: Politiker, Verwaltung, Kursleiter. „Wir haben viel geschafft, aber es gibt noch viel zu tun“, dankte und mahnte Schulleiterin Gudrun Pfeiffer. „Die Volkshochschule ist Standortfaktor und -vorteil für Altenburg. Sie bringt Menschen zusammen, ist wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft.“ Aber ihr Haus, das ehemalige Lehrerseminar, ist noch deutlich älter als sie, braucht eine Sanierung.

Umso wohlklingender waren am Freitag die Grußworte von Vize-Landrat Matthias Bergmann, der Investitionen in Digitaltechnik und in den behindertengerechten Zugang in Aussicht stellte. Allerdings noch ohne Zeitfenster.

Von Kay Würker

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