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Altenburg Am Meuselwitzer Gymnasium wackeln die Klassen 11 und 12
Region Altenburg Am Meuselwitzer Gymnasium wackeln die Klassen 11 und 12
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05:37 28.11.2018
Das sanierungsbedürftige Haus 1 des Meuselwitzer Gymnasiums wird womöglich geschlossen, sollte es keine Oberstufe mehr geben. Quelle: Mario Jahn
Altenburg/Meuselwitz

Das Meuselwitzer Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium könnte seine Oberstufe verlieren. Die Klassen 11 und 12 würden dann in den beiden Gymnasien in Altenburg unterrichtet. Dieses Modell wurde auf einer Schulkonferenz in der vergangenen Woche in Meuselwitz diskutiert, an der Schulleitung, Elternvertreter, Fachleute des Landratsamtes und Kreistagsmitglieder teilnahmen.

Anlass für diese Gespräche ist ein neuer Schulnetzplan für das Altenburger Land für die Jahre 2019 bis 2024, den der Kreistag spätestens im kommenden Frühjahr beschließen muss. Speziell das Gymnasium Meuselwitz steht dabei vor großen Problemen. Dazu zählen das Absinken der Schülerzahl auf 313 zu Beginn des nächsten Schuljahres, ein schmales Kursangebot in der Oberstufe sowie drei stark sanierungsbedürftige Gebäude.

Landrat für Erhalt des Gymnasiums

Aus diesen Gründen spricht sich Landrat Uwe Melzer (CDU) für Kooperationen mit Altenburg in der Oberstufe aus. Sein Ziel sei die Erhaltung des Gymnasiums an der Schnauder, sagte er der OVZ. Die Frage sei nur, in welcher Form. Unter den jetzigen Bedingungen sei ein Fortbestehen schwierig. Eine Lösung sei, dass die Klassen 11 und 12 Kurse am Friedrich- und/oder am Lerchenberg-Gymnasium in Altenburg belegen. Melzer bezeichnete dies als zumutbar. Wegen der dann sinkenden Schülerzahl müsse geprüft werden, ob dann das bereits renovierte Haus 2 in der Rathausstraße als alleiniger Standort ausreiche. Falls ja, könnten das Haus 1 in der Schulstraße und das Mehrzweckgebäude, die beide sehr sanierungsbedürftig sind, freigelenkt werden. Für eine moderne Mensa liefen Gespräche mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft über den Umbau des Bürgertreffs in der Rathausstraße. Noch keine Lösung hat der Landrat bislang für die ebenso heruntergekommene Turnhalle am Rathenauplatz. „Diesem Thema müssen wir uns stellen, aber das wird nicht 2019 sein“, sagte er.

Sanierung Haus 1 fraglich

Teilnehmer der Schulkonferenz sprachen gegenüber der OVZ davon, dass der Landrat eine Sanierung des Hauses 1 völlig ausgeschlossen habe. Dafür gebe es kein Geld, wird er zitiert. Diese Äußerung stimme so nicht ganz, sagte Melzer auf Nachfrage. Er habe jedoch deutlich gemacht, dass für den Erhalt des Gymnasiums neue Wege nötig sind. Eine Entscheidung sei nicht gefallen. Falls das Kursangebot in Meuselwitz gestärkt werde und die Oberstufe dort verbleiben könne, müsse über eine Sanierung im Haus 1 nachgedacht werden.

Ein zweites denkbares Kooperationsmodell der drei Gymnasien seien Kurse in der Oberstufe sowohl in Altenburg als auch in Meuselwitz. Damit würde das Angebot generell verbessert. Das würde allerdings bedeuten, dass Schüler aus der Skatstadt an die Schnauder pendeln.

Eltersprecher für kreisweite Kooperation

Der Landrat befürchtet nicht, dass durch eine Verlagerung der Oberstufe das Gymnasium in Meuselwitz auf Dauer gefährdet ist.

Darüber gibt es freilich unterschiedliche Auffassungen. Für den Elternsprecher des Altenburger Landes, Christian Hofmann, macht ein Gymnasium ohne Oberstufe keinen Sinn, weshalb er deren Erhalt in Meuselwitz fordert. Hofmann räumt ein, dass aufgrund der geringen Schülerzahlen ein vollständiges Kursangebot schon gar nicht mehr möglich sei. Auch deshalb sei der Standort Meuselwitz auf Dauer gefährdet.

Hofmann spricht sich daher für eine Kooperation aller staatlichen Gymnasien im Landkreis aus, um eine Spezialisierung und ein vielfältigeres Angebot bei Grund- und Leistungskursen zu erreichen. Dadurch verbessere sich die Auswahl für alle Gymnasiasten und die Profilierung der Schulen des Kreises, sagte der Sprecher der OVZ.

Stadt hat keinen Einfluss

Für den Erhalt des Gymnasiums hat sich auch Bürgermeister Udo Pick (BfM) ausgesprochen, der an dem Treffen mit Melzer teilnahm. Das Schicksal liege freilich in den Händen des Kreises, sagte Pick kürzlich auf einer Einwohnerversammlung, die Stadt habe darauf keinen Einfluss.

Ohne Oberstufe ist das Gymnasium bald am Ende, befürchtet Claudia Galow, die Elternsprecherin dieser Bildungsstätte. Niemand gebe sein Kind auf ein Gymnasium, das nur bis Klasse 10 gehe. Es sei traurig, dass über so etwas überhaupt nachgedacht werde, sagte Galow der OVZ. Denn damit sorge man dafür, „dass die Jugend abwandert und irgendwann auch die Stadt stirbt“.

Von Jens Rosenkranz

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