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Altenburg „Anastasia hat alle geflasht“ – Wintersdorferin ist Drittschönste im ganzen Land
Region Altenburg „Anastasia hat alle geflasht“ – Wintersdorferin ist Drittschönste im ganzen Land
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14:36 24.02.2019
Anastasia Aksak (l.) wird bei der Miss-Germany-Wahl in Rust Dritte. Der Sieg geht an Miss Baden-Württemberg, Nadine Berneis (M) aus Stuttgart, Zweite wird Miss Hamburg, Pricilla Klein. Quelle: dpa
Rust/Wintersdorf

Die Krone der Schönheitskönigin konnte Anastasia Aksak (22) am Ende nicht mit nach Hause nehmen. Aber viel hat nicht gefehlt: Die Wintersdorferin hat es auf das Siegertreppchen geschafft, ist am Sonnabend bei der Wahl zur Miss Germany 2019 Dritte geworden. Dabei bekam sie viel Daumendrücken von geballter Sachsen-Schönheit: Im Publikum saßen die beiden Leipziger Soraya Kohlmann, Miss Germany 2017, und Sasha Sasse, Mister Germany 2019, sowie die aktuelle Miss Germany 50 plus Evelyn Reißmann aus Plauen.

Blitzlichtgewitter und Tränen

Aus anfangs 16 Kandidatinnen zog Studentin Anastasia zunächst in die Runde der besten Acht ein, dann kam sie unter die besten Fünf, und schließlich unter die besten Drei. Den Titel holte sich Miss Baden-Württemberg Nadine Berneis (28) vor Miss Hamburg Pricilla Klein (23). „Ich bin glücklich, dass ich es so weit gebracht habe, und komplett zufrieden mit meiner Platzierung“, sagte die amtierende Miss Sachsen nach Ende des Wettbewerbs, nachdem die drei Schönsten ausgiebig im Blitzlichtgewitter gestanden hatten.

Dass Anastasia hinter den Kulissen dennoch einige Tränchen vergoss, lag vor allem daran, dass die Anspannung der zurückliegenden drei Wochen nun endlich vorbei war. Und dass sie nach drei Wochen Missen-Ausbildung auf Fuerteventura und im Europapark Rust ihre Mutter und ihre besten Freundinnen wiedersehen konnte. „Meine Mama ist mein größter Groupie. Sie hat mir jeden Tag berichtet, wo wieder etwas über mich geschrieben stand“, verriet die Tochter.

Aufregung in Neubraunshain

Das kleine Dorf Neubraunshain bei Wintersdorf stand am Samstagabend vermutlich Kopf. Dort wohnt Anastasias Familie – der türkische Vater, die russische Mutter, die beiden Brüder (13 und ein Jahr) und der Schäferhund. Im Alter von zwei Jahren zog sie mit ihrer Familie von Leipzig nach Wintersdorf, wuchs dort auf, spielte in Meuselwitz Fußball. Nun studiert sie in Zwickau, hält sich aber auch viel in Leipzig auf. „Unsere Nachbarinnen schauen sich den Wettbewerb im Livestream an“, erzählte die BWL-Studentin mit deutscher Staatsbürgerschaft.

Unter den Augen von 180 akkreditierten Medienvertretern, darunter ARD, ZDF, RTL und Sat1, schritten und tanzten die 16 Missen-Anwärterinnen zuerst im schwarzen Hosenanzug, dann in drei verschiedenen Abendkleidern über den Laufsteg. Sie wurden per Video vorgestellt, bevor sie sich live den Fragen der Juroren stellten. Einen Durchgang im Badeanzug gibt es nicht mehr – das wäre für Anastasia auch ein Hinderungsgrund gewesen. Ohnehin hat sie lange überlegt, ob sie bei dem Wettbewerb tatsächlich antreten soll, für den zwei Freundinnen sie angemeldet hatten.

„Mein kleiner Bruder ist mein Ein und Alles“

Der gesamte Ablauf der Show war tagelang vorher geprobt worden, doch in der „Stunde der Wahrheit“ schlug den Mädchen das Herz bis zum Hals. Manche konnte vor Aufregung kaum sprechen. Anastasia, Kandidatin mit Startnummer 11, wurde gefragt, was das prägende Ereignis in ihrem Leben war. „Die Geburt meines kleinen Bruders. Er ist mein Ein und Alles, obwohl zwischen uns 20 Jahre Altersunterschied sind“, schwärmte sie. Juror Wolfgang Bosbach wollte von ihr wissen, was typisch für die junge Generation sei? „Dass wir viel am Smartphone sind. Soziale Medien sind uns ganz wichtig“, antwortete die gebürtige Leipzigerin. Sie studiert an der Westsächsischen Hochschule Zwickau im dritten Semester BWL und will später einen Job im Marketing machen. Einen Freund hat sie nicht, „und ich bin auch nicht auf der Suche“.

Vor zwei Jahren noch 20 Kilo mehr drauf

Noch vor zwei Jahren hätte die 1,76 Meter große Sachsen-Schönheit es wahrscheinlich nicht bis ins Finale einer Miss-Germany-Wahl geschafft. Grund: Sie hatte 20 Kilo mehr auf den Rippen als heute. Durch gesunde Ernährung und viel Sport gelang es ihr, in zwei Etappen jeweils zehn Kilo loszuwerden. Heute wiegt sie schlanke 60 Kilogramm. Vor dem Wettbewerb war sie als eine der Top-Kandidatinnen gehandelt worden. „Anastasia hat alle geflasht. Sie ist authentisch und braucht nicht viel, um zu überzeugen“, urteilte Ines Klemmer von der Miss Germany Corporation, unter dem Namen Ines Kuba 1992/93 selbst Miss Germany und Queen of the World.

Von Kerstin Decker

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