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Altenburg Andrang bei den großen Tieren in Starkenberg
Region Altenburg Andrang bei den großen Tieren in Starkenberg
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18:46 17.02.2019
Am Tag der offenen Tür holte der Zirkus auch vier Araberhengste in die Manege. Quelle: Mario Jahn
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Starkenberg

Auf dem Gelände des Circus Afrika im Starkenberger Ortsteil Kostitz herrscht Volksfeststimmung. An der Kasse und am Essensstand reihen sich am Sonntag lange Schlangen, auch um das Elefantengehege hat sich eine Traube gebildet. Zahlreiche Besucher sind zum Tag der offenen Tür des Zirkus’ gekommen. „Wir sind überwältigt. Über 2000 Besucher sind unserer Einladung gefolgt. Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Wir hatten in der Halle nur 300 Sitzplätze aufgebaut, deswegen mussten einige Zuschauer stehen“, sagt Zirkusdirektor Hardy Weisheit.

In der Manege zeigt die Zirkusfamilie einen Ausschnitt aus ihrem Showprogramm. Die Kunststücke von Pony Pumuckl, Friesenhengst Sultan und den Araberhengsten bekommen Applaus. Doch auch die Kinder von Hardy Weisheit – Kimberly und Jeffrey, die bereits achte Generation der Artistenfamilie – überzeugen, als sie Bälle mit Händen und Füßen jonglieren.

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Elefantendamen sind beliebtes Fotomotiv

„Die Show ist richtig klasse“, sagt Sandra Kampers, die mit ihrer Familie aus Meuselwitz gekommen ist. Zwischen den Vorstellungen ist Zeit für Fotos mit den Tieren sowie für Pony- und Kamelreiten. Ein beliebtes Fotomotiv sind an diesem Tag die Elefantendamen Moya, Gandhi und Tonga. Wer sich traut, kann sich auf die Stoßzähne setzen und sich fotografieren lassen. Der Circus Afrika ist einer der letzten deutschen Zirkusse, der Elefanten hat. Auch die Kamele erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Besucher können sie streicheln und füttern. „Die Tiere sind diesen Trubel gewöhnt und gehen damit locker um. Zirkustiere sind auch Rampensauen“, sagt Hardy Weisheit.

„Wir sind froh, dass der Zirkus mit seinen Tieren in unserer Nachbarschaft ist“, sagt Anwohnerin Gabi Seidel. „Die Tiere sehen alle sehr gepflegt aus und das Gelände ist jetzt aufgeräumt und sauber. Bevor der Zirkus hier war, wurde hier viel Müll abgeladen.“

Besucher bringen Futterspenden

Viele Besucher bringen Futterspenden mit. Regina Glaubauf und ihr Mann kommen jeden Freitag und bringen Leckereien für die Tiere. „Sie waren die ersten Starkenberger, mit denen wir Kontakt hatten“, sagt Hardy Weisheit. „Wir sind über jede Spende dankbar. Besonders über Heu freuen wir uns“, erzählt der Zirkusdirektor.

„Was der Zirkus sich hier aufgebaut hat, ist erstaunlich. Das hätte ich nicht gedacht. Es ist mal was anderes, als man sonst so sieht“, sagt Besucherin Anne Rüdiger. Das Gelände in Starkenberg war zunächst nur als Winterquartier für Circus Afrika vorgesehen. Doch nach diesem gelungenem Erlebnistag sieht sich Hardy Weisheit in dem Vorhaben bestätigt, mehr daraus zu machen. „Ich kann nun mit Sicherheit sagen, dass wir in Starkenberg bleiben werden. Wir wollen einen Erlebnishof mit vielen Attraktionen eröffnen und dazu das Elefantengehege und die Manege renovieren und ausbauen. Wir bedanken uns bei den Besuchern, dass sie uns so unterstützen.“

Ob bei den Kamelen oder den Elefanten, ob bei Pony Pumuckl oder den Vorführungen mit den Araberhengsten: Auf dem Gelände des Circus Afrika in Starkenberg herrschte am Sonntag Andrang. Hunderte wollten dort hinter die Kulissen schauen und das Programm in der Manege erleben.

So soll es in der Gemeinde im Westen des Altenburger Landes auch in Zukunft möglich sein, Elefanten beim Fußball spielen zu beobachten. Bevor die Zirkusfamilie sesshaft wird, zeigt sie ihr Programm im März in Leipzig auf dem Kleinmesse-Gelände am Cottaweg.

Von Lisa Gerth