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Altenburg Aufsichtsrat und Anteilsverkäufe schaffen in der Thüsac neue Fakten
Region Altenburg Aufsichtsrat und Anteilsverkäufe schaffen in der Thüsac neue Fakten
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16:00 10.12.2017
Die Thüsac betreibt in Altenburg sechs Stadtlinien und steuert auch den Roßplan an. Quelle: Mario Jahn
Altenburg/Leipzig

4,6 Millionen Kilometer legen die Busse der Thüsac Personennahverkehrsgesellschaft im Jahr zurück – eine ungeheuer lange Strecke, so als würde man rund sechsmal bis zum Mond und wieder zurück fahren. Von dieser Größenordnung gibt es nichts Vergleichbares in der Region. Das länderübergreifende Transportunternehmen stellt sich nun neu auf. Bislang betrug die Beteiligung des Altenburger Landes an der GmbH 52 Prozent, der zweite Gesellschafter, der Landkreis Leipzig, hielt 5 Prozent.

Das soll sich nun ändern. Die Leipziger haben neue Anteile hinzugekauft, um auf 14 Prozent zu kommen – eine geringere Zahl als ursprünglich vorgesehen. Mitte des Jahres war noch von 19 Prozent die Rede. Beide Kreistage hatten dem bereits zugestimmt. Es sei von strategischer Bedeutung, das Engagement des Landkreises Leipzig wieder deutlich zu erhöhen, erklärte Landrat Henry Graichen (CDU). Mit dem Erwerb der zusätzlichen Anteile erhofft sich Leipzig eine größere Einflussmöglichkeit auf das Busunternehmen – auch im Hinblick auf die Vergabe der Verkehrsleistungen, die nach dem Jahr 2023 anstehen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist derzeit der Betrieb von Bus-Leistungen im Landkreis vergeben – einschließlich Liniengenehmigungen.

Aus Geldnot hatte der damalige Landkreis Leipziger Land im Jahr 2005 Anteile an der länderübergreifenden Firma verkauft. Ursprünglich hielt das Altenburger Land 52 und die Sachsen 48 Prozent am Unternehmen mit Sitz in Windischleuba. Durch den Verkauf flossen die freien Anteile an die Gesellschaft zurück.

Für den aktuellen Transfer musste der Landkreis Leipzig nun rund 1,4 Millionen Euro auf den Tisch legen. Das Geld fließt an die Thüsac direkt und wird wohl vor allem für den Kauf neuer Busse eingesetzt, um insbesondere die Herausforderungen des Projektes „Muldental in Fahrt“ zu meistern.

Am Mittwoch wurde im Kreistag auch die dazu nötige Änderung des Gesellschaftsvertrages einstimmig gebilligt. Wichtigste Neuheit ist die Bildung eines achtköpfigen Aufsichtsrates. Bislang existierte nur ein Beirat, bestehend aus zwei Kreistagsmitgliedern.

Der Landkreis Leipzig soll drei Mitglieder in das neue Gremium entsenden, die Altenburger fünf. Beide Landräte sind Kraft ihres Amtes bereits Mitglied. Der Kreistag legte am Mittwoch fest, dass das Altenburger Land durch Ronny Thieme, den Fachbereichsleiter Ordnung im Landratsamt, sowie durch die Kreisräte Barbara Golder (CDU), Steffen Stange (SPD-Fraktion) sowie Ralf Plötner (Linke) im Aufsichtsrat vertreten wird.

Von Jens Rosenkranz

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