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Altenburg Autofahrer müssen im Altenburger Johannisgraben länger mit Pfusch leben
Region Altenburg Autofahrer müssen im Altenburger Johannisgraben länger mit Pfusch leben
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16:53 07.08.2019
Die Beseitigung des Waschbretteffekts, so der Fachbegriff für den welligen Straßenbelag, im Altenburger Johannisgraben zieht sich weiter hin. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Eigentlich sollte der Waschbretteffekt im Altenburger Johannisgraben längst verschwunden sein. „Es ist damit zu rechnen, dass die Mängel bis Sommer nächsten Jahres beseitigt sind“, hatte Altenburgs Bau-Bürgermeister Frank Rosenfeld (SPD) im November 2018 verkündet. Doch die Beseitigung der gefürchteten Bodenwellen, die meist durch Bau-Pfusch entstehen, zieht sich weiter hin. Weil Autofahrer auf der Straße am Rande der Innenstadt nun noch immer durchgeschüttelt werden, spricht Rosenfeld auf OVZ-Nachfrage inzwischen von einer Beseitigung bis Jahresende.

Verhandlungen über Vergleich kurz vor Abschluss

Wie der ebenso für Rechtsangelegenheiten der Skatstadt zuständige Bürgermeister weiter wissen ließ, liegt dies an erneut aufgeflammten Unstimmigkeiten zwischen Behörde und Straßenbaufirma. Dabei waren beide Seiten laut Rosenfeld bereits im Vorjahr nur knapp einem Rechtsstreit entgangen und hatten sich auf eine Ausbesserung der Schäden bis 30. April dieses Jahres verständigt. „Die Parteien hatten noch unterschiedliche Auffassungen über den Umfang der Mängel“, so Rosenfeld jetzt. „Dazu wurden Vergleichsverhandlungen geführt, die kurz vor dem Abschluss stehen.“ Ziel dieser sei, „dass die Mängel noch in diesem Jahr behoben werden“.

Es kann also sein, dass auch das nichts wird und sich die Sache noch länger hinzieht. Nämlich dann, wenn man sich nicht einigt. Laut Rosenfeld geht es in den Verhandlungen vor allem darum, dass die Stadt für die Mängelbeseitigung über die Baukosten hinaus, die insgesamt deutlich über einer Million Euro liegen, kein zusätzliches Geld investieren will. Immerhin habe sich der Schadensumfangs nicht weiter erhöht, so der Bürgermeister. „Wir gehen davon aus, dass nach Nachbesserung die Mängel behoben sein werden.“

Offenbar muss komplette Seite aufgefräst werden

So erstreckt sich der Waschbretteffekt auf die gesamte linke Seite des Johannisgrabens. Allerdings ist dieser im Teilstück zwischen Gerhard-Altenbourg-Straße und Johannisstraße besonders stark ausgeprägt. Dort muss die erst 2017 sanierte Straße wieder aufgefräst und teilweise neu aufgebaut werden, um die tief liegenden Schäden zu beseitigen. Offenbar ging es nun bei den erneuten Unstimmigkeiten auch darum, dass dies nicht nur dort, sondern auf der gesamten Länge geschehen muss. Zudem sollen in zwei Abschnitten auch die Gehweghöhen und das Pflasterbild korrigiert werden.

Für die Autofahrer bedeutet das in jedem Fall eine Einschränkung. „Soweit der in Richtung Johannisstraße links gelegene Fahrstreifen neu gemacht wird, ist für die Dauer der Arbeiten mit der Sperrung eines Fahrstreifens zu rechnen“, erklärte Rosenfeld. Wann genau und wie lange, steht indes noch nicht fest.

Damit setzt sich die Pannenserie im Johannisgraben fort. Denn ursprünglich sollte die Straße bereits Ende 2017 fertig saniert sein. Doch daraus wurde nichts, weil wegen geschlossener Steinbrüche in China erst Baumaterial fehlte und dann der Waschbretteffekt auftrat. Über dessen Beseitigung streiten sich seither Straßenbauer und Stadt.

Von Thomas Haegeler

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