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Altenburg Bau eines Regenüberlaufs behindert Verkehr auf Leipziger Straße in Altenburg
Region Altenburg Bau eines Regenüberlaufs behindert Verkehr auf Leipziger Straße in Altenburg
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00:23 17.09.2018
Weil vor dem Parkplatz auf der Straße An den Plateauwiesen (hinten) ein Regenüberlauf entsteht, wird die Leipziger Straße wochenlang zum Nadelöhr. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Die Skatstädter müssen sich auf eine neue Baustelle einstellen. Wie der Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (Waba) informierte, beginnt am kommenden Montag der Bau des neuen Regenüberlaufs 9 (RÜ 9) an den Plateauwiesen. Weil für die einjährige Bauzeit bis Ende September 2019 das Regen- und Abwasser über einen Ersatzkanal umgeleitet wird und die Anschlüsse dafür in der Leipziger Straße liegen, muss diese am Anfang und am Ende des Projekts für jeweils vier Wochen halbseitig gesperrt werden.

Ampeln regeln ab 8. Oktober Verkehrsfluss

Laut Anke Schuhknecht, die in der Stadtverwaltung für Straßenverkehr zuständig ist, werden in der 41. Kalenderwoche, ab 8. Oktober, kurz vor dem Abzweig zur Beethovenstraße Ampeln aufgebaut, so dass der Verkehr die Baustelle wechselseitig passieren kann. Dort werde es aber zu Staus kommen, „weil der Verkehr nicht wie gewohnt abfließen kann, besonders in stadtauswärtiger Richtung“, so Schuhknecht. Daher werde man frühzeitig in der Parkstraße, aber auch in der Remsaer und Leipziger Straße Hinweisschilder aufstellen, „damit die Autofahrer den Bereich umfahren können“. Infrage kommen dafür die Kauerndorfer Allee und die Ortsumgehung.

Im August 2019 nochmals vier Wochen Teilsperrung

Wie Schuhknecht weiter mitteilte, gibt es zudem – und zwar bereits ab Montag für die gesamte Bauzeit – Vollsperrungen und Halteverbote in der Straße An den Plateauwiesen und auf der benachbarten ehemaligen Zufahrt zum Güterbahnhof. Im August 2019 kommt es dann nochmals für einen Monat zur halbseitigen Sperrung der Leipziger Straße mit Ampellösung. Es gab aber auch die Überlegung, den stadtauswärtigen Verkehr über das gesamte Jahr zu gewährleisten und die Fahrzeuge Richtung Zentrum umzuleiten.

Informationen und Lösungen für Betroffene

Dass man dies verworfen habe, liege vor allem daran, dass dann die im betroffenen Bereich ansässigen Firmen, wie die Spielkartenfabrik, Probleme mit der Anlieferungen gehabt hätten, erklärte Projektleiter Ulrich Vanheiden. Grund dafür sei die beschränkte Durchfahrtshöhe der Bahnbrücke. Laut Schuhknecht hätte es zudem Probleme in der Brunnenstraße gegeben. Für den Gewerbehof oberhalb der Plateauwiesen gibt es außerdem eine separate Lösung: eine Ersatzzufahrt von der Kauerndorfer Allee/Rasephaser Straße über das Bahngelände. Auch die Zufahrt zu den Garagen will man gewährleisten und hat betroffene Anwohner per Aushang informiert.

Mächtiges Bauwerk mit aufwendiger Ersatzleitung

Grund für den Aufwand – insbesondere für die Sperrung einer der Hauptstraßen Altenburgs – ist der rund 1,9 Millionen Euro teure neue RÜ 9. „Damit wir bei Regenwetter nicht überschwemmt werden, müssen wir eine Stahlleitung mit 1,10 Metern Durchmesser bauen“, sagte Bauleiter Robby Hammer. Um das Regen- und Abwasser darüber umzuleiten, brauche es Pumpen, die in die Schächte eingebaut werden. „Die befinden sich auf der Leipziger Straße.“ Der neue Kanal selbst ist etwa 50 Meter lang, endet kurz hinter den Parkplätzen An den Plateauwiesen, verläuft fünf Meter unter der Erde und hat eine lichte Höhe von 1,90 Metern. Noch einen Meter tiefer reicht das eigentliche Bauwerk: Das komplett aus Beton bestehende RÜ 9 ist weitere 14 Meter lang.

Wasser soll im Ernstfall sauberer in Blaue Flut fließen

„Anlass für den Bau ist eine Anpassung an die Wasserrahmenschutzrichtlinie“, so Hammer. Es gehe darum, Mischwasser im Fall von Starkregen besser zu reinigen, ehe es in einen Bach oder Fluss gelangt. Dies geschehe künftig durch ein Sieb und einen Absetzmechanismus, so dass nur noch stark verdünntes Schmutzwasser in die Blaue Flut komme, ergänzte Vanheiden. „Es ist und bleibt aber ein Entlastungsbauwerk, das bei Starkregen in die Blaue Flut entwässert“, stellte Waba-Werkleiter Ubald Greger klar: Und zwar eines, von dem man – bis auf ein paar Belüftungsschlitze – nichts mehr sieht, weil es komplett unterirdisch in der Mitte der Straße verläuft.

Von Thomas Haegeler

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