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Altenburg Baustoffwerke sorgen selbst für Misstrauen
Region Altenburg Baustoffwerke sorgen selbst für Misstrauen
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09:27 30.07.2019
Die Sandgrube in Starkenberg. Quelle: Jörg Reuter
Starkenberg

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Wenn es wirklich so einfach wäre, müsste sich niemand über die Pläne der Starkenberger Baustoffwerke aufregen und alle sollten glücklich sein. Doch offensichtlich kann es auch vergiftete Geschenke geben, die – sind sie erst mal angenommen – jede Menge Probleme bereiten. Augenscheinlich sieht das auch das Landratsamt so, worauf es die Gemeinde hinweist.

Bauschutt ist kein Atommüll

OVZ-Mitarbeiter Jörg Reuter. Quelle: Mario Jahn

Deswegen mit der großen Keule auf die Starkenberger Gruppe einzuschlagen, überzeugt aber nicht. Schließlich gibt es nicht ohne Grund die Abfall-Zuordnungswerte. Sie sollen auch den Müllberg klein halten, in dem Material wie Bauschutt anderweitig verwendet werden darf. Und weil in Deutschland alles ganz genau und super sein muss, dürfen alter Putz und Ziegelreste heute nur noch in den Straßenkörper, wenn der rundum abgedichtet ist.

Nun aus den vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen zu schlussfolgern, das Zeug sei hochgefährlich, ist grotesk. Dennoch redet die Nachbarschaft der Firma bisweilen darüber, als sei geplant, den Straßendamm mit Atommüll zu füllen. Dies wiederum ist Ausdruck tiefen Misstrauens gegenüber der Redlichkeit des Unternehmens.

Straßendämme müssen nicht sein

Für das Misstrauen sorgen die Baustoffwerke aber auch ein gutes Stück selbst. Zwar gibt sich die Firma offen und ehrlich und informiert Bevölkerung und Politik recht ordentlich. Doch wenn es bereits in der Vergangenheit ähnliche Vertrauens-Problem gab, warum müssen nun auch noch Straßen-Dämme aus Abfällen angelegt werden, obwohl es rundum feinsten Sand und Kies gibt?

altenburg.redaktion@lvz.de

Von Jörg Reuter

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