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Altenburg Beim Karneval in Wintersdorf und Altenburg werden Reden und Tanzbein geschwungen
Region Altenburg Beim Karneval in Wintersdorf und Altenburg werden Reden und Tanzbein geschwungen
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16:41 24.02.2019
Volles Haus beim Fasching in Wintersdorf. Im Kulturhaus wird 30 Jahre Karneval gefeiert. Quelle: Mario Jahn
Wintersdorf/ Altenburg

“Seid bereit. Immer bereit“, den Spruch der Jungpioniere machten sich die Wintersdorfer Karnevalisten dieses Jahr zum Motte und begingen den diesjährigen Karneval mit einem besonderen Anlass: Der Wintersdorfer Faschingsclub (WFC) feiert dieses Jahr seinen 30. Geburtstag und auch im Saal der Altenburger Brauerei wurde dank des Altenburger Carnevalsclubs heftig gefeiert. „30 Jahre ist es her, dass unser Verein gegründet wurde und seit 30 Jahren gibt es auch die DDR nicht mehr, darauf möchten wir Bezug nehmen“, erklärt „Oberindianer“ alias Vereinspräsident Andreas Quaas. In seiner Begrüßungsrede nimmt er spaßhaft Bezug auf dieses „gemeinsame Jubiläum“.

Verein fing klein an

1989 fing der Verein klein an: „Die Mittel waren natürlich begrenzt. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch. Eine häusliche Nähmaschine für die ersten Kostümteile, eine Garage als Proberaum oder der Keller als Bastelstube brachten die Erstausstattungen zu Stande“, so beschreibt der Verein auf seinem Internetauftritt die ersten Jahre. Inzwischen aber ist der Wintersdorfer Fasching im Kulturhaus zu einer festen Einrichtung geworden, und auch der Nachwuchs steht bereit: Wir haben 31 Kinder in unserer Tanzgruppe und sind damit sehr zufrieden“, sagt Andreas Quaas. „das Interesse ist bestimmt auch unserer sehr guten Trainerin zu verdanken“.

Stars von „Ein Kessel Buntes“

Auch die erwachsenen Wintersdorfer tanzen mit Vergnügen: Neun Frauen und sogar elf Männer haben an diesem Sonnabend auf der Bühne ihr Können bewiesen. „Wir konnten sogar bekannte Interpreten der DDR-Show ’Ein Kessel Buntes’ gewinnen“. Viel soll nicht vorweg genommen werden, denn am 2. März wird bei ausverkauften Plätzen weiter gefeiert. „Einen Elferrat haben wir nicht“ verriet Quaas doch noch, „denn, ob es auch jedes Jahr elf sind darauf kann man sich bei uns nicht verlassen“ – und in den Elferrat, das muss gesagt sein, dürfen nur Männer. Frauen gibt es im Verein nämlich auch, Obernarr Andreas Quaas kam selbst erst durch seine Gattin zum Faschingsclub: „Sie hat mich mitgeschleppt und ich dachte, ich kann vielleicht ein paar Requisiten bauen“ erzählt er, doch spätestens nach der ersten Playback-Show hat er dann Feuer gefangen: „Das Rumgeblödel hat mir doch zu viel Spaß gemacht“. Und das macht offensichtlich auch anderen Wintersdorfern Spaß. 73 Mitglieder zählt der Verein derzeit, davon sind die knappe Hälfte Kinder: „Gerade nach unseren Auftritten im Februar steigt die Nachfrage der Kleinen für den Tanz immer sprunghaft an“, sagt Vereinspräsident Andreas Quaas lachend. Neue kleine Tänzer in „grün-gelb-schwarz“ werden dann vielleicht schon bei dem nächsten karnevalistischen Jubiläum zum 33. Jahr des WFC auf der Bühne stehen.

Viel zu tun für Tanzmädchen

In Altenburg standen die Tanzmädchen an diesem Wochenende gleich zwei Mal auf der Bühne, am Sonnabend zum Kinderfasching und am Sonntag zum Tanznachmittag. Die Kleinsten des Altenburger Carnevalclubs wollten aber nicht nur die Beine schwingen, sondern haben –auf eigenen –Wunsch auch ihren eigenen Sketch aufgeführt. „Das ist gut, wir wollen die Jugend ja auch fördern“ lacht Vereinsvorsitzende Sylke Etzold. Erschöpft ist sie nach den beiden Abenden nicht, „sowas hält uns doch jung!“, hofft sie für sich und natürlich auch für das Publikum. Für die, die ohnehin noch jung sind gab es diesmal dank einer Spende der Stiftung Bahnsozialwerk neben Kinderdisko und Spielen noch eine besondere Showeinlage: Ein Clown aus Burgstätt stattete den rund 150 Altenburger Kinderkarnevalisten einen bunten Besuch ab.

Von Anna Flora Schade

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