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Altenburg Bergbaufreunde sauer: „Ergebnisse bei der Kulturhalle Zipsendorf sind beschämend“
Region Altenburg Bergbaufreunde sauer: „Ergebnisse bei der Kulturhalle Zipsendorf sind beschämend“
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08:15 18.04.2019
Die Bergbau- und Heimatfreunde kritisieren die Anstrengungen der Stadtverwaltung beim Erhalt der Kulturhalle Zipsendorf. Quelle: Mario Jahn
Meuselwitz

Die Bergbau- und Heimatfreunde Zipsendorf sind mit dem Fortgang der erhofften Sanierung und der Erhaltung der Kulturhalle Zipsendorf nicht zufrieden. Deshalb haben sie einen offenen Brief an den Meuselwitzer Bürgermeister Udo Pick geschrieben, um mehr Licht in die Aktivitäten der Stadtverwaltung wegen des Gebäudes zu bringen. Sie erinnern dabei an die Aktion „MDR-Frühlingserwachen“ und das dabei gezeigte Interesse, etwas für die Kulturhalle zu tun, was bei vielen Sponsoren und den Mitgliedern von Vereinen sowie zahlreichen Einzelpersonen großen Zuspruch fand. „Auch wenn einige Maßnahmen nur optische Effekte erreichten und technische Erneuerungen nicht berücksichtigt wurden, ist das Erreichte ein positives Ergebnis“, heißt es im Schreiben.

Ergebnisse bei der Erhaltung kritisiert

Nunmehr sei fast ein Jahr vergangen und die Stadtverwaltung habe darüber informiert, dass es gelungen sei, acht Türen mit Paneelen zu vertäfeln sowie eine Schutzschicht über die bereits angebrachten Paneele im Saalbereich aufzubringen. „Dieses Ergebnis trägt keinesfalls dazu bei, unsere seit 1930 vorhandene Heimstätte für Kultur und Sport zu erhalten“, kritisieren die Bergbau- und Heimatfreunde. Daher sollte offengelegt werden, „wie ernst es unseren Stadtvätern um die Erhaltung des Objektes ist, denn die bisherigen Ergebnisse sind beschämend und haben nichts mit einer leeren Stadtkasse zu tun.“

Fragen an Bürgermeister gerichtet

Im Brief folgen nun eine ganze Reihe von Fragen, wie zum Beispiel nach einem aktuellen Sanierungskonzept, nach eingeholten Angeboten für Einzelmaßnahmen, was getan oder erreicht wurde, um Fördermittel und sonstige technische Unterstützung im Rahmen des Bauhausjahres 2019 zu erhalten und welche Maßnahmen angedacht sind, um im April 2020 die 90-jährige Existenz der Kulturhalle würdig vorzubereiten. Erkundigt wird sich des weiteren, was unternommen wird, um die energiefressende, kostenintensive Hallenbeleuchtung zu erneuern und wie das Problem der nicht mehr zeitgemäßen Rettungswege und Notausgänge gelöst werden soll, warum Stadtverwaltung nicht auf über längeren Zeitraum vorliegende Angebote zur materiellen und finanziellen Unterstützung reagiert, wieso das Rathaus nicht das Potenzial gemeinnütziger Vereine nutzt, die in der Halle präsent sind. Die letzte Frage lautet, weshalb weitere Fördermöglichkeiten nicht genutzt werden, um zum Beispiel den von 1930 stammenden Elektro-Hausanschluss auf den erforderlichen technischen Stand zu bringen.

Vereine sollen mit einbezogen werden

„Wir und die Nutzer drängen auf den Erhalt dieser Einrichtung“ und wollen dazu beitragen, um ein größeres Engagement seitens des Eigentümers zu erreichen und vor allem die Bürger und Vereine zur Lösung mit einbeziehen, heißt es.

Pick bezeichnete die im Schreiben der Bergbau- und Heimatfreunde erhobenen Vorwürfe zur letzten Stadtratssitzung als nicht gerechtfertigt. „Mit dem Vereinsvorsitzenden wird es dazu eine Auswertung geben“, kündigte der Rathauschef an. Im Kulturausschuss informierte Pick über ein danach erfolgtes Treffen mit dem Verein. Dort sei Einigkeit darüber erzielt worden, dass die Kulturhalle weiterentwickelt werden solle. Wie konkret, sagte Pick nicht. Ebenso ging der Bürgermeister auf keine einzige Frage im Brief der Heimatfreunde ein.

Keine Einigung erzielt

OVZ-Informationen zufolge hatte sich Pick Anfang April mit dem Bergbaufreunden getroffen. Von einer Einigung, von der Pick dabei spreche, könne überhaupt keine Rede sein, sagte Vereinschef Klaus Spindler der OVZ. Pick sei überhaupt nicht auf die Probleme eingegangen, habe auch die im offenen Brief gestellten Fragen nicht beantwortet. Das habe der Bürgermeister auch seitdem nicht getan, sagte Spindler.

Von Jens Rosenkranz

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