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Altenburg Bibo-Vorplatz und Spielplätze: Lucka will Stadtentwicklung vorantreiben
Region Altenburg Bibo-Vorplatz und Spielplätze: Lucka will Stadtentwicklung vorantreiben
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08:17 02.04.2019
Mittelfristig soll unter anderem der Vorplatz der Luckaer Bibliothek umfangreich auf Vordermann gebracht werden. Quelle: Mario Jahn
Lucka

Wie soll Lucka in zehn Jahren aussehen, welches Gesicht wird sich die Stadt künftig geben? Darüber soll in den kommenden Wochen und Monaten entschieden werden. In seiner jüngsten Sitzung stellte der Stadtrat mit der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) die Weichen für zahlreiche Vorhaben (OVZ berichtete).

Über die Jahre Leerstand zurückgebaut

Nötig geworden war die Fortschreibung, um auch künftig Zugriff auf Städtebaufördermittel zu erhalten. Eine Finanzierungsquelle, die seit Aufstellung des Konzepts 2002 umfangreich angezapft wurde, wie Bürgermeisterin Kathrin Backmann-Eichhorn betont. „Bestimmt an die drei Millionen Euro Fördergelder sind über die Jahre durch das ISEK geflossen“, bilanziert sie. Geld, mit dem so manches in der Kommune bewegt wurde. „Wir konnten etwa den gesamten Leerstand, sowohl Wohnblöcke als auch Garagen, über die Zeit zurückbauen“, so Backmann-Eichhorn.

Auch am Standort des heutigen Netto-Marktes bestimmte früher Leerstand das Bild. Quelle: Mario Jahn

Die so entstandenen Freiflächen wurden im Nachgang neu entwickelt, die Ergebnisse sind heute überall im Ort zu sehen. „Dazu zählt etwa das Gelände, auf dem inzwischen der Netto-Markt angesiedelt ist. Daneben haben wir im Karl-Spieß- und im Oswin-Brunner-Weg Eigenheimstandorte entwickelt, ein Trainingsplatz für die Fußballer des FSV ist ebenfalls entstanden“, zählt die Stadtchefin auf. Auch Umbau und Gestaltung der Bibliothek sowie die umfangreiche Sanierung der Turnhalle in der Pestalozzistraße konnten über das ISEK realisiert werden.

Bibliothek-Vorplatz und Spielplätze im Fokus

Zwar steht die aktuelle Fortschreibung noch ganz am Anfang, ist zunächst einmal lediglich die nötige Analysearbeit an ein Büro aus Weimar vergeben. Trotzdem kann sich Backmann-Eichhorn schon einige der künftigen Schritte vorstellen. „Wichtig wäre etwa, unsere Spielplätze zeitgemäß herzurichten, modernere Geräte anzuschaffen und so auch dem Zuzug junger Familien Rechnung zu tragen.“ Daneben sei auch die Herrichtung des Vorplatzes der Bibliothek fest ins Auge gefasst. „Hier könnten ein Lesegarten und Bewegungsangebote, insbesondere für ältere Bürger, entstehen“, umreißt sie ihre Vorstellungen.

Die Modernisierung der Spielplätze ist eines der Ziele im Luckaer Rathaus. Quelle: Mario Jahn

Neue Eigenheimstandorte seien derzeit nicht in Planung, so die Bürgermeisterin, zumal derzeit ohnehin gleich zwei Gebiete – am Mühlgraben sowie nahe der Lubak – entwickelt würden. Dafür wolle man privaten Eigentümern Hilfestellung anbieten, etwa Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Sanierungsvorhaben aufzeigen und bei der Antragserstellung unterstützen.

Ziel: Bis Jahresende soll Konzept stehen

Zunächst einmal gelte es nun jedoch, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen. „Das schließt Wohnungsgesellschaften und private Eigner, aber auch Vereine ein.“ Im kommenden halben Jahr stünden daher viele Gespräche an. Parallel werde von dem Weimarer Büro unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung eine Wohnbedarfsanalyse bis 2030 erstellt. Laufe alles nach Plan, könnten im September in einer ersten großen Runde konkrete Vorhaben erörtert werden. „Bis Jahresende soll dann, wenn nichts dazwischen kommt, das Konzept stehen“, kündigt Kathrin Backmann-Eichhorn an.

Von Bastian Fischer

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