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Altenburg Bootsverleih am Altenburger Inselzoo: Pächterin geht von Bord
Region Altenburg Bootsverleih am Altenburger Inselzoo: Pächterin geht von Bord
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17:11 26.12.2018
Der Bootsverleih am Großen Teich ist ein beliebtes Ausflugsziel. Mike Enge kümmerte sich im Auftrag der Pächterin um die Gäste. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Schluss, aus, vorbei: Die Pächter des Bootsverleihs am Großen Teich wollen keine weitere Saison an Bord bleiben. „Es ist Zeit für neue Impulse und neue Ideen für die Verantwortlichen der Stadt“, sagt Diana Riechel, Inhaberin der Firma ConzeptA Agentur, die den Verleih am Inselzoo seit 2015 personell absicherte. Den Pachtvertrag, der jeweils für eine Saison befristet ist, will sie 2019 nicht erneuern.

Es sei keine Zäsur im Groll, sondern eher ein Bauchgefühl, dass für den Abschied jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Es sei ihr bekannt geworden, dass die Stadtverwaltung einen neuen Pächter suche, wohl um das Angebot neu auszurichten. „Ich hätte mir gewünscht, dass die Stadt erst mal ein Gespräch mit mir führt. Dass das nicht passiert ist, finde ich traurig. Abgesehen davon hatten wir aber immer ein faires Miteinander.“ Dieses beruhte auf einem Saisonvertrag, laut dem die Stadt die Reparaturkosten für die Boote übernahm und die Pächterin mit den Ticketeinnahmen und einem städtischen Zuschuss das Personal bezahlte.

Rathaussprecher: Keine Entscheidung, den Verleih aufzugeben

Welcher neue Pächter am Inselzoo nun vor Anker geht, dazu gab es auf OVZ-Nachfrage aus dem Rathaus zunächst keine offiziellen Informationen. Von einem generellen Aus für den Bootsverleih könne aber keine Rede sein, versicherte Rathaussprecher Christian Bettels. Die Boote gehören der Stadt. „Wir werden uns bemühen, den Verleih in bewährter Form fortzusetzen – trotz angespannter Haushaltslage. Es ist vonseiten der Stadt keine Entscheidung getroffen worden, den Verleih aufzugeben“, so Bettels. Es werde ein neuer Pächter gesucht. „Wer das sein wird und zu welchen Konditionen, werden wir sehen.“

2015 hatte die Stadtverwaltung große Anstrengungen unternehmen müssen, um den Verleih zu retten. Nachdem sich die personelle Betreuung vor Ort nicht mehr über den zweiten Arbeitsmarkt absichern ließ, startete die Stadt zwei Ausschreibungen nacheinander – ohne Resonanz. Schließlich entschied sich Diana Riechel, den Hut in den Ring zu werfen. Sie baute mit ihrem Mitarbeiter Mike Enge das Angebot nach und nach aus, bot Getränke an, gestaltete den Platz vor dem Inselzoo neu, veranstaltete diverse Feste. „Wir hatten eine tolle Zeit“, sagt Riechel. „Aber alles hat ein Ende.“

Von Kay Würker

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