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Altenburg Brand im Altenburger Jugendwohnheim für Berufsschüler
Region Altenburg Brand im Altenburger Jugendwohnheim für Berufsschüler
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12:03 30.05.2018
Der Brandort auf dem Dach des Jugendwohnheims nach den Löscharbeiten.
Der Brandort auf dem Dach des Jugendwohnheims nach den Löscharbeiten. Quelle: Feuerwehr
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Altenburg

Sirenengeheul hat am Dienstagmorgen Anwohner in Altenburg-Nord hochgeschreckt. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge eilten in die Ludwig-Hayne-Straße 55/56. „Dachbrand Jugendwohnheim“, lautete die Einsatzkennung. Ein Passant hatte gegen 5.45 Uhr zufällig aufsteigenden Rauch im Dachbereich des Mehrgeschossers bemerkt und sofort Alarm geschlagen. Sämtliche Altenburger Feuerwehren wurden daraufhin in Bewegung gesetzt, ebenso die Rositzer.

131 Bewohner evakuiert

Die Bewohner des Wohnheimes, Berufsschüler der Berufsbildenden Schule für Wirtschaft und Soziales und der Johann-Friedrich-Pierer Schule, hatten zu diesem Zeitpunkt von dem Feuer noch gar nichts bemerkt. Per Hand wurde vor Ort die Brandmeldeanlage ausgelöst und eine Evakuierung eingeleitet. 131 Menschen verließen das Gebäude – nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Die Kameraden der Feuerwehren teilten sich vor Ort auf: Ein Trupp lief unter Atemschutz ins Haus, andere fuhren mit der Drehleiter aufs Dach hinauf und löschten dort das Feuer, das sich glücklicherweise noch nicht groß ausgebreitet hatte.

Offenbar ein Schwelbrand

Laut erster Einschätzung handelte es sich um einen Schwelbrand. An und in dem Gebäude finden aktuell Sanierungsarbeiten statt – inwieweit der Brand mit den Arbeiten in Verbindung steht, ist noch unklar. Nicht sicher ist außerdem, wie lange es auf dem Dach schon rauchte, bis ein Passant aufmerksam wurde. Die Ermittlungen laufen. Gegen 6.20 Uhr war das Feuer gelöscht, gegen 6.45 Uhr konnten die Kameraden wieder abrücken.

Vorfall lief noch glimpflich ab

Im Einsatz waren insgesamt 20 Kameraden sämtlicher freiwilligen Wehren aus Altenburg und den Ortsteilen sowie sechs Berufsfeuerwehrleute. „Auch die Rositzer Kameraden waren alarmiert, konnten ihren Einsatz aber abbrechen“, so der Chef der Altenburger Feuerwehren, Meik Zimny. Der Experte atmete tief durch, dass das Ereignis letztendlich noch sehr glimpflich verlaufen ist. „Brandgase können auch schnell in Räume ziehen und sind hochgiftig. Und wer schläft, wovon zu diesen frühen Zeitpunkt bei vielen Bewohnern auszugehen ist, dessen Geruchssinn ist ausgeschaltet.“

Im konkreten Fall seien glücklicherweise noch keinerlei Gase ins Gebäude gezogen. Und nachdem die Feuerwehrleute die Brandmeldeanlage ausgelöst hatten, konnten alle Bewohner selber das Gebäude verlassen. „Die Evakuierung eines Pflegeheimes mit einer derartigen Belegung mit vielen hilfebedürftigen Menschen hätte bedeutend mehr personellen Aufwand bedeutet.“

Das Jugendwohnheim, für das zwischen 2005 und 2007 ein Neubau errichtet worden ist, bietet in zwei Gebäudetrakten Platz für rund 180 Berufsschüler.

Von Kay Würker und Jörg Wolf