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Altenburg Brutaler Überfall am Bahnhof: Altenburger muss sich wegen Raubes verantworten
Region Altenburg Brutaler Überfall am Bahnhof: Altenburger muss sich wegen Raubes verantworten
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17:02 19.01.2020
In der Nähe des Altenburger Bahnhofs soll ein 20-Jähriger im Frühjahr 2018 einen Mann überfallen, bedroht und ausgeraubt haben. Nun muss er sich deswegen vor dem Landgericht Gera verantworten. Quelle: Mario Jahn
Altenburg/Gera

Zweiter Anlauf im Prozess um schweren Raub am Altenburger Bahnhof: Ab Montag muss sich ein 20-Jähriger vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Gera verantworten, weil er vor knapp zwei Jahren einen Mann in der Wettinerstraße mithilfe einer Pistole ausgeraubt und verletzt haben soll. Der Skatstädter hatte den Prozess, der bereits im Juli 2019 beginnen sollte, zunächst platzen lassen, weil er unentschuldigt fehlte. Daraufhin erging Haftbefehl. Seit September wartet der mehrfach Vorbestrafte hinter Gittern auf die Verhandlung.

Angeklagter soll Pistole benutzt haben

Konkret legt ihm die Staatsanwaltschaft zur Last, am 19. März 2018 gegen 1.20 Uhr einem Mann nahe dem Altenburger Bahnhof eine leere oder nicht funktionstüchtige Pistole an den Hals gehalten zu haben, um von ihm Geld zu verlangen. Als das Opfer dies in seiner Muttersprache Griechisch verweigert habe, soll der Angeklagte die Waffe durchgeladen und abgedrückt haben. Ein Schuss soll sich dabei aber nicht gelöst haben, was an fehlender Munition oder Funktionstüchtigkeit gelegen haben soll.

Daraufhin habe der Geschädigte dem 20-Jährigen zwei Schläge verpasst, heißt es in der Anklage weiter. In der Folge soll der Altenburger seinem Opfer wiederum zweimal mit der Pistole auf den Kopf geschlagen und weiter Geld oder Wertsachen verlangt haben. Als dies zu nichts führte, habe er nach dem Koffer des Geschädigten gegriffen und sei davongerannt. Durch den Angriff erlitt der überfallene Mann blutende Wunden an der Nase und am linken Auge sowie Blutergüsse im Gesicht.

Strafe wegen Delikten in Ponitz in anderem Verfahren

Ursprünglich waren neben dem besonders schweren Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung auch noch ein Diebstahl aus einem Kiosk in Ponitz und eine Sachbeschädigung am dortigen Bahnhof aus dem Sommer 2018 angeklagt. Dass sich der Altenburger wegen dieser beiden Taten nun nicht mehr im aktuellen Prozess verantworten muss, liegt daran, dass der 20-Jährige dafür zwischenzeitlich bereits in einem anderen Verfahren bestraft wurde. Das teilte die Sprecherin des Landgerichts, Simone Illian, auf OVZ-Nachfrage mit.

In diesem Verfahren am Amtsgericht ging es neben den beiden genannten Delikten in der Hauptsache um räuberischen Diebstahl, den der junge Mann zusammen mit anderen begangen hat. Im Ergebnis bekam der 20-Jährige dafür eine Jugendstrafe von einem Jahr und drei Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Für den am Montag beginnenden Prozess um den Raub am Bahnhof hat die 2. Strafkammer nur noch einen weiteren Verhandlungstag angesetzt. Geht alles glatt, wird der Fall noch im Januar abgeschlossen.

Von Thomas Haegeler

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