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Altenburg Bud Spencer zu Ehren – großes Kino im Altenburger Kino
Region Altenburg Bud Spencer zu Ehren – großes Kino im Altenburger Kino
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05:00 19.07.2017
Bud Spencer mit den Filmemachern Karl-Martin Pold und Sarah Nörenberg in einer Pause der Dreharbeiten.
Bud Spencer mit den Filmemachern Karl-Martin Pold und Sarah Nörenberg in einer Pause der Dreharbeiten. Quelle: unbekannt
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Altenburg

„Wer beim Duschen den Hut abnimmt, der riskiert ’ne Grippe.“ Solche und ähnliche Weisheiten haben eine ganze Generation geprägt, die sich am Sonntagnachmittag regelmäßig vor dem TV-Gerät einfand, um sich an den Sprüchen und Schlägen von Carlo Pedersoli – besser bekannt als Bud Spencer – zu erfreuen. Am 27. Juli, ein Jahr und einen Monat nach dem Tod des Kult-Schauspielers, läuft mit „Sie nannten ihn Spencer“ der Dokumentarfilm über das Leben und Werk des Italieners in den deutschen Kinos an.

Neun Jahre lang arbeitete der österreichische Regisseur Karl-Martin Pold an diesem Film, der zugleich sein erster ist. Warum die Produktion so lange dauerte, wie das Treffen mit seinem großen Idol ablief und wieso er Filmfördermittel aus Deutschland, nicht aber aus seinem Heimatland erhielt – diese Dinge kann Pold am besten selbst beantworten. Zur Premiere schaut er nämlich im Kino Capitol in Altenburg vorbei, gibt Autogramme und stellt sich den Fragen der Gäste.

Doch nicht nur das Erscheinen des Regisseurs ist ein guter Grund für Fans des italienischen Schwergewichts, sich diesen besonderen Abend vorzumerken: Das gesamte Lichtspielhaus der Skatstadt steht am 27. Juli unter dem Motto „Tribut an Bud Spencer“. Beim „Hau den Lukas“ können die Besucher herausfinden, ob ihre Körperkraft mit der des 125-Kilo-Kollosses mithalten kann, und sogar die kulinarische Verpflegung ist thematisch passend gewählt: Bohnen mit Speck und Budweiser-Bier stehen zusätzlich zu Popcorn und Softdrinks auf der Speisekarte. „Als Spencer im vergangenen Jahr verstorben ist, haben wir trotz zahlreicher Anfragen leider kein Spezialprogramm zusammenstellen können“, berichtet Theaterleiter Sven Erfurth. „Das holen wir nun mit der vollen Ladung nach.“

Karl-Martin Pold wird ab 18.30 Uhr im Capitol sein. „Sie nannten ihn Spencer“ wird dann etwa 19.30 Uhr anlaufen. Der 90-mütige Film schildert den Werdegang des 1929 geborenen Multitalents, das unter anderem als Schauspieler, Jurist, Politiker, Schwimmer, Sänger, Musikproduzent, Komponist, Drehbuchautor und Modedesigner aktiv war sowie die Fluglinie Mistral Air gründete. Neben Spencer selbst kommen auch Fans und Wegbegleiter wie Terrence Hill zu Wort.

„Sie nannten ihn Spencer“ zeigt als erster Kinodokumentarfilm nicht nur die facettenreiche Biografie des schwergewichtigen Stars, sondern auch den weltumspannenden Hype, der um diese Figur seit nun rund 50 Jahren herrscht. Der Streifen über den Spaghetti-Western-Antihelden des italienischen Kinos begleitet zwei riesige Bud-Spencer-Fans bei dem Versuch, sich ihren Lebenstraum zu erfüllen und ihr Idol einmal persönlich kennenzulernen.

Karten für die Veranstaltung am 27. Juli können im Kino erworben oder unter www.altenburg.cineprog.net vorbestellt werden.

Von Christian Neffe